Merret reicht's -Aus Liebe zu Sylt

Merret reicht's -Aus Liebe zu Sylt Aus Liebe zu Sylt. Wir möchten, dass der "Lebensraum Sylt" im Einklang mit dem "Wirtschaftsraum Sylt" zum Mittelpunkt unseres gemeinsamen Handelns wird!

Nur so können wir Sylt und seine natürliche Schönheit auf lange Sicht erhalten!

B-Plan 28: Ein kleines Wunder im BauausschussDer Beschluss zum B-Plan 28 grenzt an ein kleines Wunder. Nach Jahren der H...
14/07/2026

B-Plan 28: Ein kleines Wunder im Bauausschuss

Der Beschluss zum B-Plan 28 grenzt an ein kleines Wunder. Nach Jahren der Hängepartie und scheinbar unverrückbarer Fronten stand am Ende ein fast einstimmiges Ergebnis: zehn Ja-Stimmen, eine Enthaltung.

+++ Das neue Modell deckelt die Anzahl der Wohnungen pro Gebäude grundsätzlich auf drei – völlig egal, wie groß das Haus ist. Maximal eine davon darf als Ferienwohnung vermietet werden. Als Ausgleich hat der Ausschuss dafür grünes Licht gegeben, künftig auch die Kellerräume zu nutzen, und zwar sowohl für Urlauber als auch für festes Dauerwohnen. +++

Wer die Debatten der letzten Monate verfolgt hat, reibt sich die Augen. Woher kam dieser plötzliche, fraktionsübergreifende Pragmatismus? Und dann diese einfache Lösung?

Erstens kam der neue SPD-Antrag offenbar genau zum richtigen Zeitpunkt. Er war nach den Verrenkungen der vergangenen Monate schlicht, einfach und klar. Zum anderen hat die CDU ihren Pragmatismus offenbar wiederentdeckt. Jedenfalls begründete der Fraktionschef Kopp den Schwenk seiner Partei damit, dass man sich nun „mit Zahlen beschäftigt" und erkannt habe, dass „Politik auch mal real sein muss".

Doch die Erklärung für diese überraschende Einmütigkeit liegt wahrscheinlich etwas tiefer. Politik bewegt sich meist erst dann, wenn hinter den Kulissen die Bereitschaft wächst, von den Maximalforderungen abzurücken.

Genau daran wurde in den letzten Wochen gearbeitet – auch von uns. In der vergangenen Woche saßen Vertreterinnen von Merret reicht's und dem Verein Sylter Unternehmer an einem Tisch. Ohne Bühne, ohne Publikum, mit einer einzigen Frage: Gibt es einen gemeinsamen Nenner?

Genau. Eine dauerhafte Blockade hilft niemandem. Maximalforderungen auch nicht. Beide Seiten waren sich einig, dass zukunftsfeste Entscheidungen fällig sind – und dass dafür niemand sein Gesicht verlieren muss.

Es bewegt sich was. Hoffentlich in die richtige Richtung. Das muss weiterhin ausgehandelt werden. Schritt für Schritt. Es braucht eine konstruktive Grundstimmung. Die Hoffnung ist da.

Der Bauausschuss hat nun auch gezeigt, wie handlungsfähig Inselpolitik sein kann, wenn man aufeinander zugeht.

12/07/2026

Dienstag treffen wir uns wieder. Kommt doch einfach dazu!
Mal gucken, was wir gemeinsam so vorhaben. "Merret reicht's" trifft sich am Dienstag, 14.07.2026 im Foyer des Friesensaals in Keitum. Bringt mit, was ihr trinken oder knabbern wollt. Open House!

Auf Sylt geht es gerade hoch her. Von List bis Hörnum.
Wäre super, wenn auch einige kommen, die in den Arbeitsgruppen zur mitarbeiten und davon berichten. Wir freuen uns auf euch.

Dienstag, 18 Uhr, Keitum am Watt im Friesensaalfoyer.

List macht die Miete teurer - Gemeindevertretung List beschließt höhere Mieten im DünenparkMit 11 Stimmen von CDU und SP...
11/07/2026

List macht die Miete teurer - Gemeindevertretung List beschließt höhere Mieten im Dünenpark

Mit 11 Stimmen von CDU und SPD hat die Gemeindevertretung List am 9. Juli der Erhöhung der Kaltmiete für die frei finanzierten Wohnungen in den zwei letzten „Fünf Schwestern“ auf 16 Euro pro Quadratmeter zugestimmt. Die beiden Grünen Gemeindevertreterinnen stimmten dagegen.

In der Gemeindevertretung List ist am 9. Juli die Erhöhung der Kaltmiete für die frei finanzierten Wohnungen in den „Fünf Schwestern“ im Dünenpark beschlossen worden. Mit 11 Stimmen von CDU und SPD gegen 2 Stimmen der Grünen wurde der Quadratmeterpreis für die Schwestern 1 und 2 auf 16 Euro angehoben. Schwester 2 soll im September bezogen werden. Schwester 1 im Dezember fertig gestellt werden.
Für die Grünen ist das ein weiterer Schritt weg von dem, was auf Sylt so dringend gebraucht wird: bezahlbarer Wohnraum für Menschen, die hier leben und arbeiten. Margot Böhm machte in ihrer Ablehnung deutlich, worum es aus ihrer Sicht im Kern geht: „Wir stimmen hier heute nicht nur über einen Quadratmeterpreis ab. Wir stimmen darüber ab, ob wir für das Wohl der Einwohner oder für das des Projektentwicklers eintreten.“

Die Befürworter verwiesen dagegen auf die gestiegenen Baukosten und darauf, dass das Projekt nur so wirtschaftlich weitergeführt werden könne.

Aus Sicht der Die Grünen in List auf Sylt trifft diese Argumentation jedoch nicht den Kern: Die Mieterhöhung belastet Menschen, die auf der Insel ohnehin schon unter enormem Druck stehen. Was als bezahlbares Wohnen gedacht war, entfernt sich mit jedem neuen Beschluss ein Stück weiter von seinem ursprünglichen Versprechen.

SPD Ortsverein List auf Sylt

09/07/2026

Projektentwickler Weinstock und Bürgermeister Ronald Benck versprechen hier vor großem Publikum in List die vertraglich festgeschriebene Miete von 10,50 Euro im Dünenpark. Ein Dokument der Zeitgeschichte vom 12. August 2021.

Heute soll die Gemeindevertretung in List die Anhebung auf 16 Euro beschließen. Seid dabei, wenn BIG-BAU und Bürgermeister auf "marktüblich" umschalten. 19:00 Uhr, 09.07.2026, Mehrzwecksaal der ehemaligen Grundschule.

P.S. Weder Schwimmbad wird saniert, noch wird die Kita neu gebaut.

-BAU

Der Dünenpark in List - Was vom "bezahlbaren Wohnen" übrig geblieben istDas Megaprojekt „Dünenpark in List“ wurde einst ...
07/07/2026

Der Dünenpark in List -
Was vom "bezahlbaren Wohnen" übrig geblieben ist

Das Megaprojekt „Dünenpark in List“ wurde einst mit einem großen Versprechen verkauft: bezahlbares Wohnen für Menschen, die auf Sylt leben und arbeiten. Dieses Ziel war das Herzstück des Projekts. Alles andere sollte diesem Zweck dienen.

In der Gemeindevertretung am Donnerstag, 9.7.2026 um 19:00 Uhr in List, steht nun eine deutliche Mieterhöhung in den sogenannten „Schwester 1 und 2“ zur Entscheidung. Die Kaltmiete soll auf 16 Euro angehoben werden. Versprochen war ursprünglich eine Nettomiete von 10,50 Euro. Eine Steigerung von mehr als 50 Prozent. Rechnet man die Nebenkosten hinzu, klettert der Quadratmeterpreis auf mehr als 20 Euro für eine „bezahlbare Miete“ in der ehemaligen Kaserne.

Klar ist: niedrige Mieten fallen nicht vom Himmel. In der Gemeinde Sylt werden Wohnungen aktuell aus öffentlichen Mitteln mitfinanziert, damit die Mieten für die Bevölkerung teilweise bezahlbar bleiben. In List wurde seinerzeit ein anderer Weg gewählt: Dort hieß es, nur mit einem Paket aus Ferienhäusern und Eigentumswohnungen (Kliffhäuser) lasse sich das bezahlbare Wohnen überhaupt finanzieren. Die Ferienhäuser waren die berühmte "Bencksche Kröte”, die man zu schlucken hatte, um in List bezahlbaren Wohnraum für die Bevölkerung möglich zu machen. Mit diesem Argument setzte Bürgermeister Ronald Benck (CDU) seinerzeit das umstrittene Großprojekt durch. Die „Kröte“ wurde geschluckt. Man verließ sich auf die Zusicherung des Bürgermeisters und des Projektentwicklers Weinstock von der BIG BAU aus Kiel.

Heute ist man auf dem Boden der Tatsachen angekommen: Vier Jahre nach dem Spatenstich sind von den geplanten 60 Ferienhäusern mit den rund 90 Ferienwohnungen nur ein Bruchteil realisiert. Die Verkäufe der Neubauten stagnieren spürbar, der Markt hinkt hinterher. Gleichzeitig möchte man nun im "bezahlbaren Segment" für Insulaner nun drastisch die Mieten anheben ("marktüblich"). Dieses soll zunächst für die inzwischen fertiggestellten ehemaligen Kasernen "Schwester 1 und 2" gelten.

Das war anders versprochen - mit Brief und Siegel. Nun soll die Gemeindevertretung am Donnerstag über die neuen Mieten entscheiden.

Das wirft fundamentale Fragen auf. Worauf darf man sich überhaupt noch verlassen?

Wer damals den zusätzlichen Tourismus, die größere und dichtere Bebauung in List und die zusätzlichen Belastungen akzeptiert hatte, durfte erwarten, dass auf der anderen Seite dauerhaft etwas zurückgegeben wird: Wohnraum, der für Menschen vor Ort tatsächlich erschwinglich bleibt. Eine Schwimmhalle, ein ertüchtigter Sportplatz, eine brandneue Kita, ein innovatives Mobilitätskonzept. Das waren die Versprechen, weshalb seinerzeit die CDU-geführte Landesregierung gegen große Widerstände dem Dünenpark quasi eine Sondergenehmigung erteilt hatte für ein Projekt, das in seiner gigantischen Dimension selbst für Sylt beispiellos ist.

Jetzt geht es dabei nicht allein um juristische Vertragsklauseln. Es geht um Vertragstreue im weiteren Sinne. Um die Frage, ob das gemeinsame Verständnis, auf dessen Grundlage politische Entscheidungen getroffen wurden, heute noch gilt. Es geht um das Vertrauen in politisches Handeln zum Wohle der Allgemeinheit. Es geht um die Frage, ob das unternehmerische Risiko nun ein weiteres Mal auf die ansässige Bevölkerung abgewälzt wird.
Was die Lister wahrnehmen, ist, dass ständig geändert wird. Der städtebauliche Vertrag befindet sich in seiner vermutlich achten Anpassung. Es läuft nicht. Die BIG BAU schickt immer neue Kröten. Sie werden größer und unverdaulicher. Bislang wurden alle geschluckt. Nun bittet die BIG BAU erneut zum Krötenessen in die Gemeindevertretung.

Wohl bekomms. Wer bei diesem Festessen dabei sein möchte, kommt bitte Donnerstag vorbei und schaut den Gemeindevertretern beim Schlucken zu!

📅 09.07.2026 um 19:00 Uhr 📍 List, im Mehrzwecksaal der ehemaligen Grundschule

CDU Schleswig-Holstein

Fotohinweis: Foto by "Merret reicht's". Die Kröten hat die KI beigesteuert.

𝑫𝒊𝒆 𝑯𝒆𝒓𝒌𝒖𝒏𝒇𝒕 𝒗𝒆𝒓𝒑𝒇𝒍𝒊𝒄𝒉𝒕𝒆𝒕: 𝑾𝒂𝒓𝒖𝒎 𝒘𝒊𝒓 𝒇ü𝒓 𝑺𝒚𝒍𝒕 𝒔𝒑𝒓𝒆𝒄𝒉𝒆𝒏 Der Vorstand der Sylter Unternehmer stellt die Frage nach unserer...
28/06/2026

𝑫𝒊𝒆 𝑯𝒆𝒓𝒌𝒖𝒏𝒇𝒕 𝒗𝒆𝒓𝒑𝒇𝒍𝒊𝒄𝒉𝒕𝒆𝒕: 𝑾𝒂𝒓𝒖𝒎 𝒘𝒊𝒓 𝒇ü𝒓 𝑺𝒚𝒍𝒕 𝒔𝒑𝒓𝒆𝒄𝒉𝒆𝒏
Der Vorstand der Sylter Unternehmer stellt die Frage nach unserer Berechtigung. Die Antwort liegt in unserer Geschichte!
Wir, die Initiatorinnen von Merret reicht’s, sind die Töchter der Gründerväter eben dieses Vereins. Unsere Väter haben diesen Verein in den 1960er Jahren aus der Taufe gehoben. Wir sind mit den Prinzipien aufgewachsen, die diesen Verband einst stark gemacht haben: Verantwortung für die Gemeinschaft, Verlässlichkeit und der Erhalt der insularen Lebensgrundlagen. Wenn die heutige Verbandsführung die Balance zwischen Wirtschaftsinteressen und dem Gemeinwohl verliert, ist es unsere Pflicht, das Wort zu ergreifen.

Entscheiden wird am Ende die Politik.

🕵 Von Expertise, Falschbehauptungen und Doppelmoral


Die Veröffentlichung von Merret Reicht´s (MR) vom 26. Juni auf ihrer Facebook-Seite ist eine Aneinanderreihung von Falschbehauptungen und Verleumdungen.
Wir bedauern ausgesprochen, dass MR persönliche Diskreditierung anstelle sachlicher Auseinandersetzung vorzieht.

🤝„Der Vorstand steht geschlossen hinter der Forderung zur Legalisierung der touristischen Betten als Lebensgrundlage der Sylter Wirtschaft und des Gemeinwesens, solange diese ihre Abgaben geleistet haben und bauliche Anforderungen wie Brandschutz erfüllen können.“

Wer sind die Sylter Unternehmer❓
Wir sind ein Verein mit 630 Mitgliedern, die mehrere tausend Mitarbeiter auf der Insel beschäftigen.
Der Vorstand besteht aus 18 Sylter Unternehmerinnen und Unternehmern aus den Branchen Einzelhandel, Großhandel, Handwerk, Gastronomie, Finanzdienstleistung, Ferienvermietung, Immobilien, Schifffahrt / Verkehr, Gesundheitswesen, Rechtsberatung und Landwirtschaft.
Der gesamte Vorstand steht zu seiner Verantwortung für tausende Arbeitsplätze und den positiven Fortgang der Insel Sylt.

Wir stehen mit unseren Namen in der Öffentlichkeit. Wir stehen unseren Mitgliedern jährlich Rede und Antwort auf der Jahreshauptversammlung. Wir werden alle zwei Jahre demokratisch legitimiert durch Wahlen.
Allein die Vorstandsmitglieder überweisen monatlich Lohn und Gehalt an rund 600 Mitarbeiter. Wir alle investieren in die Wirtschaft und Wohnraum für die Insulaner.
Wir stehen mitten im Leben. Wir verstehen etwas von dem, über das wir reden.

Wer ist „Merret Reicht´s“❓
MR gibt vor, für „die Sylter“ zu sprechen. Dabei verzichtet die Gruppe auf eine demokratische Legitimierung wie die politischen Parteien und Wirtschaftsverbände wie SU, STV und Dehoga.

Was sind die Ziele von MR❓ Welche Lösungswege werden gesucht und plausibilisiert❓
Welche Fachkompetenz befähigt MR sich derart vehement zu äußern❓
Aus der Anonymität heraus bei Facebook scharf zu schießen ohne Ross und Reiter zu nennen, spricht für sich ❗

Gut gemeint ist nicht gut gemacht ❗
Die SU agiert transparent und klar mit offenem Visier. Wir suchen Gespräche zu Politik und auch mit MR haben wir stundenlang diskutiert.
Wir laden zu öffentlichen Fachvorträgen ein, die unsere Thesen erörtern und belegen.

Der eindimensionale Ruf von MR nach „weniger Ferienwohnungen und mehr Dauerwohnraum“ hält keiner betriebs- und volkswirtschaftlichen Betrachtung stand.
Ideologische Dogmatik spaltet die Gesellschaft und schadet der Insel und ihren Bewohnern.

Doppelmoral-Standards ❓
Es ist leicht Unternehmenslenkern vorzuwerfen, dass diese Eigeninteresse hätten.
Selbstverständlich haben sie diese! Der Bäcker, der Einzelhändler, der Makler und Ferienvermieter möchten weiterhin die Gehälter der Mitarbeiter bezahlen und die getätigten Investitionen in den Standort Sylt sichern. Soll das verwerflich sein❓

Bekannte Köpfe von MR sind nach unserer Kenntnis Susanne Matthiessen, Birte Wieda, Katharina Kress und laut eigener Pressemitteilung auch Silke von Bremen. Zur Ehrlichkeit gehört dazu, dass die Protagonistinnen und ihr direktes Umfeld von Millionenvermögen profitieren, die mit dem Tourismus und dem Verkauf von Immobilien an Investoren gemacht wurden.

Klarstellung 100 % + X:

✔ Wir wollen nicht mehr Betten. Das äußern wir immer wieder öffentlich klar und deutlich.

✔ Die kommunalen Haushalte machen Minus. Um den gemeindlichen Verpflichtungen nachkommen und die Investitionen in die Infrastruktur für die Sylter darstellen zu können, muss die Wirtschaftskraft gesteigert werden. Der Verlust von touristischen Betten konterkariert diese Notwendigkeit.

✔ Eine Steigerung der Wirtschaftsleistung kann durch Investitionen in Qualität, Saisonverlängerung, Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe etc. erfolgen.

Klarstellung Dauerwohnraum:

✔ Wir setzen uns für die Schaffung von nachhaltig gesichertem und attraktivem Dauerwohnraum ein.

✔ Wir befürworten, dass in jedem Haus eine Dauerwohnung festgeschrieben wird.

✔ Wir befürworten, dass die Steuern und Abgaben aus dem Tourismus sowie den Zweitwohnungen für die Förderung von Dauerwohnraum verwendet werden.

Klarstellung Wirtschaftsleistung = Arbeitsplätze:

✔ Die Inselwirtschaft ist nahezu ausschließlich vom Tourismus als Leitökonomie abhängig.

✔ Selbstverständlich gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Wirtschaftsleistung und der Anzahl an Arbeitsplätzen.

✔ Dafür bedarf es keines Beleges, das ist elementares wirtschaftliches Grundverständnis.

➡ „Sylt braucht nicht mehr touristische Betten,
kann sich jedoch nicht weniger leisten.“

📣 Appell an die Politik

Wir vertrauen darauf, dass die Inselpolitik bei dieser wichtigen Entscheidung auf die geballte Expertise und den Warnruf der Wirtschaft vertraut.

Denn klar ist, wenn die Insel nicht schnell und entschieden dem Wegfall der Betten entgegentritt, wird der Schaden für uns alle immer größer werden, ohne dass das gewünschte Ziel der Dauerwohnraumschaffung erreicht werden wird.

Eine starke Wirtschaft ist die Grundlage guter Arbeitsplätze, gesunder Gemeindefinanzen und der Möglichkeit, in sicheren und attraktiven Wohnraum zu investieren.

✍ Gezeichnet der Gesamtvorstand

Bleicke Andersen, Sylter Landschlachterei
Susanne Behrens, Apothekerin
Ines Dreisow, Schornsteinfegermeisterin
Lena Heiliger, Rechtsanwältin
Karl-Max Hellner, Hellner Moden etc.
Simone Hogrebe, Finanzdienstleistung
Raphael Ipsen, Medienmanufaktur Sylt / Ipsen Getränke
Melanie Jacobsen, Sylter Bonscherei
Jürgen Kamp, Finanzierungsvermittlung
Ole König, König Appartement Sylt
Tobias Lagmöller, Adler Schiffe
Björn Lieken, Restaurants Manne Pahl / Pius on the beach
Peter Peters, Peter Peters Immobilien
Thomas Raffelhüschen, Bäckerei Raffelhüsschen
Jan-Hendrik Rose, Hotel Sylter Hahn, Restaurant Coast etc.
Helen Thomsen, Tischlerei Michael Thomsen GmbH
Carsten Wegst, WEGST SYLT
Alexander Wirth, AW Fashion Group

🚨 SOS Sylt: Der Hilferuf der Sylter Unternehmer„Jedes Bett mit Mann und Maus verteidigen!“ Der jüngste Podcast-Auftritt ...
26/06/2026

🚨 SOS Sylt: Der Hilferuf der Sylter Unternehmer
„Jedes Bett mit Mann und Maus verteidigen!“

Der jüngste Podcast-Auftritt des Sylter Unternehmerchefs Ole König, sein „Hilferuf“ im 𝑆𝑦𝑙𝑡𝑒𝑟 𝐽𝑜𝑢𝑟𝑛𝑎𝑙 wirft Fragen über die strategische Ausrichtung der Inselwirtschaft auf. Obwohl der Vorsitzende des mitgliederstärksten norddeutschen Wirtschaftsverbandes im Sylter Journal bereits zum dritten Mal die Gelegenheit hatte, seine politische Agenda und konkrete Zukunftskonzepte im Podcast zu erläutern, blieb der Auftritt ohne inhaltliche Tiefe. Anstelle von Lösungen für die aktuellen Herausforderungen prägten martialische Abwehrparolen den Talk – eine verpasste Gelegenheit zur ernsthaften politischen Debatte.

Dabei gäbe es für den Vorstand des Unternehmervereins viel zu tun, viel zu erklären und eine Menge Probleme zu lösen. Denn Sylt muss wieder auf die Beine kommen. Die Wirtschaft kämpft mit einbrechenden Umsatzzahlen, Kreditzurückhaltung bei den Banken, Leerstand in Geschäften – selbst in zentralen Lagen, Margendruck durch gestiegene Betriebskosten, Fachkräftemangel, der überlasteten Infrastruktur und einem schwachen Konsumklima plus steigender Inflation. Also wie kommt "Deutschlands Ferieninsel Nr. 1", wie kommen die „Deutschen Hamptons“, wie kommt die „Königin der Nordsee“ aus der Krise?

Den Lösungsweg beschreibt Ole König im Podcast so: indem man „jedes Bett mit Mann und Maus verteidigt.“ Es dürfe kein einziges Bett auf der Insel verloren gehen. „Wir wollen nicht mehr Betten, aber wir können nicht weniger.“ Denn darin schlafen die Menschen, die „nachher hier Bratwürste und Socken kaufen“, die dann wiederum für die notwendigen Steuereinnahmen sorgen.

+++ Das Bett, die Bratwurst und die Socke. +++

Das Wort „Bett“ benutzt Ole König in 60 Minuten 23 mal. Der Grund liegt auf der Hand. Der Fokus der Debatte um eine Begrenzung des Ferienwohnungsbaus hat sich von der Fewo-Einheit auf das einzelne Gästebett verschoben. Und das nicht erst seit der Bauausschuss in seiner zurückliegenden Sitzung das Aus für touristische Kellerschlafzimmer beschlossen hat. Das Bett ist die neue Währung im Richtungsstreit. Die Entscheidung, die Betten im Keller zu verbieten (gilt nicht für Dauerwohnungen!) betrifft bislang ausschließlich das kleine Siedlungsgebiet im Norden von Westerland, das Gebiet des „B-Plan28“. Doch Ole König hat Sorge, dass dieser Beschluss Signalwirkung haben könnte. Und deshalb kämpft er energisch darum, dass diese Entscheidung zurückgenommen wird und begründet es mit dem erheblichen Rückgang des Gewerbesteueraufkommens innerhalb der Kommune.

Seine Kausalkette lautet:
Weniger Betten ➡️ Weniger Gäste ➡️ Weniger Einnahmen ➡️ Haushaltskrise

Mit Zahlen belegen kann er es nicht. Weil es nicht stimmt. Alle Betten sind noch da, ständig kommen weitere hinzu, trotzdem gehen die Steuereinnahmen zurück. (Die wenigen Stilllegungen, die die Kreisbauverwaltung bislang verfügt hat, liegen im mikroskopisch kleinen Bereich von 0,4% des Gesamtvolumens an vorhandenen Ferienbetten.)

Die eigentliche Ursache für den Rückgang der Steuereinnahmen verschweigt der Unternehmerchef: das lahmende Immobiliengeschäft. Hier liegt der wahre Grund für den Einbruch. 📉

Das lässt sich eindeutig mit Zahlen belegen. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) brachen die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer nach der Zinswende mitten in der Berichtsperiode (am Beispiel des 1. Halbjahres 2023) bundesweit um 33,5 % ein. Dies war der tiefste Stand seit sechs Jahren. Auf Sylt wirkte sich dies besonders stark aus, da das dortige Transaktionsvolumen im Luxussegment extrem zinssensibel reagierte und zeitweise fast vollständig zum Erliegen kam. Inzwischen ist Erholung spürbar, aber auf deutlich niedrigerem Niveau.

Mit dem Bauen, Handeln, Vermieten von Immobilien verdient Ole König sein Geld. Der spürbare Rückgang in diesem Marktsegment betrifft sein eigenes Geschäftsmodell und trifft ihn persönlich an der empfindlichsten Stelle. Auf dem Konto.

Wider besseres Wissen wiederholt Ole König die falsche Kausalkette gebetsmühlenartig und verbindet sie sogar noch mit einer Drohung. Ohne eine Rücknahme des Kellerbeschlusses müsse die Gemeinde die Hilfe für die Traditions- und Sozialträger streichen, so kettet er jeden Kindergartenplatz, die Unterstützung für die AWO, das KLM oder den Sölring Foriining an jedes einzelne Gästebett. Es ist der durchschaubare Versuch, die ureigenen Interessen der Immobilien- und Vermietungsbranche zu einer Überlebensfrage für das gesamte insulare Kultur- und Sozialleben aufzuwerten.

Königs Rhetorik folgt dem Muster der kollektiven Vereinnahmung: Er beansprucht das Mandat, für alle Insulaner zu sprechen, duldet dabei keinen Widerspruch. Wer nicht auf seiner Linie liegt, wird am Mikrofon des Sylter Journals pauschal diskreditiert – wahlweise als „dogmatisch-ideologisch“ verloren oder mit dem Verweis auf das biologische Alter („Ü70“) ins Abseits gestellt.

Er behauptet sogar im 𝑆𝑦𝑙𝑡𝑒𝑟 𝐽𝑜𝑢𝑟𝑛𝑎𝑙, der Wirtschaftsminister Claus-Ruhe Madsen vertrete zu „100 Prozent“ Königs Linie. Was ebenfalls nicht stimmt. „Merret reicht’s“ hat bei Claus-Ruhe Madsen nachgefragt. Seine Antwort: „Ich habe 𝒂𝒍𝒍𝒆 Sylter im Blick. Die Wirtschaft ist wichtig – wenn nicht sogar entscheidend. Aber das ist kein Freifahrtschein.“

Wenn König suggeriert, im Namen aller Sylter zu sprechen, verwechselt er die Bilanz seiner Klientel mit dem Wohl der Allgemeinheit. Dieser vermeintliche Konsens existiert nicht – und die herablassende Art, mit der er Andersdenkende im Studio abkanzelt, entlarvt den vorgeblichen Kampf für die Insel als das, was er ist: die Durchsetzung von Einzelinteressen auf Kosten der lokalen Gemeinschaft.

Der Unternehmerchef will 100%. Und wie er im Podcast-Studio sogar freimütig zugibt, fordert er sogar „Plus X“, 𝙃𝙪𝙣𝙙𝙚𝙧𝙩 𝙋𝙧𝙤𝙯𝙚𝙣𝙩 𝘽𝙚𝙩𝙩𝙚𝙣 𝙥𝙡𝙪𝙨 𝙓, anders ließe sich kein Wirtschaftswachstum erzeugen.

Das wird nichts werden. Wer sagt es ihm? Und wer erklärt dem Vorsitzenden des einflussreichen Wirtschaftsverbands, dass machtbewusste Attitüden kein stichhaltiges Argument ersetzen? Der Verlust von Wohnraum wiegt ungleich schwerer als der Verlust von Gästebetten. Der Verlust von Wohnraum bedeutet Verlust von Fachkräften, Familien, von Sylter Identität.

Königs Strategie gleicht dem Versuch, die Zukunft auszusperren, um die Privilegien der Vergangenheit zu sichern. Doch dieser Verteilungskampf ist längst verloren. Denn eines sollte auch dem umtriebigsten Unternehmerchef klar sein: Man kann den Herausforderungen einer neuen Zeit nicht mit einem Geschäftsmodell aus dem vergangenen Jahrhundert begegnen.

Es gilt das grundlegende Gesetz jeder gesunden Ökonomie: Evolution bedeutet nicht, dass der vermeintlich Stärkere gewinnt, sondern derjenige, der sich am besten anpassen kann.

Wer die Sendung nachhören will, hier ist der Link: https://open.spotify.com/episode/3kOx9Q0LSFctlbVYoPatPx?si=446367b8959c4ef9 Das KI-Foto ist dem öffentlichen Link entnommen.

News you can use. - Michael Rahn analysiert die Lage im Hamburger Abendblatt. Ausgabe vom 24. Juni 2026. (Bild anklicken...
25/06/2026

News you can use. - Michael Rahn analysiert die Lage im Hamburger Abendblatt. Ausgabe vom 24. Juni 2026. (Bild anklicken, dann ist es besser lesbar.)

B-Plan 28: Aus 10 werden 50 mögliche neue FerienwohnungenDer Bau- und Planungsausschuss hat den B-Plan 28 beschlossen. A...
10/06/2026

B-Plan 28: Aus 10 werden 50 mögliche neue Ferienwohnungen

Der Bau- und Planungsausschuss hat den B-Plan 28 beschlossen. Allerdings nicht in der Form, die Verwaltung, Kreis und Land zuletzt vorbereitet hatten.

Während die restriktivere Variante nur etwa zehn zusätzliche Ferienwohnungen ermöglicht hätte, könnten es nach den Beschlüssen des Ausschusses nun wieder bis zu 50 werden.

Damit hat sich die Politik deutlich von jener Linie entfernt, die nach den Einwänden von Kreis und Land eigentlich eingeschlagen werden sollte.

Zur Erinnerung:

Der ursprüngliche Entwurf hätte langfristig die Entstehung von bis zu rund 70 zusätzlichen Ferienwohnungen ermöglicht.

Genau dagegen hatten Kreis und Land erhebliche Bedenken angemeldet. Auch viele Bürgerinnen und Bürger hatten in ihren Stellungnahmen deutlich gemacht, dass sie eine weitere Ausweitung des Ferienwohnens ablehnen.

Die Verwaltung reagierte darauf und legte neue Vorschläge vor.

Variante 1 hätte langfristig etwa 10 zusätzliche Ferienwohnungen ermöglicht.

Variante 2 etwa 30.

Der Gedanke dahinter war klar: Dauerwohnen stärken, Ferienwohnen begrenzen und die Planung näher an die Vorgaben des Beherbergungskonzeptes sowie die Anforderungen von Kreis und Land heranführen.

Doch in der Sitzung kam es anders.

Kurz vor Beginn brachte die CDU einen neuen Antrag ein. Die entscheidende Änderung: Eine Begrenzung auf größere Grundstücke wurde gestrichen.

Die Folge ist erheblich.

Nach den Berechnungen der Verwaltung könnten nun langfristig bis zu 50 zusätzliche Ferienwohnungen entstehen.

Damit bewegt sich die Planung wieder deutlich in Richtung jener Größenordnungen, die zuvor von Kreis und Land kritisch bewertet worden waren.

Man muss keine Mathematikerin sein, um die Entwicklung zu erkennen:

70 mögliche neue Ferienwohnungen.

Dann 30.

Alternativ 10.

Und jetzt wieder 50.

Genau hier liegt der politische Kern der Debatte.

Denn der Konflikt dreht sich längst nicht mehr um einzelne Kellerzimmer, Formulierungen oder technische Details.

Er dreht sich um die Frage, ob die Gemeinde ihre eigenen wohnungspolitischen Ziele tatsächlich umsetzen will oder ob sie erneut mehr Ferienwohnungen zulässt, als ursprünglich festgelegt.

Beschlossen wurden außerdem:

✅ Maximal drei Wohnungen pro Gebäude

✅ Davon mindestens eine Dauerwohnung

✅ Zweitwohnungen ausgeschlossen

✅ Kein Ferienwohnen in Kellergeschossen

Doch die entscheidende Frage bleibt offen:

Sind die jetzt gefassten Beschlüsse überhaupt mit dem Beherbergungskonzept vereinbar?

Und entsprechen sie noch den Anforderungen von Kreis und Land?

Genau diese Fragen hatten zur Überarbeitung der ursprünglichen Planung geführt.

Die Verwaltung hatte viel Zeit investiert, um einen tragfähigen Kompromiss zu entwickeln, der den Einwänden der Fachbehörden Rechnung trägt.

Durch den Mehrheitsbeschluss von CDU und "Insulaner" steht nun erneut im Raum, ob die Planung am Ende überhaupt Bestand haben kann.

Bemerkenswert war auch die wirtschaftliche Argumentation einiger Befürworter weiterer Lockerungen.

Dabei wurde auf sinkende Gewerbesteuereinnahmen verwiesen und der Eindruck erweckt, Einschränkungen beim Ferienwohnen seien dafür verantwortlich.

Für diese Behauptung gibt es bislang jedoch keinen belastbaren Nachweis.

Der Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen fällt vielmehr in eine Zeit deutlich geringerer Bautätigkeit und eines stark verlangsamten Immobilienmarktes. Weniger Bauprojekte, weniger Verkäufe und weniger Investitionen wirken sich unmittelbar auf die wirtschaftliche Dynamik der Insel aus. Die allgemeine Wirtschaftsflaute ist auch auf Sylt angekommen.

Ferienwohnungen selbst tragen zudem nur begrenzt zum kommunalen Steueraufkommen bei. Die meisten Eigentümer leben gar nicht auf Sylt. Ihre Einkommensteuer wird nicht auf der Insel gezahlt, sondern an ihren Wohnorten, in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, München oder anderswo. Das Geld bleibt also nicht auf der Insel, sondern wandert in den Rest der Republik.

Deshalb greift es zu kurz, den Rückgang kommunaler Einnahmen mit den vom Kreis stillgelegten Ferienwohnungen zu erklären. Für diese Behauptung fehlt der Beleg.

Die eigentliche Frage lautet:

Wie viele zusätzliche Ferienwohnungen will Sylt künftig zulassen?

Und wie ernst meint es die Gemeinde mit dem Ziel, Dauerwohnen tatsächlich zu sichern?

Nach der Sitzung vom Montag ist diese Frage offener denn je.

B-Plan 28: Verhandlungen gehen weiterCDU bringt überraschend neuen Antrag einZwei Jahre und kein Ende. Das Drama um den ...
09/06/2026

B-Plan 28: Verhandlungen gehen weiter
CDU bringt überraschend neuen Antrag ein

Zwei Jahre und kein Ende. Das Drama um den B-Plan 28 geht in die nächste Runde. Mehr als hundert Zuschauer wurden am Montagabend Zeugen, wie ein mühsam ausgehandelter und mit dem Kreis Nordfriesland abgestimmter Kompromiss erneut im Bauausschuss scheiterte. Die CDU brachte im letzten Moment einen neuen Antrag ein und pulverisierte durch diesen Winkelzug den erarbeiteten Entwurf. Weil Markus Gieppner (Insulaner) mal so und mal so mitstimmte, blieb von der ursprünglichen Vorlage nicht mal die Hälfte übrig. Beschlüsse wurden zwar gefasst, doch ob sie auch rechtssicher Bestand haben können, müssen weitere Prüfungen von Kreis und Land ergeben.

Die Einigung steht – wie schon viele Male zuvor – in Frage. Denn das Abstimmungsdurcheinander bedeutet für die Zukunft schon wieder einen möglichen Aufwuchs von 50 weiteren Ferienwohnungen. Ein klarer Verstoß gegen das Beherbergungskonzept. Wieder einmal.
So sollen künftig in dem kleinen Wohngebiet im nördlichen Westerland pro Gebäude nun doch bis zu drei Wohnungen erlaubt sein, davon mindestens eine Dauerwohnung.

Die von der Verwaltung vorgeschlagene Einschränkung, dass dies nur bei einer Grundstücksgröße von mindestens 700 Quadratmetern erlaubt sein sollte, wurde auf Antrag der CDU gestrichen. Markus Gieppner lieferte die entscheidende Stimme für diese Entscheidung.

Keller dürfen laut Beschlusslage künftig nicht mehr für Ferienwohnen genutzt werden. Auch hier lieferte Gieppner in der Abstimmung die entscheidende Stimme.

Ob das nun auch so umgesetzt werden kann? Wird sich irgendwann zeigen. Oder auch nicht.

Eigentlich war alles vorbereitet und inhaltlich geklärt. Angesichts der Tragweite dieser Richtungsentscheidung, hatte sich die Verwaltung Zeit genommen, den Kompromiss in Abstimmung mit Land, Kreis und Kommune sorgfältig auszuarbeiten. Auch der Sitzungstermin mit Tagesordnung stand lange fest. Doch dann - nur wenige Stunden vor Beginn der Sitzung - legte die CDU auf einmal neue Karten auf den Tisch. Und präsentierte, Simsalabim, einen frischen Antrag. Formal ist ein solch überfallartiges Vorgehen zwar möglich und rechtlich gedeckt. Klar ist aber auch, dass kaum ein Ausschussmitglied in der Lage gewesen sein dürfte, den überraschenden Antrag innerhalb so kurzer Zeit durchzuarbeiten und die vielen Details mit ihren tiefgreifenden Folgen für die Bevölkerung zu verstehen. Ungeklärt auch, ob alle Ausschussmitglieder ihre Mails rechtzeitig gecheckt haben? Zeit für professionelle Beratung? Null.

Dieser perfide Schachzug wirft ein trübes Licht auf die Kommune und die Methoden der CDU. Man möchte sich abwenden. Sylt 2026: Alle Brücken sind schon eingerissen, bevor man überhaupt losgegangen ist. Ein Lehrstück in Machtpolitik contra Konsenspolitik.

Und das ist noch nicht alles. Bitter war es auch für die Zuschauer. Mehr als hundert Menschen fanden sich im Friesensaal ein. Alles Insulaner, die teilnehmen wollten am politischen Geschehen, die sich ein Bild machen und persönlich erleben wollten, wie über die Zukunft ihrer Insel verhandelt wird. Sie erlebten den Tiefpunkt einer öffentlichen Debatte.

Die Präsentation der Verwaltung über den Beamer war nicht lesbar.
Die Akteure waren akustisch wenig bis gar nicht zu verstehen. Zu sehen waren sie auch nicht. Die Tagesordnung wurde exekutiert wie zu Kaisers Zeiten, als der Bürger noch Untertan hieß. Die Selbstdarstellung der politischen Akteure hatte Shakespeare-Niveau. Sie hätten auch Frühneuenglisch sprechen können. Man verstand nur Bahnhof. Die Inszenierung war eine glatte 6.

Besonders hervorzuheben:
➡️Carsten Kerkamm als Advokat des beherzten "Sowohl Als Auch" und Markus Gieppner, ausgestattet mit einem Tourismusexamen von der Facebook-Universität. Selbst die Bürgermeisterin sah sich teils gezwungen, beschwichtigend einzugreifen: „Der B-Plan 28 ist keine Blaupause.“ beteuerte sie unverdrossen. (Auf der anderen Seite des Saals saßen mehr als hundert Zuschauer als lebendiger Gegenbeweis.)

Den Verwaltungsmitarbeiterinnen überließ man sicherheitshalber gar nicht erst die Bühne, um auf falsche Tatsachenbehauptungen reagieren zu können. Aber dann! In der Rolle seines Lebens: Karl-Heinz Rüther als Grüner Hamlet, ein moralischer Kämpfer, der an der Last der Aufgabe des Wohnraumschutzes fast zerbrochen wäre. Ist er aber nicht.

Nicht nur für "Merret reichts" war das ein gebrauchter Abend. Gründerin Birte Wieda sucht nach Worten: „Es hätte ein Anfang für die ernsthafte Akzeptanz touristischer Grenzen sein können…“ Hätte, hätte, Fahrradkette.

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25980

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