Residenzschloss Neustrelitz - ehemaliges

Residenzschloss Neustrelitz - ehemaliges - ehemals mehrteilige Gebäudegruppe aus dem 18. bis 20. Jh.
- Brandstiftung am 30. April 1945
- Denkmalsruine bis 1950 abgerissen

Strelitzer Echo, 05.02.2022:Land stellt Untersuchungen zum Schlosskeller vorRealisierung der Kellerabdeckung in zwei Bau...
31/05/2022

Strelitzer Echo, 05.02.2022:

Land stellt Untersuchungen zum Schlosskeller vor

Realisierung der Kellerabdeckung in zwei Bauabschnitten angekündigt

Der Staatliche Betrieb für Bau und Liegenschaften (SBL) hat auf der Januar-Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau die statischen Untersuchungen zum Schlosskeller vorgestellt. Außerdem wurde über den möglichen Umgang mit der 120 Jahre alten Beton-Kellerdecke informiert. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hatte sich 2019 in einer Vereinbarung mit der Stadt Neustrelitz bereit erklärt, die um 1905 errichteten Schlosskeller des ehemaligen Schlossanbaus, einschließlich der Kellerdecke, so herzurichten, dass sie innen öffentlich begehbar gemacht sowie darüber eine von Fußgängern begehbare und begrünte Fläche gestaltet werden kann. Vorgesehen ist, die Keller mit einer zusätzlichen Stahlbetondecke abzudecken. Dazu waren bereits 2019 rund 4 Millionen Euro Landesmittel veranschlagt worden (Strelitzer Echo berichtete). Wie Jörg Gustav vom Ingenieurbüro Thiele und Partner Neustrelitz darlegte, sind jetzt die statischen Untersuchungen für das Kellerprojekt abgeschlossen. Dabei wurden zwei repräsentative Bereiche untersucht. In Teilen der Schlosskeller wurden eingestürzte Decken, nicht begehbare oder bereits zugeschüttete sowie einsturzgefährdete Bereiche festgestellt. Kellerdecken, Auflagerungen und vorhandenes Mauerwerk anderer untersuchter Bereiche werden als tragfähige vorhandene Aufleger eingeschätzt. Eine zusätzliche Stahlbetondecke soll weite Teile der Keller künftig abdecken und schützen. Wie eine Stahlbetonabdeckung der Kellerdecke gestaltet werden könnte, wird sich aus weiteren Untersuchungen ergeben. Der SBL favorisiere eine Technologie, die für den Fall einer etwaigen späteren Neubebauung des Schlossberges einen Rückbau ohne Beeinträchtigung der alten Kellerdecke ermögliche, hieß es. Ein Gebäude könne auf der Kellerabdeckung keinesfalls errichtet werden, hob Stefan Wenzl von Finanzministerium MV hervor. Laut Land sollen im Jahr 2022 gemäß Grundkonzept auf Basis der vorliegenden Statik die Planungen und Untersuchungen fortgesetzt werden. Das Gesamtprojekt soll in zwei Abschnitten durchgeführt werden. Im ersten Bauabschnitt ist zunächst die Schadstoffentsorgung vorgesehen. Ein Schadstoffgutachten wurde bereits erstellt. Im Schlosskeller liegen große Mengen Asbest, Teile von Baracken, Kohlenruß, Pappen und weitere vermischte Stoffe. Die Keller sollen beräumt und teilweise wieder verfüllt werden. Für den 1. Bauabschnitt sind rund acht Monate Bauzeit vorgesehen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im September 2023 beginnen und bis 2024 dauern. Man habe sich darauf verständigt, die Festspiele im Schlossgarten und die touristische Sommersaison nicht durch Bauarbeiten zu beeinträchtigen, so Wenzl. Der zweite Bauabschnitt soll die Abdeckung der Keller, die Montage von Treppen, die Oberflächengestaltung und die Rekultivierung umfassen. Auch für diesen Bauabschnitt werden acht Monate Bauzeit veranschlagt. Dieser Bauabschnitt soll beginnen, wenn der Turmbau abgeschlossen ist. Der Stadt soll die für die Errichtung des Aussichtsturmes und Eingangspavillons notwendige Fläche vom Land übertragen werden. Bürgermeister Andreas Grund bekräftigte weiteren Abstimmungsbedarf mit dem Landesvorhaben. Der Termin im Ausschuss sei Basis für die weitere Arbeit. Für den nach bisherigen Kostenschätzungen rund 7 Millionen Euro teuren Turmbau mit Pavillon und Kellereinstieg sei noch mit einer erheblichen Vorbereitungs- und Bauzeit zu rechnen.

28/05/2022

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