05/08/2026
Nach Antrag der CDU - Einstimmiger Beschluss im Schiffweiler Gemeinderat:
Opernfestspiele Saar sollen an den Erlebnisort Reden kommen.
Nach einem Antrag der CDU-Gemeinderatsfraktion Schiffweiler hat der Schiffweiler Gemeinderat
in seiner Sitzung vom 29.07.2026 einstimmig beschlossen, mit einem Vorstoß zur temporären Übernahme der Opernfestspiele Saar am Erlebnisort Reden ein starkes Signal für die Zukunft des Standortes zu setzen.
In seinem Beschluss fordert der Gemeinderat, wie von der CDU und ihrem Fraktionsvorsitzenden Mathias Jochum beantragt, Bürgermeister Cedric Jochum auf, Gespräche zu führen, um die Opernfestspiele während der anstehenden Sanierung der Halde Ensdorf übergangsweise nach Reden zu holen.
In den vergangenen Wochen und Monaten stand die Entwicklung des Erlebnisortes Reden mehrmals im Fokus intensiver Beratungen im Schiffweiler Gemeinderat. Insbesondere Themen wie die Abstellung der Grubenwasserpumpen, das damit einhergehende Ende des Mosesganges sowie die ungeklärte Zukunft der Almhütte haben Befürchtungen genährt, der Standort könnte in eine Negativspirale geraten. Dem versuchte die CDU-Fraktion bereits in der Vergangenheit durch zahlreiche Anträge und Gespräche aktiv entgegenzuwirken und zeigt sich erfreut, dass der Gemeinderat hier in den meisten Fällen parteiübergreifend an einem Strang zieht.
Aktuelle Berichte in der Saarbrücker Zeitung und im SR über die notwendige, rund fünfjährige Sanierung der Halde Ensdorf und die damit verbundene Frage, wie es mit den Opernfestspielen am Saarpolygon weitergeht, bieten nun aus Sicht des Antrags der CDU eine historische Chance, den Standort Reden positiv in die Schlagzeilen zu bringen.
Ideengebend hierzu war sicherlich ein Zitat von Opernfestivalchef Michael Arnold, der in der Presse betonte: „Die Attraktivität der Opernfestspiele am Saarpolygon bringt aber zugleich auch ein gravierendes Problem: Die Location auf der Halde ist so singulär und beeindruckend, dass es schwer werden dürfte, einen Ersatz mit ähnlicher Ausstrahlung zu finden. Wir können jetzt nicht einfach in irgendeine Halle gehen, es muss ein ähnlich ikonischer Ort sein.“
Und genau an diesem Punkt setzte der Vorstoß der CDU an: Die Kombination aus der Ist-Situation in Reden, verbunden mit der negativen Wahrnehmung zur Entwicklung des Standortes und der Notwendigkeit eines adäquaten Ersatzortes, bildet für die Fraktion eine perfekte Symbiose, um etwas Positives anzustoßen. Eine Riesenchance für den Erlebnisort Reden und eine Chance für die Verantwortlichen in der Landespolitik zu zeigen: Wir bauen nicht „in Ensdorf Zukunft, während in Reden die Lichter ausgehen, sondern wir bekennen uns zu beiden Standorten und senden mit der temporären Verlagerung der Opernfestspiele auch ein sichtbares Zeichen.“
Daran anknüpfend sagte Mathias Jochum: „Nachdem in den letzten Wochen viele negative Schlagzeilen zur Entwicklung des Erlebnisortes Reden zu verzeichnen waren, wäre die Ausrichtung der Opernfestspiele ein positives Signal für die Zukunft des Standortes.“
Nachdem der Gemeinderat diesen Antrag parteiübergreifend einstimmig befürwortet hat, ist Bürgermeister Cédric Jochum nun aufgefordert, Gespräche mit dem Landrat und dem Standortmanager zu führen sowie gemeinsam an die Landesverantwortlichen und Festivalchef Michael Arnold heranzutreten.
Nochmal Mathias Jochum: „Reden erfüllt alle Anforderungen an eine ikonische Ersatzspielstätte und bietet die perfekte Lösung, um den Opernfestspielen eine Heimat auf Zeit zu geben und gleichzeitig neue Zukunftsperspektiven zu entfalten“