28/05/2026
+++ Einsatz +++
⏰️ 27.05.2026
📟 Brand 5, Gebäudekomplex
📍Winterbach
🚒 WLF
Wir unterstützten nach Einsatzende im Bereich Atemschutz-Logistik und brachten die benutzten Geräte, Atemluftflaschen und Masken zur Atemschutzwerkstatt im LBZ Hasborn-Dautweiler.
Winterbach. Am Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand nach Winterbach alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte war bekannt, dass sich möglicherweise noch zwei Personen im Gebäude befinden sollen. Aufgrund dieser Meldung wurde das Alarmstichwort umgehend erhöht und weitere Kräfte nachalarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen die rückwärtigen Bereiche mehrerer Wohnhäuser bereits in Vollbrand. Das Feuer hatte sich innerhalb eines Reihenhauskomplexes ausgebreitet und drohte auf weitere Gebäudeteile überzugreifen. Durch einen massiven Löschangriff konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert werden.
Die beiden vermissten Personen wurden bereits vor Eintreffen der Feuerwehr durch aufmerksame Nachbarn in Zusammenarbeit mit der Polizei über eine Leiter aus dem Gebäude gerettet. Die Brandbekämpfung wurde über zwei Drehleitern sowie mit mehreren Trupps im Innen- und Außenangriff eingeleitet. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über soziale Medien aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Im weiteren Einsatzverlauf wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt. Hierzu mussten unter anderem Dachbereiche geöffnet und die betroffenen Gebäude fortlaufend mittels Wärmebildkamera auf weitere Glutnester kontrolliert werden. Zur Unterstützung der Maßnahmen kam zudem ein Teleskoplader zum Einsatz, der hinter den Gebäuden das Brandgut auseinanderzog. Ebenfalls wurde ein Hund aus einem der betroffenen Gebäude gerettet und anschließend zur weiteren Versorgung in eine Tierklinik verbracht.
Zwei Bewohner wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
Während des Einsatzes wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet. Ein Baufachberater des THW begutachtete die Gebäude im weiteren Verlauf. Der gesamte Gebäudekomplex gilt derzeit als unbewohnbar.
Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Schadens können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.
Der Einsatz dauerte rund sechs Stunden an. Eine große, kräftezehrende Belastung stellte zudem die enorme Außentemperatur von über 30 Grad im Schatten in Kombination mit schwerer körperlicher Arbeit in dicker und schwerer Schutzausrüstung, größtenteils unter Atemschutz dar.
Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte der Feuerwehr St. Wendel, des Technischen Hilfswerks, des Rettungsdienstes, des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Polizei. Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle gebunden.
Beteiligt waren die Löschbezirke Winterbach, Bliesen, Kernstadt, Urweiler, Mittleres Ostertal (ELW), Werschweiler (Bereitstellungsraum), Alsweiler, Marpingen (TLF), Hasborn (Atemschutz), Bergweiler-Sotzweiler, Freisen (Teleskoplader), Oberthal-Gronig sowie Ottweiler (DLK). Zusätzlich unterstützten der THW OV St. Wendel, der THW-Baufachberater, der Katastrophenschutz des Landkreises St. Wendel, der Rettungsdienst, die Polizei, die Notfallseelsorge, der DRK OV St. Wendel sowie der DRK-Kreisverband St. Wendel die Maßnahmen an der Einsatzstelle.