28/04/2026
Wir erinnern an die Befreiung Deutschlands vom Faschismus und an das Ende des Zweiten Weltkriegs
Liebe Freunde und Freundinnen, Genossinnen und Genossen,Vor 81 Jahren kapitulierte die deutsche Wehrmacht und die Schreckensherrschaft des Faschismus in Deutschland fand ein Ende. Der Krieg war begonnen worden mit dem Ziel der Zerschlagung des Sozialismus und der Aufstieg zur Weltmacht unter anderem durch den Raub
der Ressourcen der Sowjetunion. Am Ende des 2. Weltkriegs standen 55 Millionen Tote, Hunger, Not und Elend. Es waren vor allem die Völker der Sowjetunion und die Rote Armee, die zusammen mit ihren Alliierten den Sieg über den deutschen Faschismus herbei führten und dafür die Hauptlast des Krieges trugen. 27 Millionen Tote auf dem Gebiet der UdSSR waren der Preis. Teil der ökonomischen und politischen Kriegsführung war
das Verbrechen der Zwangsarbeit. Millionen Menschen wurden in das Gebiet des Deutschen Reiches verschleppt und versklavt. Im Spätsommer 1944 arbeiteten im Reich rund 5,9 Millionen zivile Ausländer, 1,9 Millionen Kriegs-
gefangene aus 26 Ländern, ferner 400.000 KZ-Häftlinge.
Bis 1945 starben von 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen 3,3 Millionen. Im Siegerland lag die Zahl der nicht deutschen Arbeitskräfte auf dem Höhepunkt 1944 bei etwa 15.000 Menschen, also etwa neun Prozent der Bevölkerung. Das Verbrechen der Zwangsarbeit mit seinen schrecklichen Bedingungen fand vor den Augen der Deutschen statt und niemand konnte es übersehen.
Eine Anerkennung deutscher Schuld an den Verbrechen, der Respekt vor den Ermordeten und Versklavten, ein Bitten um Versöhnung, denn Vergebung kann es nicht geben, wäre angemessen.
Mit einem Zugeständnis an Putin oder einem Einverständnis gegenüber seiner Politik hat dies nichts zu tun. Vielmehr ist das geschichtsvergessene Verschweigen ein weiterer politischer Schritt gegen eine Entspannung der belasteten Beziehungen.
Für uns ist der 8. Mai zwingender Anlass des Erinnerns und Gedenkens, auch als ein Schritt in Richtung Entspannung und friedlicher Beziehungen.
Dazu rufen wir, Linke SiWi, DKP-Siegen, MLPD Siegen, Gruppe Arbeiterpolitik Siegen, SDAJ
Siegen, Siegen gegen Rechts, SvU Siegen, VVN- BdA SiWi auf!