Oberscheibe im Erzgebirge

Oberscheibe im Erzgebirge Ortsteil der Bergstadt Scheibenberg Entdecken Sie ein Kleinod im Erzgebirge am Fuße des 807m hohen Scheibenberges. Nachdem im 15.

Erahnen Sie 600-jährige Ortsgeschichte und seien Sie beeindruckt von Innovation, Modernität und zukunftsorientierter Dorfentwicklung. Erleben Sie die Brauerei Fiedler am Ortseingang, sehen Sie die alte Dorfschule von 1876 und kehren Sie zurück in unsere heutige Zeit. In zentraler Lage des Dorfes lädt auf dem Dorfplatz die "Vereinigungslinde", welche gepflanzt wurde um den Ortszusammenschluss mit d

er Bergstadt Scheibenberg zu symbolisieren, zu einer Pause ein. Das Territorium der Gemeinde ist, wie alle östlich der Saale gelegenen Gebiete, so genanntes Kolonialland; d.h., es war nicht von Anfang an besiedelt, sondern wurde durch eine geplante Landnahme bäuerlicher Siedler gerodet und urbar gemacht. Die ersten Jahre waren für die Bauern unsagbar hart, musste doch der ganze Wald geschlagen und der Boden im Verlaufe mehrerer Generationen in fruchtbares Ackerland verwandelt werden. Oberscheibe entstand, wie aus der Vorgeschichte zu entnehmen ist, mit der Besiedlung des Rauschauer Grundes im 13.Jahrhundert. Raschau und Markerbach sind schon 124 urkundlich erwähnt.

1401 wurde das Dorf Schybe, das bis dorthin noch nicht äbtisch war, von der Grafschaft Hartenstein an das 1233 gegründete Kloster Grünhain, welches bis 1536 bestand, verkauft. Bei der Wiedereinlösung durch den Besitzer der Grafschaft gab das Kloster offenbar nur das heutige Oberscheibe zurück. Den westlichen Teil (Unterscheibe) behielt die Abtei. Jahrhundert Silbererze fündig wurden, kam es zu Streitigkeiten zwischen dem Kloster und der Grafschaft Hartenstein um das Dorf. Vermutlich wollte jeder vom Erzbergbau profitieren. Dies könnte der Grund zur Spaltung des Ortes gewesen sein. 1559 kam Oberscheibe an das Kurfürstentum Sachsen, da Kurfürst August den oberwäldischen Teil der Grafschaft Hartenstein von den Grafen Schönburg abkaufte.

50 Jahre Ortswappen OberscheibeOrtssiegel und Wappen der Gemeinde OberscheibeEin amtlich genehmigtes Gemeindewappen besa...
27/05/2026

50 Jahre Ortswappen Oberscheibe

Ortssiegel und Wappen der Gemeinde Oberscheibe

Ein amtlich genehmigtes Gemeindewappen besaß Oberscheibe bis 1993 nicht.
Allerdings bemühte man sich bereits nach 1950 um ein solches. Vorgesehen war ein Bauer als Sämann, denn Landwirte waren hierorts die ersten Siedler. Mit der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik wurde jedoch das Staatsemblem (Hammer und Zirkel) einheitlich als Dienstsiegel für alle Staatsorgane verbindlich eingeführt – ein Gemeindewappen war damit vorerst nicht mehr erforderlich.

Mit der Bildung des Gemeindeverbandes 1976 und der Vorgabe, in jeder Stadt und Gemeinde ein Ortsbegrüßungselement aufzustellen, entwarf Bürgermeister Kurt Endt ein Symbol, das allgemeine Zustimmung fand und von der Gemeindevertretung genehmigt wurde.
Ab 1977 wurde das Gemeindewappen für das Klischee auf der Titelseite des Mitteilungsblattes des Gemeindeverbandes verwendet, da Oberscheibe der einzige Ort ohne Wappen war.

Im Kulturraum des Gemeindeamtes hing ein geknüpftes Wappen von Oberscheibe. Die verwendeten Farben entsprachen allerdings nicht dem Entwurf des Wappens für den Gemeindeverband.

Am 7. Oktober 1983 wurde das Gemeindewappen, das Schmiedemeister Fritz Beutner und Heinz Hunger in der LPG-Werkstatt anfertigten, als sichtbares Zeichen am Straßendreieck (F101/Abzweig LIO268) aufgestellt. Auf Initiative des Bürgermeisters wurde es mit einem Windflügel versehen, sodass sich der Baum – außer bei Windstille – wie eine Pyramide dreht.
Das Wappen symbolisiert Hammer und Schlägel der Bergleute und Kalkwerker. Der Berg ist zugleich als Stollen mit der Fichte dargestellt, die vor jedem Haus steht – als Zeichen des Erzgebirges. Die blaue Wellenlinie unter dem Ortsnamen verweist auf den Dorfbach.

Seit der demokratischen Landtagswahl am 14. Oktober 1990 gibt es wieder einen Freistaat Sachsen – mit der Wiedereinführung des historischen Sachsenwappens. Damit erhielten auch Städte und Gemeinden erneut die Berechtigung, ihr Emblem im eigenen Dienstsiegel zu führen.
Nun wurde auch für Oberscheibe ein Gemeindewappen benötigt; so wurde es beispielsweise in das Ärmelzeichen der Feuerwehr integriert. Bürgermeister Wolfgang Kreißig entwickelte auf Grundlage des von Kurt Endt entworfenen Wappens ein Gemeindewappen für Oberscheibe.

Ein erster farbiger Entwurf wurde mit Wasserfarben erstellt. Die Firma Heidler und Fahle digitalisierte das Wappen; erstmals erschien es im Amtsblatt vom November 1990.
Im selben Monat stimmte der Gemeinderat dem Vorschlag für das künftige Gemeindesiegel zu. Damit wurde zugleich das seit Langem bekannte Gemeindewappen bestätigt.

Aus Kostengründen und wegen der Ungewissheit über den Fortbestand unserer kleinen Gemeinde nahm die Gemeindevertretersitzung vom 13. Februar 1991 Abstand von einem Dienstsiegel mit eigenem Wappen.
Zum 1. Januar 1993 wurde das Sachsenwappen in der Mitte des Gemeindesiegels ungültig und war nicht mehr zulässig. Da das Oberscheiber Gemeindewappen noch nicht vom Sächsischen Staatsministerium des Innern bestätigt war, kam für den Gemeinderat nur ein Schriftsiegel ohne Wappen in Frage. Da bis März 1993 der Genehmigungsantrag von 1990 unbeantwortet blieb, bestätigte der Gemeinderat das Wappen nochmals nach heraldischen Gesichtspunkten und reichte es erneut beim Innenministerium zur Genehmigung ein. Die Unterlagen wurden jedoch zurückgegeben, da durch den Zusammenschluss mit der Bergstadt Scheibenberg ein amtlich genehmigtes Gemeindewappen entbehrlich wurde.

In der Hauptsatzung von 1993 wurde geregelt, dass der Ortsteil Oberscheibe und sein Ortschaftsrat das ehemalige Gemeindewappen weiterhin führen dürfen. Als äußere Form des Ortsteilwappens wurde eine romanische Schildform gewählt. Die Fichte steht als Zeichen des Waldreichtums früherer Zeiten. Der Stollenausbau mit Hammer und Schlägel auf silbernem Grund verweist auf den Vater-Abraham-Stollen.

Im Laufe der Jahre hat sich jedoch die Darstellung mit Hammer und Schlägel auf rosa Grund durchgesetzt – was heraldisch nicht korrekt ist, da es Rosa in der Heraldik nicht gibt.

Im Amtsblatt vom Juni 2009 schrieb Pfarrer Stephan Schmidt-Brücken, dass sich in den Pfarramtsakten der Ev.-Luth. St.-Johanniskirche Aufzeichnungen und Schriftverkehr aus der Zeit von etwa 1600 bis heute befinden. In einem Ordner fand sich ein Brief von Erbrichter Stölzel / Oberscheibe aus dem Jahr 1829, der mit einem Lacksiegel verschlossen war. Durch das Öffnen des Briefes zerbrach das Siegel naturgemäß und konnte nur schwer entziffert werden.

Die Umschrift lautet SIGILLVM OBERSCHEIBE („Siegel von Oberscheibe“). Der Buchstabe U wurde dabei, wie allgemein üblich, als V geschrieben. Im Inneren finden sich außerdem zwei Buchstaben, die nicht mehr vollständig erhalten sind.
Mit großer Wahrscheinlichkeit ist O. S. zu lesen, was wiederum für „Ober Scheibe“ steht. Der Brief wurde zwar erst am 22. Oktober 1829 geschrieben, das Siegel mit dem Ortswappen ist jedoch sicher älter: Es zeigt Stilelemente aus der Zeit um 1800 und noch keinerlei klassizisti-sche Einflüsse. Zudem sind die Buchstaben gepunzt, also mit Schlageisen in das weiche Metall des Petschafts eingeschlagen. Vielleicht findet sich irgendwo noch ein vollständiger Abdruck.
Dann ließe sich auch klären, ob es sich tatsächlich um ein offizielles Ortswappen von Ober-scheibe handelt – oder eher um eine private Idee der Erbrichterfamilie Stölzel.
Die Aussagekraft des alten Wappens ist recht gering; man kann das Bild nur mit Mühe deuten oder einem Fremden erklären. Wesentlich anschaulicher ist das heute gebräuchliche Siegel-bild. Dennoch ist der Fund ein schöner Mosaikstein in der vielhundertjährigen Geschichte von Oberscheibe.

Soweit ein Auszug aus dem Amtsblatt von 2009.

Nach Ortschronik Oberscheibe, Protokollen der Gemeindevertretersitzungen von 1990 bis 1993 und dem Amtsblatt Juni 2009.

Jens Kreißig

30/04/2026
Für alle Kinder haben wir indiesem Jahr deshalb eine Ferienaufgabe, nämlich einen Schnee-mannwettbewerb. Wer baut, wer m...
15/02/2026

Für alle Kinder haben wir in
diesem Jahr deshalb eine Ferienaufgabe, nämlich einen Schnee-
mannwettbewerb. Wer baut, wer malt, wer bastelt den schönsten
Schneemann? Ihr könnt Eure Fotos und Bilder bis 28. Februar 2026
an folgende Emailadresse: [email protected] senden
oder in der Stadtverwaltung Scheibenberg abgeben oder in un-
seren Briefkasten am zukünftigen Mehrgenerationenplatz ein-
werfen. Namen und Adresse nicht vergessen!

Heike Flath
Ortsvorsteherin von Oberscheibe
und Stadträtin von Scheibenberg mit Oberscheibe

Auszug aus dem Amtsblatt 02/2026

Herzlichen Glückwunsch nach Annaberg-Buchholz. ⚒️💜🤍⚒️🛷🥇
10/02/2026

Herzlichen Glückwunsch nach Annaberg-Buchholz. ⚒️💜🤍⚒️🛷🥇

Jubel im Eiskanal von Cortina: Julia Taubitz gewinnt den Einsitzer-Wettbewerb souverän und holt die dritte Goldmedaille für Deutschland. Anna Berreiter wird Sechste, Merle Fräbel muss sich nach einem verpatzten dritten Lauf mit Platz acht begnügen.
Zur Meldung ▶ https://www.kicker.de/1192231/artikel

Es gibt noch Restbestände des Kalenders für das Oberscheibner Festjahr 2026 mit Gedichtversen von Kurt Endt. Diese könne...
20/01/2026

Es gibt noch Restbestände des Kalenders für das Oberscheibner Festjahr 2026 mit Gedichtversen von
Kurt Endt. Diese können in der Stadtverwaltung, im Friseursalon „Kerstin“ in Oberscheibe oder auf
Anfrage beim Ortschaftsrat zum Sonderpreis von 5,00€ erworben werden.

Adresse

Dorfplatz
Scheibenberg
09481

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