WIR Wählerinnen und Wähler im Rat Titz

WIR  Wählerinnen und Wähler im Rat Titz Der Wille des Bürgers soll wieder im Mittelpunkt politischen Handelns stehen und Entscheidungen offen und transparent dargelegt werden.

Die 6. Ratssitzung, abgehalten am Donnerstag, den 09.07.2026, fokussierte sich aus meiner Sicht auf folgende Kernpunkte:...
10/07/2026

Die 6. Ratssitzung, abgehalten am Donnerstag, den 09.07.2026, fokussierte sich aus meiner Sicht auf folgende Kernpunkte:
Vorrangig ist zu erwähnen:
Aus persönlichen Beweggründen habe ich (Wolfgang Muno) in der Ratssitzung bekanntgegeben, dass ich beabsichtige, die W.I.R. -Fraktion zum Ende des laufenden Monats zu verlassen.
Wie Andreas Bourani treffend in seinem Lied singt: "Mein Herz schlägt schneller als deins, ......."
Als Ratsmitglied ohne Zugehörigkeit zu einer Fraktion werde ich der Gemeinde sowie ins besondere den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin erhalten bleiben.
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Aus diesem Grunde ist anzunehmen, dass dies die abschließende W.I.R.-Information über das Medium Facebook darstellt.
Natürlich empfinde ich Bedauern bezüglich dieses Schrittes, zumal die Akzeptanz der W.I.R. Facebookseite signifikant angestiegen ist.
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Aber richten wir nun unser Augenmerk auf die Sachthemen.
Nachdem im Bauausschuss der Tagesordnungspunkt „Energetische Sanierung des Rathauses“ vom nichtöffentlichen in den öffentlichen Teil verschoben wurde, auf meinen Antrag hin, habe ich zu Beginn der Ratssitzung zwei Anträge gestellt.
Es war aus meiner Sicht unverständlich, warum diese Tagesordnungspunkte im nichtöffentlichen Teil behandelt werden sollten.
1.
Tagesordnungspunkt 'Sanierung der L 12 zwischen Ameln und dem Kreisverkehr Titz durch das Land NRW'
Dieser Antrag wurde für mich in soweit zufriedenstellend gelöst, da die Verwaltung ausführlich, unter Mitteilungen, auf den Punkt eingegangen ist und offen den Sachverhalt dargestellt haben.
Wann hätte den Punkt aber auch in einem öffentlichen Tagesordnungspunkt und in einem nichtöffentlichen Tagesordnungspunkt teilen können.
2.
Tagesordnungspunkt 'Beteiligung der Neuland Hambach GmbH an der RWE Neuland Erneuerbare Energien GmbH;
hier: Zwischenfinanzierungsbedarf der Neuland Hambach GmbH'
Es wurde durch den Bürgermeister beschlossen, diesen Tagesordnungspunkt auf die nächste Sitzung zu verschieben, um zuvor Rechtssicherheit darüber zu erlangen, ob die Ablehnung des Antrags rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Lass uns geduldig bleiben und sehen, was passiert ....

- Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner
Die Fragestunde hatte zwei Schwerpunkte und war etwas länger als geplant:
1. Fragen bezüglich Finanzen und Grundsteuer --> bitte die noch kommende Niederschrift lesen.
2. Petition bezüglich der Bauhöhe des Baugebiets Mörikestraße.--> bitte die noch kommende Niederschrift lesen.
- Stellungnahme der Landgemeinde Titz zum Projekt: Revierbahn West – Festlegung der bevorzugten Trassenvariante
Die Gemeinde schlägt die Trassenführung über Jackerath - Titz vor. Wird wahrscheinlich auch vom Kreis befürwortet.
- Neuaufstellung des Brandschutzbedarfsplanes der Landgemeinde Titz
Hier kommt es nach Zusammenlegung von Feuerwachen zu einer veränderten Feuerwachen Situation.
- 1. Änderung des Bebauungsplans Titz Nr. 33, Ortslage Titz, gelegen im Bereich Mörickestraße; hier:
Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 Abs. 1 BauGB
Der Investor hätte gerne eine Erhöhung aller Bauvorhaben auf 10,5 Meter Firsthöhe, was natürlich zu einer sehr großen Beeinträchtigung der bestehenden Anwohner führt.
Leider ist dies mir allen Stimmen des Rates, bis auf einer, ihr dürft mal raten welcher, befürwortet und in die weitere Vorgehensweise geleitet worden.
Die Anwohner werden das wohl ein bisschen anders sehen!
- Energetische Sanierung des Rathauses (Bestandsgebäude) durch das Förderprogramm „Energetische Sanierung kommunaler Gebäude im Rheinischen Revier“
Es ist ja noch nichts entschieden, zumal wir erst am Ende des Jahres eine Zusage des Förderungsbescheides bekommen und danach entscheiden können ob wir das wirklich machen.
Enttäuschen war nur, dass nur eine Variante zur Abstimmung gelangt ist.
Die komplette Rundumsanierung mit allem.
Nicht aber verschiedene Varianten abgestimmt wurden, wie z.B. ohne neue Fenster, die ich bevorzugt hätte.
Deshalb, der gesamte Rat hat mit JA gestimmt, bis auf Einer.
Ich komme mir vor wie das kleine gallische Dorf mit Asterix in der heutigen Bretagne, der aber leider nicht erfolgreich Widerstand leisten kann….
Dafür benötige ich die Bevölkerung .....
- Mitteilungen und Anfragen
Wie schon oben beschrieben, habe ich meinen Rückzug aus der W.I.R. Fraktion bekannt gegeben.

Es gab aber noch etwas anderes erwähnenswertes:
Ratsmitglied Günter Thönneßen hat am 18. Juni 2026 gegenüber dem Wahlleiter der Kommunalwahlen 2025,
Allgemeiner Vertreter Michael Biermanns, sowie Bürgermeister Jürgen Frantzen zur Niederschrift erklärt, mit
sofortiger Wirkung auf sein Ratsmandat zu verzichten.
Er ist daher aus dem Rat der Landgemeinde Titz ausgeschieden.
Die AFD hat somit momentan keinen Fraktionsstatus mehr.
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Zum Abschluss:
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
hinter uns allen liegen Monate intensiver politischer Arbeit, voller Diskussionen bezüglich der Steuererhöhungen, wegweisender Entscheidungen und unzähliger Termine, die das Leben in unserer Kommune rasant gestaltet haben.

Nun ist es Zeit, bewusst den Gang herauszunehmen.

Die Sommerferien stehen vor der Tür und bieten uns allen die perfekte Gelegenheit, die Hektik der vergangenen Monate hinter uns zu lassen.
Nutzen Sie die kommenden Wochen, um abzuschalten, Zeit mit der Familie zu verbringen und die Akkus wieder aufzuladen.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine erholsame, sonnige und stressfreie Ferienzeit.
Kommen Sie gesund und voller neuer Energie durch den Sommer!

27/06/2026

Unser Statement zur Steuerbelastung

In Titz haben sich die Steuerbelastungen durch zum Teil drastische Erhöhungen der Realsteuern deutlich verschärft.
Diese Hebesätze im Haushaltsplan der Gemeinde stellt somit die absolute Untergrenze dar, mit der Titz die gesetzlich vorgeschriebene Haushaltskonsolidierung gerade noch rechtfertigen kann, ohne die Bürger vollends finanziell zu überlasten.
Ob es bei diesen Steuersätzen bleibt, ist rechtlich und wirtschaftlich sehr unsicher.
Dass der Gemeinderat die Hebesätze letztlich auf den gedeckelten Kompromiss festgesetzt hat, liegt an einem intensiven monatelangen Abwägungsprozess:
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Dieser beinhaltet:
• Enormer öffentlicher Druck
• Gefahr von Existenzängsten
• Intervention des Bundes der Steuerzahler
• Erarbeitung eines Sparpakets durch die Fraktionen
• Zukünftige strukturelle Kürzungen
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Die beschlossenen Erhöhungen sind aber lediglich ein Baustein
Ohne tiefgreifende Einsparungen und eine Senkung der
Kreisumlagen ist der Haushalt langfristig nicht zu sanieren.
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Und, so glauben wir, sollte die Politik versuchen, die Sätze in Richtung der ursprünglich diskutierten 1.200 % oder mehr anzuheben, ist mit erheblichem politischem Widerstand der Bürgerinitiative zu rechnen.

27/06/2026

Unser Statement zur Haushaltslage
Die finanzielle Lage der Gemeinde ist desaströs!
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Nehmen wir das Jahr 2021 als Ursprung:
Der Gemeinderat beschloss 2021 eine deutliche Erhöhung der Grundsteuer-Hebesätze, um die „künftige Handlungsfähigkeit“ zu sichern und ein Haushaltssicherungskonzept formell zu umgehen.
Zu diesem Zeitpunkt war bereits die strukturelle Unterfinanzierung sichtbar und echte Einsparmaßnahmen wären nötig gewesen.
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Dann das Jahr 2023 und die Aufzehrung der Rücklagen:
Im Haushaltsjahr 2023 musste die Verringerung der allgemeinen Rücklage vom Landrat genehmigt werden.
Anstatt strukturell gegenzusteuern, wurde das Haushaltsloch über Buchungsfiktionen und Rücklagenvorträge überbrückt.
Bestenfalls hätte hier eine kontrollierte Konsolidierung einsetzen müssen, bevor das Eigenkapital restlos aufgebraucht war.
Alles das ist nicht passiert!
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2026:
Die Rücklage der Gemeinde deckt die Schulden nicht mehr:
Rechnerisch übersteigt allein der erlaubte Rahmen für die Liquiditätskredite (33 Mio. €) das gesamte verbliebene Eigenkapital der Allgemeinen Rücklage (22,96 Mio. €) bei Weitem.
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Die Gemeinde lebt nun massiv auf Pump.
Was können die Bürgerinnen und Bürger dafür?
Nichts, sie dürfen nur bezahlen.

25/06/2026

Einwohnerversammlung zum Haushalt vom Mittwoch, 24. Juni⋅18:30 Uhr
Was sollte das?
Es könnte der Eindruck entstehen, dass der Zweck dieser Veranstaltung ausschließlich darin bestand, sagen zu können:
„Wir haben eine Einwohnerversammlung abgehalten.“
Der geplante Ablauf war:
Block „Verwaltung“
Kurze Fragerunde aus dem Plenum moderiert durch Volker Uerlings an den Bürgermeister oder ggf. Mitglieder des Verwaltungsvorstands
Block „Fraktionen“
Fraktionsvorsitzenden mit Statements zur Haushaltslage und Steuerbelastung und kurze Fragerunde aus dem Plenum.
Block „Kreis Düren“
Landrat Dr. Ralf Nolten sowie Kämmerer Dirk Hürtgen in einem Kurzinterview /Statements
Fragerunde zum Abschluss aus dem Plenum
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Keine Präsentation und keine neuen Informationen zu den laufenden Einsparungsaktivitäten lagen vor.
z.B. Wie wurde die Anfrage bezüglich des Gemeindekindergartens vom Kreis aufgenommen?
Natürlich war es möglich, dem Bürgermeister und der Verwaltung Fragen zu stellen;
diese hätten sich jedoch erst aus der nicht vorhandenen Präsentation und den dazugehörigen Informationen ergeben.
So blieben die gestellten Fragen sehr überschaubar.
Unserem Landrat Dr. Ralf Nolten wurde eine prächtige Bühne bereitgestellt, die er gemeinsam mit unserem Bürgermeister in Szene setzen konnte.
Aber mal ehrlich:
Welchen konkreten Nutzen haben die anwesenden Gäste daraus gezogen?
Der Kämmerer Dirk Hürtgen hat seinen Sitz nicht einmal verlassen und keine Stellungnahme abgegeben.
Der für mein Empfinden wichtigste Programmpunkt, nämlich die Stellungnahmen der Fraktionen, sprich der politischen Entscheider, zu Haushalt und Steuerbelastung, wurde aus Rücksicht auf die durch die Wärme entstandene Belastung für die Gäste sowie aufgrund der langfristigen Redebeiträge von Landrat und Bürgermeister vorsorglich abgesagt und die Veranstaltung daraufhin beendet.
Das wäre die Gelegenheit gewesen, der Politik, die gemäß der Aussage unseres Bürgermeisters maßgeblichen Einfluss besitzt und nicht er selbst, aufmerksam zu lauschen und durch gezielte Fragestellungen weiterführende Informationen zu erlangen.
Aber dies schien offenbar nicht von ausreichender Bedeutung zu sein, weshalb der Punkt gestrichen wurde.
Auf meinen Einwand hin war die W.I.R. in der Lage, die Stellungnahmen zur Haushaltslage und Steuerbelastung rasch vorzutragen; eine Diskussion war jedoch ausgeschlossen.
Die anderen Fraktionen, die dem Haushalt zugestimmt hatten, haben sich bedauerlicherweise nicht geäußert.

Unsere Stellungnahmen zur Haushaltslage und zur Steuerbelastung werde ich zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen, da der Beitrag andernfalls zu umfangreich wäre, um ihn bei der aktuellen Temperatur zu lesen.

24/06/2026

"Wer die finanziellen Herausforderungen der Gemeinde reflektieren möchte, sollte unsere Haushaltsreden der Jahre 2024 und 2025 berücksichtigen."
Vielleicht werden dadurch die Gründe für unsere Geldprobleme ein bisschen klarer.
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Haushaltsrede 2024
Sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung
sehr geehrte Frau Toussaint,
sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen des Gemeinderates,
sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen,
Auch von unserer Seite gilt erst einmal der Dank der Verwaltung, die wieder viel Arbeit in die Aufstellung des Haushaltes gesteckt und für Fragen jeder Zeit zur Verfügung stand.
Das war für diesen Haushalt nicht leicht.

Aber W.I.R. stimmen dieses Jahr dem Haushalt nicht zu.

Das hat nichts damit zu tun, dass er unkorrekt aufgestellt ist.
Er ist wie jedes Jahr sauber erstellt und darum haben wir uns die letzten Jahre immer enthalten.
Inzwischen gibt es aber kaum noch Einflussmöglichkeiten – es wird zu viel von außen bestimmt.
Und darum finden wir, dass es keinen Sinn macht immer und immer wieder zu versuchen einen Haushalt ohne Haushaltssicherungskonzept aufzustellen.
Soweit waren wir schon einmal 2017.
Da schwebte das Damokles-Schwert über der Landgemeinde, zum
Glück brauchten wir das Konzept dann doch nicht.
Aber es war schon ein Plan erstellt, um innerhalb von 10 Jahren mit
regelmäßiger moderater Erhöhung der Grundsteuern dann eine
schwarze 0 zu schreiben.
Jetzt sind wir fast vor 2027 und es hat sich nichts geändert.
Wir heben Jahr für Jahr die Grundsteuern an und sind weiter denn je von der schwarzen 0 entfernt.
Die Folge: irgendwann ist die Kommune Pleite – in dem unser
Eigenkapital aufgebraucht ist.
Da das aber gesetzlich nicht möglich ist, werden immer wieder
vom Land oder Bund buchhalterische Tricks angewandt.
Denn die Landgemeinde Titz ist nicht die einzige Kommune die mit dem Rücken zur Wand steht.
Zuerst war es ab 2004 die Umstellung von der Kameralistik auf NKF.
Jetzt sind inzwischen 20 Jahre vergangen und die Kommunen stehen wieder mit dem Rücken zur Wand.
Es war nur ein Aufschub – allerdings wurde diese Zeit nicht für
Änderungen in der Kommunalfinanzierung genützt.
Dann im Rahmen der Corona-Krise und des Ukraine-Krieges wurden die Schattenhaushalte erlaubt ja sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Das alles belastet eigentlich in Wirklichkeit die Zukunft unserer
Gemeinde bzw. die nächsten Generationen.
Als Beispiel: die beiden Schattenhaushalte (Corona und Ukraine)
werden ab 2025 ff. über 50 Jahre abgeschrieben, d.h. jeweils ein
Fünfzigstel mit in den Haushalt als Ausgabe aufgenommen.
Das sind alleine für 2026 und für 2027 jeweils 143.725€ - nachzulesen in den Planzahlen im Haushaltsentwurf.
Ich werde das Ende dieser Abschreibungen sehr wahrscheinlich nicht mehr erleben, da ich über 60 Jahre bin – evtl. geht es anderen der Anwesenden genauso.
Es kann doch nicht sein, dass wir immer wieder alles auf die nächsten Generationen weiter geben.
Und jetzt dürfen Schulden in nächste Haushaltsjahre verschoben
werden, da Bund und Land die Kommunen nicht monetär unterstützen.
Als ich 2009 das erste Mal in die Politik kam und 2010 den ersten
Haushaltsplan sah, war mein Gedanke:
Wenn das ein Unternehmen aus der freien Wirtschaft wäre, hätte es
schon den Insolvenzverwalter im Haus.
Ich komme beruflich aus dem HGB-Bilanzierungsrecht.
Zum Glück fielen in einigen Jahren die Jahresendabrechnungen dann nicht ganz so negativ aus.
Allerdings aber auch nur in den Jahren 2017, 2019 und 2022.
Diese Überschüsse aus der Haushaltsrücklage sind inzwischen auch
wieder aufgebraucht. Der Kreis hat diese Probleme nicht er und braucht nicht zu sparen.
Er kann durch Jugendamtsumlage und Kreis Umlage immer einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen.
Aber diese Steigerungen gehen zu Lasten der kreisangehörigen
Kommune und auch unserer Landgemeinde.
Da haben wir wenig Einfluss drauf – es sei denn: ein „NEIN“ zum
Kreishaushalt durch unsere Kreis Vertreter.
Auch wenn die Bürgermeister zwar jedes Jahr die gemeindliche
Zustimmung verweigern, aber ändern tut sich damit nichts.
Wir haben als Landgemeinde viel auf den Weg gebracht:
Primus-Schule, neue Baugebiete, aber irgendwann kommen wir an
unsere Grenzen.
D.h. wir müssen uns unsere Ausgaben genau ansehen und auch nicht unter allen Umständen neue Projekte planen.
Damit beziehe ich mich insbesondere auf die Rathaus-Erweiterung.
Bei Planungskosten von 200.00€, wird die Realisierung mehrere
Millionen kosten.
In Zeiten, in denen durch immer mehr Home-Office ganze Bürokomplexe leer stehen, sollte es gut überlegt sein.
Zumal eine Planung
– erst einmal in einen Haushalt aufgenommen
– auch im Falle einer Haushaltssicherung
nicht von der Kommunalaufsicht abgelehnt wird.
Dann kommen die Ausgaben unweigerlich auf uns zu und belasten den Haushalt und führen zu höheren Grundsteuererhebungen.
Und andere freiwillig Ausgaben müssen entweder gekürzt oder
gestrichen werden.
Ein weiterer Punkt ist unser Kindergarten.
Fast alle kreisangehörigen Kommunen haben ihre Kindergärten
abgegeben.
Auch der Kreis selber baut Kindergärten, da der Anspruch auf einen
Kindergartenplatz beim Kreis liegt.
Und die Kitas in freier Trägerschaft klagen, dass sie auf Grund der Kreis AöR kaum Personal bekommen.
Das führt regelmäßig zur Erhöhung der Jugendamtsumlage.
Die Landgemeinde Titz hat eine gGmbH gegründet zur Aufnahme
unseres eigenen Kindergartens.
W.I.R. Beobachten das genau und wollen erst einmal abwarten, in wie weit das unsere zukünftigen Haushalte entlastet.
Aber wenn vom Kreis keine Übernahme der Trägeranteile kommt und uns dafür Gelder zugesichert werden für Projekte (Familienzentrum) die keine Pflicht sind, gibt es unserer Meinung nach nur eine Folge:
Abgabe des Kindergartens an den Kreis.
Davon sprechen wir seit Jahren in unseren Haushaltsreden.
W.I.R. werden das für zukünftige Haushaltsplanung auch weiter hin
prüfen und u.U. dann einen entsprechenden Antrag stellen.
Der dritte kritische Punkt aus unserer Sicht: die Strukturförderung im Rahmen der Schließung der beiden Tagebaue.
JA es ist wichtig sich jetzt schon Gedanken zu machen, wie geht es
weiter und JA es ist auch richtig, dafür zu planen.
Aber da zum Teil nur 80% der Kosten für die Maßnahmen von Bund
oder Land übernommen werden, sollten Projekte nur bei konkreter
Förderung übernommen werden.
Denn sonst bleiben die gesamten Kosten an der Gemeinde hängen.
Das sind unsere Gründe um den Haushalt dieses Jahr abzulehnen.

Ich danke hiermit noch einmal der Verwaltung für ihre Arbeit und bitte diesen Dank auch an die nicht anwesenden Verwaltungsmitglieder
weiter zugeben.
Herzlichen Dank fürs Zuhören.

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Haushaltsrede 2025

Sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung
sehr geehrte Frau Toussaint,
sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen des Gemeinderates,
sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen,

Vorab gilt erst einmal Unser der Dank an die Mitarbeiter der Kämmerei und der Verwaltung, die viel Arbeit und Zeit in die Aufstellung des Haushaltes gesteckt und für Fragen jeder Zeit zur Verfügung standen.

Der erste Satz wird einigen bekannt vorkommen:
als ich 2009 das erste Mal in die Politik kam und 2010 den ersten
Haushaltsplan sah, war mein Gedanke:
Wenn das ein Unternehmen aus der freien Wirtschaft wäre, hätte es
schon den Insolvenzverwalter im Haus.
An diesen Satz aus der vergangenen Haushaltsrede ändert sich auch in diesem Jahr eigentlich nichts.

Es bleibt weiterhin desaströs.

Bei Erträgen von ca. 28.1 Mio€ auf der einen Seite und Pflichtausgaben in Form von Verbandsumlagen 13.1 Mio€ (vorausgesetzt ich habe die Zahlen richtig in meinen Taschenrechner getippt) bleibt der Gemeinde nicht viel übrig (knappe 15 Mio€) für ihre freiwilligen Ausgaben.
Denn von diesen ca. 14,9 Mio€ - zur Verfügung stehenden Geldes
müssen noch Personalkosten, Kosten nach dem Asylleistungsgesetzen, Abschreibungen oder Zinsen berücksichtigt werden.
Diese habe ich erst einmal nicht mit einbezogen bei meiner Rechnung.
Auch das sind Pflichtaufgaben.
Folgerung:
Zum einen für unsere freiwilligen Ausgaben bleibt gar nichts übrig.

Und zum anderen: eigentlich müsste die Gemeinde Titz bei einem
derartigen Haushaltsdefizit, nach dem ersten Veränderungsnachweises in Höhe von 4.853.678€ und die Ausweisungen der Planjahre 2026-2028 eigentlich in die Haushaltssicherung.
Dass das nicht nötig ist, liegt an „Taschenspielertricks“ der
Landesregierung und nicht an vorhandenes Mittel.
Denn, wenn schon Bund, Land immer mehr Aufgaben an Kommunen und Kreise übertragen, dann sollten sie auch für die finanzielle Ausstattung aufkommen.
In meine Kritik schließe ich aber auch den Kreis mit ein:
denn die Landgemeinde Titz hat in den letzten Jahren durch ihre
Konsolidierungsbemühungen viele Einsparmöglichkeiten schon
ausgenützt, wie ihr auch durch überörtliche Prüfungen bestätigt wird.
Es ist richtig, dass es im Kreis auch Pflichtaufgaben gibt, aber dort wird auch viel Geld ausgegeben, für Projekte, Förderungen etc. (also freiwillig), da man sich, um einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen zu können das Geld bei den Kommunen über die Kreis Umlage wiederholen kann.
Es ist richtig, dass wir vieles auch auf den Weg gebracht haben:
Weiterentwicklung von Wohngebieten, eine gut funktionierende Schule usw.
Dafür war es richtig Geld auszugeben.
Aber wie hier im Rat schon einmal an andrer Stelle angesprochen,
sollten wir auch wenn es Fördermittel für Projekte gibt, trotzdem uns die Folgekosten anschauen.
Dazu ein Beispiel:
Es ist wichtig und gut, dass wir einen Strukturwandelmanager und eine Strukturwandel- und Nachhaltigkeitsmanagerin haben.
Das wären sonst Aufgaben, die die Verwaltung noch zum Tagesgeschäft erledigen müssten.
Und das sind sehr wichtige Themen für die Zukunft unserer Gemeinde.
Aber wenn das Land und der Bund uns davon nur zeitlich begrenzt die Personalkosten ersetzt, ist der Gemeinde auch nicht geholfen.
Alle weiteren Kosten:
Transferleistungen für Gutachten, Material etc. müssen aus unserem
Haushalt kommen.
Und was dann später die Umsetzung der entwickelten Konzepte betrifft, ist auch keine Finanzierung in Sicht.
„Einem nackten Mann kann man bekanntlich nicht in die Tasche greifen“, heißt es in einem bekannten Sprichwort.
Denn wo nichts ist, gibt es nichts zu holen
→ Damit meine ich, wo jetzt schon kein Geld vorhanden ist
(siehe Defizit) wird es auch in Zukunft schwieriger werden, welches
aufzutreiben.
Es sei denn wir erhöhen in den nächsten Jahren die Grundsteuern
exorbitant.
Denn Fördertöpfe aus Bund und Land sind meistens schnell
überzeichnet, da es ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein ist.
Und damit komme ich zu unserem abgelehnten Antrag (auch wenn er erst in den nächsten Jahren umsetzbar wäre) zur Abgabe der
Trägerschaft des Kindergartens.
Ich kann mich noch vor einigen Jahren erinnern, dass Sie Herr
Bürgermeister gesagt haben, wenn es mit den Finanzen so weiter geht, müssen wir eine Abgabe irgendwann in Betracht ziehen.
Wie hoch soll das Defizit dieser Gemeinde noch werden, bis dieser
Zeitpunkt bei Ihnen erreicht ist.
Auch wenn Sie sagen, die Einsparung wären nur 5% des Defizits – das ergibt aber bei einem Defizit von 4.853.678€ nach dem
1. Veränderungsnachweises auch immerhin 242.683€
(keine kleine Summe – dafür muss mancher sehr hart arbeiten).
Oder wollen sie warten bis die Gemeinde im
Haushaltssicherungskonzept ist und dann ein Sparkommissar das für uns arrangiert?
Unser Antrag wollte in keiner Weise die Arbeit der Mitarbeiter oder die Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum schmälern.
Uns ging es einzig und allein um den finanziellen Aspekt.
Wie schon beim Antrag gesagt, wir finden die geleistete Arbeit gut.
Aber bei Erhöhung der Grundsteuern um weiterhin eine Finanzierung zu sichern, sind sowohl junge Familien als auch ältere Bürger / - innen der Gemeinde betroffen.
Wir haben auf Grund der Diskussion zu diesem Punkt im Ausschuss gehört, das für 2025 der Zuschuss des Landes für das Familienzentrum (welches eine gute Sache ist und gute Arbeit leistet) genehmigt ist.
Aber was ist in den Folgejahren – kommt das Geld dann auch noch.
Evtl. müssen wir dann dafür auch noch aufkommen, wenn der Bund sich aus der Förderung zurückzieht.
Keiner kann in die Glaskugel schauen und die Zukunft bestimmen.
Und es wäre schade, wenn gute Projekte (wie das Familienzentrum)
dann wieder zurück gebaut werden müssten.
Ein weiterer Punkt, der uns im Haushalt aufgefallen ist, betrifft unsere Wirtschaftswege.
Es besteht weiterhin eine Diskrepanz zwischen Einnahmen und
Ausgaben.
Da stellen sich die Fragen:
Wie weit sind wir eigentlich mit einem Wirtschaftswegekonzept?
Wie werden die Reparaturen zurzeit abgerechnet (aus dem
Gemeindehaushalt oder nach KAG)?
Davon haben wir inzwischen auch schon länger nichts mehr gehört.
Wir hoffen, dass dieses Thema wieder in diesem Jahr aktueller wird.
Jetzt ist meine Rede doch länger geworden, als ich es ursprünglich
wollte. Aber es gibt viele Themen, die Landgemeinde Titz betreffen und die in der Zukunft bewältigt werden müssen.
Schade wäre es, wenn uns dafür die Finanzierung fehlen ausgehen
würde.

Ich danke hiermit noch einmal der Verwaltung für ihre Arbeit und bitte diesen Dank auch an die nicht anwesenden Verwaltungsmitglieder weiterzugeben.
Herzlichen Dank fürs Zuhören und ihre Geduld.

01/06/2026

Die 5. Ratssitzung vom Donnerstag, 28.05.2026 hatte aus meiner Sicht folgende Schwerpunkte:
Da ich aufgrund persönlicher Umstände die Vertretung der anderen Ratsmitglieder allein in der Ratsversammlung übernommen habe, sind die Punkte aus meiner individuellen Sichtweise verfasst und repräsentieren nicht die Perspektive der Fraktion.
- Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner
Die Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner verlief erstaunlicherweise eher ruhig.
Auch war der Andrang auf die Ratssitzung erstaunlich gering.
Aber ich hoffe es ist ein Anfang, für eine Bürgerbeteiligung, für die Zukunft gemacht.
- Neuer Antrag durch die CDU: Punkt Gemeinsame Erklärung des Gemeinderates
Natürlich ist es von Bedeutung, ein deutliches Zeichen gegen Hass und Hetze zu setzen.
Leider stießen mein Vorschlag, die Bürgerinitiative, welche sich zuvor öffentlich distanziert hatte, ebenfalls im Bild zu berücksichtigen, lediglich auf entsetzte Äußerungen einiger Ratskollegen.
Schade, dies hätte vermutlich in gewissem Maße zur Versöhnung beigetragen.
- „Sparliste“ eines externen „Sachverständigen“
Sparliste und die detaillierte Erläuterung der Verwaltung, welche sich über mehrere Seiten erstreckt, wurden erst sehr kurzfristig vor Fristablauf im System hinterlegt.
Ich bewundere meine Ratskollegen, die es binnen einer Stunde geschafft haben, sich eine fundierte Meinung anzueignen.
Mir war dies nicht möglich, weshalb ich dem Haushalt nicht zustimmen konnte.
Auch empfand ich die Erläuterung seitens der Verwaltung als zu simpel und einseitig.
Auch wenn die Sparliste lektorisch keiner Überprüfung unterzogen wurde, ist davon auszugehen, dass in der knappen zur Verfügung stehenden Zeit nahezu alle Zahlen präzise wiedergegeben sind.
Wenn dies nicht ausschließlich auf das Jahr 2026 anwendbar ist, sondern als Gesamtbetrag der Verschuldung beziehungsweise der Einsparungen zu betrachten ist.
Z. B. summieren sich 10 Jahre mit jeweils 200.000 € zu 2.000.000 € Schulden, die nicht aufgenommen werden müssen.
- Anregungen nach § 24 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen; hier: a) „Entwicklung langfristiger Konsolidierungs- und Einnahmestrategien für den kommunalen Haushalt“ b) „Einführung und Veröffentlichung von Folgekosten.
Kann man nur befürworten.
- Anregungen nach § 24 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen; hier:
Prüfung einer Änderung der Bauleitplanung im Bereich des geplanten PRIMUS-Quartiers
Hier habe ich nicht zugestimmt, da dadurch geringere Einnahmen aus der Grundstücksvermarktung entstanden wären.
Eine neue Mitte der Gemeinde Titz würde ich begrüßen, sofern die Kosten zufriedenstellend geklärt werden.
- Anregungen nach § 24 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen;
hier: „Bürgerforderung!!!“ betreffend Einbindung eines externen Sachverständigen.
Der Rat hat sich mehrheitlich dagegen entschieden.
Mein Kompromissvorschlag hinsichtlich der 2/3-Mehrheit wurde abgelehnt.
- Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Realsteuern der Landgemeinde Titz im Haushaltsjahr 2026 (Hebesatzsatzung)
1. Grundsteuer
1.1. für die Betriebe der Land- und Forstwirtschaft (Grundsteuer A) 1.099 v.H.,
1.2. für die Grundstücke (Grundsteuer B) 999 v.H.,
2. Gewerbesteuer 549 v.H..
Aus meiner Sicht sind die Hebesätze ausschließlich politisch motiviert.
Alle sind zufrieden: Es beträgt lediglich eine Steigerung von 25 %. Nächstes Jahr wieder 25 %? u. s. w.
Die Verpflichtungen bestehen, jedoch wird der Entstehungsprozess nicht mehr thematisiert.
Der Schuldige ist das Land und der Bund.
Ich frage mich nur wer Land und Bund regiert?
Es wird erforderlich sein, Schulden aufzunehmen, wobei die Zinsen zusätzlich anfallen.
Dem Antrag habe ich zugestimmt da er, in diesem Jahr, die Bevölkerung nicht zu sehr belastet.
Wir sind vergleichbar mit einem Frosch, der sich in warmem Wasser befindet, dessen Temperatur langsam, aber kontinuierlich ansteigt.
- Bebauungsplan Titz Nr. 58, Ortslage Titz, gelegen im verlängerten Bereich
„Zur Düppelsmühle“ sowie südlich der Fontanestraße;
Ich habe nochmals das Anliegen vorgebracht, dass die Anwohner der Fontanestraße und dem Bewirtschaftungsweg „Zur Düppelsmühle“ nicht an den Kosten beteiligt werden.
Die Fontanestraße soll nach Möglichkeit mit einem Schild „Durchfahrt verboten“ über 7,5 Tonnen ausgestattet werden, um den zu erwartenden LKW-Verkehr zu unterbinden.
Die geplante Verbreiterung „Zur Düppelsmühle“ auf 6 Meter führt dazu, dass sie in unmittelbar geringster Entfernung an Wohn- und Schlafzimmern der Gebäude auf der Lönsstraße vorbeiführt.
Was ist mit dem Schallschutz und den Erschütterungen?
Mein Vorschlag ist, dass die Erschließung über die Mörickestraße erfolgen sollte.

29/05/2026

Unsere Haushaltsrede am 28.05.2026

Sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung
sehr geehrte Frau Toussaint,
sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen des Gemeinderates,
sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen.
Vorab gilt erst einmal der Dank an die Mitarbeiter der Kämmerei und der Verwaltung, die viel Arbeit und Zeit in die Aufstellung des Haushaltes gesteckt und für Fragen jeder Zeit zur Verfügung standen.
Unsere Haushaltsrede steht natürlich unter dem Schwerpunkt der Grundsteuererhöhung und der Kürzungen von Leistungen.

Der Blick in die Vergangenheit
Finanzpolitisch sollte man nicht starr in die Vergangenheit schauen, auch wenn das schwerfällt.
Wie war es mit unserem Antrag, schon vor Jahren, den Kindergarten an den Kreis abzugeben, unser NEIN zum Bau des Rathausanbaues und unsere Bedenken uns mit dem BIDU Vergleich zu sehr einzuengen und die Kosten unnötig zu erhöhen?
Dies ist mehrheitlich im Rat anders entschieden worden.

Wie sieht die langfristige Planung aus?
Der Blick nach vorne zählt, wirft aber Fragen auf.
- Wie steht es finanziell um das Primus Quartier?
- Wie wird der Sportplatz bezahlt der vorher versetzt werden muss?
Zumal, wie es aussieht, wir keinen Zuschuss der Landesregierung bekommen.
- Wie sieht es in der Zukunft mit den Beteiligungen in den Zweckverbänden aus?
- Wollen wir nun den Kindergarten abgeben oder nicht?
- Wie sollen die anderen Projekte realisiert werden, die noch anstehen.

Antrag zur Reduzierung der Grundsteuer
Auf alle diese Fragen finden wir keine Antwort, sondern nur Prüfanträge,
in dem Fraktion übergreifenden Antrag zur Reduzierung der Grundsteuer.
Deshalb hat die W.I.R. diesen Antrag, obwohl wir bei allen Verhandlungen mitgewirkt haben, mehrheitlich in der Fraktion abgelehnt und nicht mit unserem Namen und Logo versehen.
Wir sind davon ausgegangen, dass die Bevölkerung erwartet hat, eine maximale Einsparung zu erreichen, mit einem Ausblick auf die nächsten Jahre.
Unsere Vorstellung war, dass alle freiwilligen Leistungen gestrichen werden und bei den übererfüllten rechtlichen Verpflichtungen die Übererfüllung wegfällt.
Der Antrag ist ein guter Anfang, aber die Bürger haben mehr erwartet und auch mehr verdient.

Hebesatz 2026
Zum Hebesatz ist zu sagen, dass dieser im Moment ein politischer Hebesatz ist, da man die benötigte Höhe noch nicht bestimmen kann oder nicht festlegen möchte.
Aber im Rat ist es jedem Mitglied der W.I.R. selber überlassen, ob er zustimmt oder nicht, da es bei der W.I.R. keine Fraktionsdisziplin oder sogar Fraktionszwang gibt.
Jeder stimmt ab, nach seinem eigenen Gewissen und seiner Überzeugung.

Verhältnis der Verwaltung zur Bürgerinitiative
Den Disput mit der Bürgerinitiative hätte man vermeiden können, wenn man diese, wie vom Bürgermeister in der letzten Ratssitzung beteuert wurde, eingebunden hätte.
Der Bürgermeister hat aber wahrscheinlich nur eine Informationspflicht gemeint und nicht wie man auch verstanden haben könnte, eine Beteiligung an den Gesprächen.

Kostenbelastung durch Bund, Land und Kreisverwaltung
Natürlich übertragen Bund und Land immer mehr Aufgaben an Kommunen und Kreise und sorgen nicht genug für die finanzielle Ausstattung.
Aber das war in der Vergangenheit auch so.
Bei unserer Kritik schließen wir auch den Kreis mit ein: denn dort wird auch viel Geld ausgegeben, für Projekte, Förderungen etc. (also freiwillig), da man sich, um einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen zu können das Geld bei den Kommunen über die Kreisumlage wiederholen kann.
Darum finden wir es gut, dass durch einen Antrag die Kreisumlage gedeckelt werden soll.
Aber ob das realisiert wird, ist leider fraglich.

Titz und der nachhaltige Strukturwandel im Rheinischen Revier
Wir Titzer haben Jahrzehntelang den offenen Tagebau ertragen.
Stichwort Feinstaub und Umleitungen.
Nun soll der Kreis Düren touristisch aufgewertet und eine Seenlandschaft soll entstehen.
Ob sich aber dann Leben und wohnen hier noch jeder erlauben kann, wird leider fraglich.

Kosten- und Steuererhöhungen
Das Dienstleistungen der Gemeinde ihren Preis haben und deshalb angepasst werden müssen, finden wir in Ordnung.
Aber z.B. die Idee die Hundesteuer zu erhöhen, um eine Ermäßigung der Grundsteuer zu bezwecken, ist genau unser Humor.

Bürgerbeteiligung formell oder informell
Die W.I.R. finden es gut, dass sich inzwischen so viele Bürger und Bürgerinnen im Rahmen einer Petition und mit Vorschlägen einbringen.
Es ist auch richtig das mit dem zuständigen Ratsmitglied oder Ortvorsteher das Gespräch gesucht wird.
Dies sollte aber zivilisiert und angemessen von statten gehen.
Drohungen oder Beleidigungen, die vielleicht in der Not und Verzweiflung getätigt werden, sollte man unterlassen.

Aufruf an die Bürger und Bürgerinnen
An die Bürger und Bürgerinnen gewandt ist zu sagen.
"Die Demokratie steht und fällt mit dem Einsatz ihrer Bürgerinnen und Bürger." (ein Satz von Norbert Lammert).
"In einer Demokratie bekommt man die Politik die mehrheitlich gewählt wurde." (ein Satz von mir)
In der Vergangenheit waren die Ratssitzungen davon geprägt, dass die Ratsmitglieder unter sich waren.
Keinerlei Interesse der Bevölkerung.
Dort hätte man auch des Öfteren die mahnenden Worte des Bürgermeisters hören können, dass wir ab 2026 pleite sind.
Warum dennoch einige kostspielige Projekte gestartet wurden, können wir nicht sagen.
Erst durch die ZUE sind die Sitzungen durch die Amelner Bürger belebt worden.
Es wäre schön, wenn das Bürgerinteresse auch in Zukunft so aktiv bleibt und nicht immer nur dann, wenn es zu spät ist.

Schlusswort
Wir können nur alle gemeinsam unser mögliches tun, damit die Landgemeinde Titz ein lebenswerter Ort bleibt.
Mit diesen Worten möchte ich unsere Haushaltrede beenden
Herzlichen Dank für ihre Aufmerksamkeit

Wolfgang Muno
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der W.I.R.

Adresse

Ehrenplatz 12
Titz
52445

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