06/03/2022
Heraus zum Frauenkampftag - frauenfeindliche Einstellungen und Strukturen sichtbar machen!
Unter diesem Motto wollen wir die verschiedenen Ungerechtigkeiten in einem von Männern bestimmten System sichtbar machen und zum gemeinsamen und entschlossenen Handeln dagegen aufrufen!
Angefangen beim Thema Gleichberechtigung und den damit verbundenen alten Rollenbildern von Mann und Frau, sind die verschiedenen Ungerechtigkeiten vielfältig und zum Teil eng miteinander verbunden. Mit Beiträgen verschiedener Redner*innen werden wir einige davon in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.
So ist die Übertragung von unbequemen Verantwortlichkeiten bei den Themen Care-Arbeit, Schwangerschaft, Lohnarbeit und Rente stark mit alten Mustern der Ehe, als früher einzige akzeptierte Form des Zusammenlebens, gekoppelt.
Wir fordern die Abschaffung der Abtreibungsparagraphen 218 und 219 des BGB, weil sie die Selbstbestimmung von Frauen stark einschränken und ihr ganzes Leben bestimmen können. Es gibt kein Gesetz, welches die Rechte eines Mannes vergleichbar stark einschränkt. Eine Ungerechtigkeit die daher schnellstmöglich beseitigt und durch niedrigschwellige, freiwillige und vor allen flächendeckende Beratungsangebote ersetzt werden muss.
Gewalt an Frauen kennt viele Formen! Egal ob Diskriminierung, körperliche Übergriffe, sexuelle Gewalt, bis hin zum Mord, sind die Orte des Geschehens die gleichen: es geschieht tagtäglich auf der Straße, im Job, in der Partnerschaft, in der Familie oder im Internet. Oftmals ist nur ein ohrenbetäubendes Schweigen der Zivilgesellschaft zu hören und mit schnellen Relativierungen im Bekanntenkreis und in den Medien findet eine öffentliche Debatte selten bis gar nicht statt. Besonders deutlich wird das beim Thema Femizide, obwohl in Deutschland im jährlichen Durschnitt etwa jeden dritten(!) Tag eine Frau von einem Mann ermordet wird. Das muss sich ändern und die Istanbul-Konvention endlich umgesetzt werden!
Egal ob du migrantisch, alt, jung, alleinerziehend, verheiratet, christlich, muslimisch, jüdisch, bi, trans, hetero oder homosexuell bist, im Rollstuhl sitzt oder nicht, der Kampf für unsere Rechte geht nur gemeinsam, entschlossen und intersektional!
Wir freuen uns daher auf unsere Kundgebung zum Internationalen Frauenkampftag am 8. März 17 Uhr am Dianabrunnen Suhl. Denkt dabei bitte an Maske und Abstand.
Euer Stadtverband DIE LINKE. Suhl und LiNa - Linker Nachwuchs Suhl
Ein Femizid bezeichnet die tödliche Gewalt gegen Frauen oder eine Frau aufgrund ihres Geschlechts. Im Jahr 2022 gab es bereits 13 Femizide in Deutschland!