10/02/2026
Bürgerdialog zur Altstadt im Piano – viele Fragen, klare Botschaften
Der heutige Bürgerdialog in der Stolberger Altstadt im Piano war insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung. Der Austausch war von gegenseitigem Respekt geprägt und von einer hohen Beteiligung aus der Bürgerschaft getragen. Das macht deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf rund um die Baustelleneinschränkungen und die zukünftige Verkehrsführung in der Altstadt ist – für Anwohner, ältere Menschen, Gewerbetreibende und alle, die täglich auf eine funktionierende Mobilität angewiesen sind.
Anwesend waren die Ratsmitglieder Linda Zeitz und Silvio Reiss (SPD), Martin Hennig (CDU) sowie Natalie Stercken (FDP). Durch den Abend führte Robert Walz. Für die FDP stand dabei besonders im Mittelpunkt, zuzuhören, konkrete Fragen aufzunehmen und klarzumachen, dass tragfähige Lösungen nur gemeinsam mit den Betroffenen entstehen können. Dabei gilt für uns: Die berechtigten Interessen des einen dürfen nicht dauerhaft zu Einschränkungen für andere führen.
Im Verlauf des Abends wurden zahlreiche Fragen angesprochen, unter anderem:
* Warum es keine regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen in der Hastenrather Straße gibt
* Weshalb der problematische Standort der Ampelanlage am Alter Markt trotz bekannter Schwierigkeiten so lange unverändert blieb
* Warum es nach dem Gerichtsurteil 13 Monate gedauert hat, bis erste Lösungsansätze aus der Stadtverwaltung vorlagen
* Ob die Begrenzung auf 20 Fahrzeuge pro Stunde durch die Burgstraße realistisch und sinnvoll umsetzbar ist
Viele dieser Punkte konnten offen diskutiert werden. Immer wieder zeigte sich dabei ein zentrales Problem: die unzureichende Kommunikation zwischen Rat, Verwaltung und Bürgerschaft. Aus FDP-Sicht ist klar, dass transparente Informationen, klare Zuständigkeiten und ein aktueller Sachstand Voraussetzung für gute politische Entscheidungen sind.
Alle Teilnehmer hatten auch die Möglichkeit, eigene Gedanken und Anregungen zu hinterlassen. Dabei wurden insbesondere folgende Punkte benannt:
* Die Notwendigkeit einer klaren und verständlichen Verkehrsführung, gerade mit Blick auf Navigationsanbieter
* Die Verlagerung von Verkehr darf nicht zu neuen Belastungen an anderer Stelle führen, etwa im Bereich Krankenhaus oder Trockener Weiher
* Die Burgstraße muss grundsätzlich offen bleiben, benötigt dafür aber eine funktionierende und verlässliche Ampelanlage oder äquivalentes System
Für uns als FDP ist eindeutig: Eine Zwei-Klassen-Altstadt darf es nicht geben – weder zwischen Anwohnern oberhalb und unterhalb der Ampelanlage noch zwischen einzelnen Interessengruppen. Wir setzen uns für ein Gesamtkonzept ein, das fair, ausgewogen und alltagstauglich ist. Mobilität, Erreichbarkeit und Lebensqualität müssen gemeinsam gedacht werden.
Der heutige Abend war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jetzt kommt es darauf an, dass aus den vielen Worten konkrete, transparente und gemeinsam entwickelte Lösungen entstehen. Die FDP wird diesen Prozess in der Fraktion Dein Stolberg im Rat weiterhin kritisch, konstruktiv und im engen Austausch mit den Menschen vor Ort begleiten.� Auch die Presse war anwesend.