31/07/2026
ℹ️ Aus dem Rathaus: Themen der Woche
Bürgermeister Peter Gefeller gibt in seiner aktuellen Kolumne einen Überblick über den ersten Nachtragshaushalt für das Jahr 2026.
Finanzielle Lage & Haushaltsdefizit
In der Stadtverordnetenversammlung wurde der Nachtragshaushalt vorgestellt. Obwohl Zahlen trocken wirken, bestimmen sie das Budget für Kitas, Feuerwehren, Straßen und Vereine. Das geplante Defizit von rund 1,84 Millionen Euro steigt nun leider auf rund 2,28 Millionen Euro an. Ein wesentlicher Grund sind geringere Einnahmen bei der Einkommen- und Gewerbesteuer, wo der Stadt im Vergleich zur Planung zusätzlich mehr als 830.000 Euro fehlen.
Strukturelle Probleme der Kommunalfinanzierung
Der Bürgermeister stellt klar: Die Stadt hat nicht über ihre Verhältnisse gelebt. Das Problem liegt in der unzureichenden Finanzierung durch Bund und Land, die den Kommunen immer mehr Aufgaben (z. B. Kita-Betreuung, Klimaschutz, Digitalisierung) übertragen. Bundesweit erledigen Kommunen rund 25 % aller staatlichen Aufgaben, erhalten dafür aber nur etwa 14 % der Einnahmen. Dieses Missverhältnis bringt selbst finanzstarke Städte an ihre Belastungsgrenzen.
📉 Investitionen, Ausblick und Hebesätze
Trotz Krise gibt es gute Nachrichten: Wichtige Infrastruktur-Investitionen können dieses Jahr ohne neue Kredite über Fördermittel (Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz) realisiert werden.
Ab 2028 werden zudem Pachteinnahmen durch Windenergieanlagen im Wald erwartet. Da sich die Grund- und Gewerbesteuern bereits auf hohem Niveau bewegen, hofft die Verwaltung, weitere Erhöhungen zu vermeiden. Sollten die Zuweisungen jedoch nicht steigen, müssen für den Haushalt 2027 eventuell höhere Hebesätze thematisiert werden.
Ein großer Dank gilt allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für die rasche Aufstellung sowie den Mitgliedern der städtischen Gremien für die anstehenden Beratungen zu diesem Nachtragshaushalt.
Die vollständige Kolumne findet ihr auf unserer Homepage.