26/08/2026
Gefahrgutübung mit Mayday-Lage
Gestern stand bei unserem Monatsdienst das Thema Gefahrgut auf dem Dienstplan. Hierbei übten wir einen realistischen Einsatz mit Menschenrettung und Gefahrstoffaustritt.
Ein Trupp ging unter Atemschutz zur Erkundung und Menschenrettung in den Gefahrenbereich vor. Dabei konnten zwei Personen gerettet werden. Bei der weiteren Erkundung stellte der Trupp fest, dass aus einem 1.000-Liter-IBC-Behälter eine Flüssigkeit austrat.
Anhand der Kennzeichnung wurde der Stoff als UN 1170 – Ethanol (Ethylalkohol) bzw. Ethanol-Lösung identifiziert. Dabei handelt es sich um einen leicht entzündbaren flüssigen Stoff mit einem Flammpunkt unter 23 °C.
Im weiteren Einsatzverlauf kam es zu einer Mayday-Meldung: Ein Atemschutzgeräteträger kam mit dem Stoff in Kontakt und bekam diesen auf seine Einsatzkleidung. Kurz darauf klagte er über Übelkeit und Atembeschwerden.
Bei einer Mayday-Meldung handelt es sich um einen Notruf eines Atemschutzgeräteträgers, der sich selbst oder seinen Trupppartner in einer akuten Notlage befindet. Dadurch wird unmittelbar eine Rettung des betroffenen Trupps eingeleitet.
Der Sicherungstrupp ging daraufhin zur Rettung vor und brachte den verunfallten Atemschutzgeräteträger aus dem Gefahrenbereich. Anschließend erfolgte die Sofort-Dekontamination (Sofort-Dekon).
Unter einer Sofort-Dekon versteht man die unmittelbare Dekontamination einer verletzten oder kontaminierten Person, um eine weitere Aufnahme des Gefahrstoffes und eine Kontaminationsverschleppung zu verhindern. In unserer Übung wurde der Atemschutzgeräteträger schnellstmöglich entkleidet und dekontaminiert.
Mit dieser Übung konnten wir insbesondere das Vorgehen bei Gefahrguteinsätzen, die Kommunikation im Atemschutzeinsatz sowie das Zusammenspiel von Angriffstrupp, Sicherungstrupp und Dekon-Maßnahmen trainieren.
Vielen Dank an Matthies Gartencenter 🌳🌱 , dass wir für unsere Übung den Parkplatz nutzen durften.
©️ Foto: FF Hittfeld
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