BAK International - Tierschutzpartei

BAK International - Tierschutzpartei Über den BAK Internationale Angelegenheiten
BAK International - Tierschutzpartei·Sonntag, 4.

https://www.tierschutzpartei.de/partei/struktur/bundesarbeitskreise/bak-internationale-angelegenheiten/

Hier berichten wir über die internationalen Verbindungen unserer PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ ins Ausland sowie über das internationale Geschehen Februar 2018·
Der Bundesarbeitskreis ‘Internationale Angelegenheiten’ (kurz: BAK International) beschäftigt sich als ein vom Bundesparteitag gewä

hltes Gremium diskursiv mit wichtigen Fragen internationaler Politik, wobei neben der internationalen Tierrechtspolitik, internationale Konflikte, Außen- und Friedenspolitik, die internationalen Organisationen sowie internationale Umweltpolitik im Fokus unserer Aufmerksamkeit stehen. Der BAK International möchte meinungsbildend in die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hineinwirken und der Öffentlichkeit gegenüber unsere Positionen durch Publikationen unter anderem auf der Website und im Social Media deutlich machen. Außerdem begleitet der BAK International das Engagement der Partei in internationalen Gremien, insbesondere in der Stiftung ‘Animal Politics Foundation’ (APF), welche - ausgehend von der Überzeugzung, dass die Belange von Mensch, Tier, Natur und Umwelt in engem Zusammenhang stehen - die Rechte der Tiere weltweit in den politischen Prozess verankern will. Vertreter unserer Partei haben sich bisher an mehreren Konferenzen der APF beteiligt. Jeder, der sich in unserer Partei aktiv mit Fragen internationaler Politik auseinandersetzt, ist herzlich eingeladen, sich am BAK International zu beteiligen. Mitglieder des BAK International:
Dr. Marcel Krohn, Robert Gabel, Matthias Ebner, Henriette-Mercedes Spiering

Da wir unsere Arbeitsgremien in der Partei neu strukturieren, wird dieser Account zeitnah gelöscht.Damit du keine zukünf...
12/03/2025

Da wir unsere Arbeitsgremien in der Partei neu strukturieren, wird dieser Account zeitnah gelöscht.

Damit du keine zukünftigen Beiträge von uns verpasst, folge unserem bundesweiten Account PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ und bleibe informiert!

Mit 23,7 % und 37 Sitzen gewann die rechtsradikale „Partei für die Freiheit“ (PVV) die niederländische Parlamentswahl.Da...
26/11/2023

Mit 23,7 % und 37 Sitzen gewann die rechtsradikale „Partei für die Freiheit“ (PVV) die niederländische Parlamentswahl.

Das ist ungefähr auch der Wert, mit dem die AfD in einigen deutschen Umfragen ermittelt wurde. Doch in den Niederlanden gibt es neben der PVV weitere Parteien am rechten Rand, die ebenfalls zulegen konnten: die „BauernBürgerBewegung“ (BBB) mit 7 Sitzen, das „Forum für Demokratie“ (FvD) mit 3 Sitzen, die „Reformierte Politische Partei“ (SGP) mit 3 Sitzen und „JA21“ mit 1 Sitz. Zusammen mit den christlich-liberalkonservativen Parteien VVD, NSC, CDA und CU käme eine breite Mehrheit im Parlament von zusammen 69 % der Sitze zustande, denn sie hatten sich vorab nicht gegen eine Zusammenarbeit mit Rechtsaußen positioniert.

Im Vergleich zur vorherigen Parlamentswahl muss man von einem Rechtsruck sprechen, denn die linken Parteien verloren massiv: von 42 % der Sitze noch vor zwei Jahren nun auf nur noch 31 % der Sitze im niederländischen Parlament.

Sämtliche linken Parteien – außer die fusionierte Partei aus Grünlinken und sozialdemokratischer Arbeitspartei (GL/PvdA) – verloren. Und so auch die niederländische Partei für die Tiere (PvdD), und zwar massiv: von 3,8 % und 6 Sitzen ging es leider runter auf 2,2 % und 3 Sitze. Die Wahlanalysen zeigen: die musste so stark wie keine andere Partei an das Lager der Nichtwählenden abgeben.

Das zeigt auch, dass die PvdD-Anhänger:innen nicht nach Rechts abwandern, was erfreulich ist. Aber dennoch muss nun eine interne Analyse folgen, weshalb sich so viele Menschen von der PvdD abwendeten. Sicherlich spielte hier eine große Rolle, dass die BBB einen rechtspopulistischen Wahlkampf zu den Provinzwahlen einige Monate zuvor organisierte, bei dem die Tierschützer:innen zum Hauptfeind erklärt wurden. Die Verunsicherung, ob die Agrarwende zugunsten von Tieren, Umwelt und Menschen gelingen kann, ist dadurch womöglich gewachsen.

Hinzu kam die allgemeine Themenverlagerung im jetzigen Wahlkampf, bei dem die Wirtschaft und Migration im Vordergrund standen und sich die fusionierte GL/PvdA als angeblich effektivste soziale Alternative darstellte. Die Hoffnung vieler Wähler:innen war, dass sie stärkste Partei werden würde und somit den Auftrag zur Regierungsbildung erhält. Diesen bekommt nun aber erstmal die PVV. Scheitert sie damit, sind weitere Koalitionsmodelle möglich.

Wir bedauern den allgemeinen der . Es zeigt sich, dass konservative Parteien lediglich die Rechtsaußenkräfte direkt stärken, wenn versucht wird, die rassistisch motivierten Narrative und Forderungen zu übernehmen.

Wir hoffen trotz des desaströsen Wahlergebnisses auf eine demokratische, soziale und möglichst ökologisch-ethische Regierung und wünschen unserer Schwesterpartei gelingende Einflussnahme auf die Geschicke unseres Nachbarlandes!

TÜRKISCHER TERROR GEGEN DIE KURDEN IN NORD-SYRIENDie Türkei bringt von Jahr zu Jahr weitere Gebiete im Norden Syriens un...
30/11/2022

TÜRKISCHER TERROR GEGEN DIE KURDEN IN NORD-SYRIEN

Die Türkei bringt von Jahr zu Jahr weitere Gebiete im Norden Syriens unter ihre Kontrolle und betreibt gegenüber der kurdischen Bevölkerung eine menschenverachtende Politik der ethnischen Säuberungen. Es ist die Rede von Verschleppungen und Folter sowie von einem Netz von Geheimgefängnissen.

Gleichzeitig wird ein Zeichen der Hoffnung zerstört, denn die kurdische Autonomieverwaltung von Rojava ist der erfolgreiche Versuch, in dieser schwierigen Region ein demokratisches und rechtsstaatliches Gemeinwesen zu organisieren, das weithin Ausstrahlungskraft besitzt.

Nun nahm der türkische Autokrat Erdogan den Terroranschlag von Istanbul zum Anlass, um neuerlich Luftangriffe auf Rojava sowie auf kurdische Regionen im irakischen Grenzgebiet zu befehlen. Laut Aussage von Beobachtern werden dabei kaum Unterschiede zwischen militärischen und zivilen Zielen gemacht. Einige Dutzend Menschen sollen bei diesen Angriffen bisher ums Leben gekommen sein. Und Infrastruktur, die über Jahre mühevoll aufgebaut wurde, wird mitunter in einer einzigen Nacht zerstört.

Obwohl die Autonomieverwaltung von Rojava auch im Westen hohes Ansehen genießt und insbesondere von den USA unterstützt wurde, schauen die mächtigen Staaten der Welt dem aktuellen Unrecht tatenlos zu.

Zu ungewiss ist offenbar, wie sich die Türkei beim Krieg Russlands verhalten würde, wenn man sich bei ihrem eigenen Krieg gegen die Kurden einmischen würde. In aktuellen Kommentaren liest man die Vermutung, dass die Bombardierungen nur aufgrund einer Duldung durch NATO und Russland möglich seien. Denn der betroffene syrische Luftraum wird vor allem durch Russland kontrolliert und es gibt sowohl russische als auch US-amerikanische Stützpunkte. Beide könnten also Ankaras Vorgehen etwas entgegensetzen.

Die Türkei hat als NATO-Mitglied zwar den Bosporus für russische Kriegsschiffe gesperrt und lieferte Drohnen an die Ukraine, kooperiert mit Russland aber weiterhin wirtschaftlich sehr eng – nicht zuletzt über gemeinsame Pipelineprojekte – und möchte auch die diplomatische Nähe aufrechterhalten. Somit halten sich die beiden militärischen Großmächte aus dem Konflikt heraus – und die Leidtragenden der türkischen Machtposition sind die Kurd:innen.

Mit den Angriffen im Irak spielt Erdogan zudem dem iranischen Regime in die Hände. Die iranischen „Revolutionsgarden“ bombardieren nämlich ihrerseits die kurdische Region des Nordostirak, um die kurdische Bewegung im Iran zu schwächen. Die Kurden Irans sind das Rückgrat der gegenwärtigen Massenproteste. Erdogan handelt auch hier also auf Seiten der Unterdrücker.

Was tut nun die Bundesregierung angesichts dieses völkerrechtswidrigen Angriffs? Sie mahnt die Türkei zur Zurückhaltung. Das ist zu wenig. Auch dann, wenn Erdogan nicht verprellt werden soll, braucht es aus Deutschland mutigere Worte. Werden Sie laut und deutlich, Frau Baerbock!

Am 16. September 2022 verstarb in Teheran Jhina Amini. Die 22-jährige Kurdin war mit ihrer Familie auf Verwandtenbesuch ...
06/10/2022

Am 16. September 2022 verstarb in Teheran Jhina Amini. Die 22-jährige Kurdin war mit ihrer Familie auf Verwandtenbesuch in der iranischen Hauptstadt und mit ihren Brüdern abends zu einem Spaziergang unterwegs. Plötzlich griff die Sittenpolizei ein und nahm Jhina (ihr iranischer Vorname lautet Mahsa) mit auf die Wache. Den Brüdern wurde gesagt, dass sie jetzt einem einstündigen „Erziehungs-Briefing“ unterzogen und danach wieder freigelassen würde. Das war nicht die Wahrheit. Im Polizeigewahrsam fiel sie ins Koma und verstarb am 16. September 2022.

Nach Behördenangaben erlitt sie einen Herzinfakt und einen Schlaganfall und fiel deshalb ins Koma. Augenzeugen der Festnahme sprachen von Schlägen gegen die junge Frau. Ihre Brüder warteten vor der Polizeistation und hörten Schreie. Personen, die während des 2-stündigen Aufenhaltes der jungen Frau aus der Polizeistation kamen, sprachen davon, dass eine Person dort getötet worden sei. Sie wurde ins Kasra-Krankenhaus gebracht und fiel ins Koma. Dort verstarb sie 3 Tage später. Das Krankenhaus veröffentlichte eine Mitteilung, demnach massive Verletzungen die Todesursache gewesen seien. Diese Mitteilung wurde kurze Zeit später wieder zurückgezogen und durch die behördliche Version: „Herzinfarkt und Schlaganfall“ ersetzt.

Den Angaben der iranischen Behörden glauben die Menschen nicht. Nicht im Iran, nirgendwo auf der Welt. Landesweit gibt es seitdem massive Proteste gegen das religiöse Regime in Teheran, welches seit 1979 die Bevölkerung und insbesondere die Frauen untedrückt. Die Frauen sind zum Tragen des Kopftuchs (=Hidjab) verpflichtet, was natürlich nur eines der sichtbarsten Zeichen der Untdrückung darstellt. Anfang September wurden Zahra Sedigi-Hamadani und Elham Choubdar „wegen Verdorbenheit auf Erden“ zum Tode verurteilt. Sie hatten sichh als Mitglieder der LGBTQI-Community geoutet und offen über die queere Szene im Iran gesprochen.

Bei der Beerdigung von Jhina Amini haben sich Frauen ohne Kopftücher gezeigt. Viele der Demonstrantinnen haben sich die Haare als Zeichen des Protestes abgeschnitten. Das klerikale Regime in Teheran lässt durch die Sicherheitsbehörden gewaltsam gegen die Demonstrant*innen vorgehen. Tausende wurden verhaftet, Dutzende sollen nach offiziellen Angaben gestorben sein. Die Dunkelziffer lässt sich nur erahnen. Seit gut 2 Wochen ist das Internet im Iran abgeschaltet. Die Proteste betreffen insbesondere die von Kurd*innen bewohnte Gebiete im Norden des Landes, sind aber längst auf alle Landesteile übergegangen.

Und die Bundesregierung? Immerhin ist mit Anna-Lena Baerbock eine Außenministerin im Amt, die sich die Verteidigung der Frauenrechte – vor der Bundestagswahl – noch auf die Fahne geschrieben hatte. 4 lange Tage kam keine Äusserung aus dem von ihr geführten Außenministerium. Am Rande der UN-Vollversammlung ließ Frau Baerbock dann vernehmen, dass die iranischen Frauen „gehört“ werden müssten, und dass sie Rechte einforderten, „die allen Menschen zustehen“. Das klingt nun weder feministisch, noch irgendwie besonders engagiert. Die Bundesregierung gab dannn die Äusserung heraus, dass sie „eine rasche und umgehende Untersuchung“ des Todes Mahsa Aminis fordere. Das ist lächerlich und hat nichts mit den Werten zu tun, derer man sich hierzulande ständig rühmt. Man fühlt mit den Demonstrant*innen im Iran, die ihr Leben riskieren und schämt sich für diese Bundesregierung!

Wir als PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ fordern ein konsequentes Vorgehen der Bundesregierung! Es geht hier um elementare Menschenrechte. Wirtschaftliche Interessen wurden lange genug berücksichtigt. Politik muss etwas mit Ehrlichkeit zu tun haben. Die Einbestellung des iranischen Botschafters ist dabei das Mindeste, was man erwarten kann. Die wirtschaftliche und damit auch moralische Unterstützung des Mullah-Regimes in Teheran muss endlich beendet werden. Abschiebungen in den Iran sind grundsätzlich zu beenden.

https://www.tierschutzpartei.de/proteste-im-iran-zaudernde-reaktion-aus-berlin/

AKTUELLES aus dem EU-Parlament: Das Europaparlament hat Ungarn den Status einer Demokratie ABERKANNT und als "wählbare A...
15/09/2022

AKTUELLES aus dem EU-Parlament: Das Europaparlament hat Ungarn den Status einer Demokratie ABERKANNT und als "wählbare Autokratie" bezeichnet.

Zwischenmeldung:

Das Europaparlament hat Ungarn den Status einer Demokratie aberkannt und als "wählbare Autokratie" bezeichnet.

Ergebnis der Abstimmung:

DRAMATISCHE ÜBERSCHWEMMUNGEN NEHMEN WELTWEIT ZUIn der Monsunzeit kommt es von Jahr zu Jahr zu immer dramatischeren Übers...
28/08/2022

DRAMATISCHE ÜBERSCHWEMMUNGEN NEHMEN WELTWEIT ZU

In der Monsunzeit kommt es von Jahr zu Jahr zu immer dramatischeren Überschwemmungen. Es besteht inzwischen kein Zweifel mehr daran, dass die Extremregenfälle eine Folge des Klimawandels sind.
Betroffen sind diesjährig in Asien vor allem Indien, Pakistan, Afghanistan, Bangladesch, Nepal, Myanmar, Thailand, die Philippinen, China, Japan und Süd-Korea. Die Zahl der Todesopfer geht vermutlich in die Zehntausende, Millionen Menschen haben ihr Zuhause verloren und sind obdachlos. Pakistan hat inzwischen den nationalen Notstand ausgerufen und bittet um internationale Hilfe.
Viele Folgen der Hochwasser-Katastrophen treten kaum in den Fokus der Öffentlichkeit. Dazu zählt die epidemische Ausbreitung von Krankheiten durch verunreinigtes Wasser, das Leid der Tiere, insbesondere der sogenannten Nutztiere wie Schafe, Ziegen und Hühner, die Umweltverschmutzung durch das Eindringen von Öl und Chemikalien ins Grundwasser, die Bodenerosionen.
Wir müssen die sich mehrenden Katastrophen als Apell begreifen, noch viel entschlossener gegen den Klimawandel vorzugehen.
Gleichzeitig dürfen wir nicht dem Gefühl der Machtlosigkeit Raum geben und dürfen unser Mitgefühl nicht erlahmen lassen, denn gerade in den armen Staaten Südasiens erhalten die Menschen nur durch internationale Solidarität eine neue Perspektive.

Italienische Tierschutzpartei braucht Deine Hilfe!In Italien finden vorgezogene Neuwahlen statt. Die italienische Tiersc...
08/08/2022

Italienische Tierschutzpartei braucht Deine Hilfe!

In Italien finden vorgezogene Neuwahlen statt. Die italienische Tierschutzpartei „Partito Animalista“ möchte zur Wahl des Senats und der Zweiten Kammer des italienischen Parlaments antreten. Allerdings muss sie dafür tausende Unterstützungsunterschriften einreichen, um zugelassen zu werden.

Die gute Nachricht dabei: Auch italienische Bürger:innen im Ausland dürfen unterschreiben! Und zwar sowohl Urlauber:innen als auch solche, die permanent im Ausland leben. Bitte unterschreibt und fragt in Eurem Freundes- und Bekanntenkreis nach, wer noch unterschreiben möchte.

Hier findet Ihr die Formulare für Senat und Zweite Kammer:

https://www.tierschutzpartei.de/italienische-tierschutzpartei-braucht-deine-hilfe/

Bitte sendet die ausgefüllten und unterschriebenen Formulare an:

Partito Animalista Italiano
Via Armando Diaz, 138
80047 San Giuseppe NA
ITALIA

𝗛𝗮𝘁 𝗗𝗶𝗽𝗹𝗼𝗺𝗮𝘁𝗶𝗲 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗖𝗵𝗮𝗻𝗰𝗲?Wir sehen die tagtäglichen Bilder des sinnlosen Mordens unschuldiger Kinder, Frauen und Männe...
14/07/2022

𝗛𝗮𝘁 𝗗𝗶𝗽𝗹𝗼𝗺𝗮𝘁𝗶𝗲 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗖𝗵𝗮𝗻𝗰𝗲?

Wir sehen die tagtäglichen Bilder des sinnlosen Mordens unschuldiger Kinder, Frauen und Männer auf unseren Fernsehern. Plötzlich sind wir Teil eines Konfliktes, in dem wie in vielen Ländern dieser Erde Ressourcen eine Waffe sind. Wir müssen hilflos zusehen, wie der Hunger zur Waffe wird. Menschen aus derselben Region, denselben Dörfern, wird das Gift des Hasses und des Egoismus in die Köpfe geträufelt.

Bei allen Analysen und Betrachtungen, ob die NATO durch ihre Osterweiterung Grenzen überschritten und damit Russland dazu provoziert haben soll, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Ausgang des Krieges auch einen beträchtlichen Einfluss auf die zukünftige Weltordnung hat und damit das brutale Vorgehen der russischen Armee keinesfalls von der Weltgemeinschaft akzeptiert werden kann.

Dieser Krieg hat zudem den Kampf gegen den weltweiten Hunger und den Klimawandel um Jahrzehnte zurückgeworfen. Ob und wie damit das gesetzte Ziel, den Klimawandel zu begrenzen, überhaupt noch erreichbar ist, ist mehr als fraglich.

Es gibt also viele zwingende Gründe, weshalb die Kriegsparteien sofort an den Verhandlungstisch zurückkehren müssen. Aktuell muss man sich aber die Frage stellen, ob dies mit einem Präsidenten Putin, der die Welt zu Geiseln seiner atomaren Drohkulisse macht und unverrückbar an die Erreichung seiner Kriegsziele festhält, überhaupt möglich ist.

Mit der Ausnahme der Kuba-Krise stand die Menschheit noch nie so nahe am Abgrund. Warum es trotz dieser martialischen Drohungen wichtig ist, sich dem diktatorisch-imperialen Chauvinismus von Putin, der offensichtlich die Vorstellung eines kolonial-faschistoiden Reiches in den Grenzen von Peter dem Großen hat, sich mit allen Mittel und Möglichkeiten entgegen zu stellen, wird durch die deutsche Geschichte bewusst: Hätten sich die Alliierten nicht mit aller Kraft dem expansionistisch-rassistischen Dritten Reich entgegengestellt, würden wir heute in einer nationalsozialistischen Welt leben.

Sicherlich ist Putin nicht Adolf Hi**er, aber er ist ein Diktator einer Militärdiktatur im Krieg. Die russische Politik ist auf dem besten Weg in eine faschistoide Struktur.

Es sind Worte, die die Welt verändern, deshalb möchten wir an dieser Stelle an ein Gedicht von Wolfgang Borchert erinnern, das er aus seiner Erfahrung uns allen als Mahnung im Jahr 1947 geschrieben hat. Das Gedicht, “Dann gibt es nur eins!” ist eine Aufforderung und Absage an alle Kriege dieser Welt:

“𝘋𝘦𝘯𝘯, 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘸𝘪𝘳 𝘥𝘪𝘦𝘴 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘵𝘶𝘯 – 𝘥𝘢𝘯𝘯 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘥𝘦𝘳 𝘭𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩, 𝘮𝘪𝘵 𝘻𝘦𝘳𝘧𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦𝘯 𝘎𝘦𝘥ä𝘳𝘮𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘷𝘦𝘳𝘱𝘦𝘴𝘵𝘦𝘵𝘦𝘳 𝘓𝘶𝘯𝘨𝘦, 𝘢𝘯𝘵𝘸𝘰𝘳𝘵𝘭𝘰𝘴 𝘶𝘯𝘥 𝘦𝘪𝘯𝘴𝘢𝘮 𝘶𝘯𝘵𝘦𝘳 𝘥𝘦𝘳 𝘨𝘪𝘧𝘵𝘪𝘨 𝘨𝘭ü𝘩𝘦𝘯𝘥𝘦𝘯 𝘚𝘰𝘯𝘯𝘦 𝘶𝘯𝘥 𝘶𝘯𝘵𝘦𝘳 𝘸𝘢𝘯𝘬𝘦𝘯𝘥𝘦𝘯 𝘎𝘦𝘴𝘵𝘪𝘳𝘯𝘦𝘯 𝘶𝘮𝘩𝘦𝘳𝘪𝘳𝘳𝘦𝘯, 𝘦𝘪𝘯𝘴𝘢𝘮 𝘻𝘸𝘪𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘯 𝘶𝘯ü𝘣𝘦𝘳𝘴𝘦𝘩𝘣𝘢𝘳𝘦𝘯 𝘔𝘢𝘴𝘴𝘦𝘯𝘨𝘳ä𝘣𝘦𝘳𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘦𝘯 𝘬𝘢𝘭𝘵𝘦𝘯 𝘎ö𝘵𝘻𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘨𝘪𝘨𝘢𝘯𝘵𝘪𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘣𝘦𝘵𝘰𝘯𝘬𝘭𝘰𝘵𝘻𝘪𝘨𝘦𝘯 𝘷𝘦𝘳ö𝘥𝘦𝘵𝘦𝘯 𝘚𝘵ä𝘥𝘵𝘦; 𝘥𝘦𝘳 𝘭𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩, 𝘥ü𝘳𝘳, 𝘸𝘢𝘩𝘯𝘴𝘪𝘯𝘯𝘪𝘨, 𝘭ä𝘴𝘵𝘦𝘳𝘯𝘥, 𝘬𝘭𝘢𝘨𝘦𝘯𝘥 𝘶𝘯𝘥 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘧𝘶𝘳𝘤𝘩𝘵𝘣𝘢𝘳𝘦 𝘒𝘭𝘢𝘨𝘦: 𝘞𝘈𝘙𝘜𝘔? 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘶𝘯𝘨𝘦𝘩ö𝘳𝘵 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘵𝘦𝘱𝘱𝘦 𝘷𝘦𝘳𝘳𝘪𝘯𝘯𝘦𝘯, 𝘥𝘶𝘳𝘤𝘩 𝘥𝘪𝘦 𝘨𝘦𝘣𝘰𝘳𝘴𝘵𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘙𝘶𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘩𝘦𝘯, 𝘷𝘦𝘳𝘴𝘪𝘤𝘬𝘦𝘳𝘯 𝘪𝘮 𝘚𝘤𝘩𝘶𝘵𝘵 𝘥𝘦𝘳 𝘒𝘪𝘳𝘤𝘩𝘦𝘯, 𝘨𝘦𝘨𝘦𝘯 𝘏𝘰𝘤𝘩𝘣𝘶𝘯𝘬𝘦𝘳 𝘬𝘭𝘢𝘵𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯, 𝘪𝘯 𝘉𝘭𝘶𝘵𝘭𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘧𝘢𝘭𝘭𝘦𝘯, 𝘶𝘯𝘨𝘦𝘩ö𝘳𝘵, 𝘢𝘯𝘵𝘸𝘰𝘳𝘵𝘭𝘰𝘴, 𝘭𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦𝘳 𝘛𝘪𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪 𝘥𝘦𝘴 𝘭𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦𝘯 𝘛𝘪𝘦𝘳𝘦𝘴 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩 – 𝘢𝘭𝘭 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘴 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘦𝘪𝘯𝘵𝘳𝘦𝘧𝘧𝘦𝘯, 𝘮𝘰𝘳𝘨𝘦𝘯, 𝘮𝘰𝘳𝘨𝘦𝘯 𝘷𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘷𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘦𝘶𝘵𝘦 𝘕𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯, 𝘷𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘦𝘶𝘵𝘦 𝘕𝘢𝘤𝘩𝘵, 𝘸𝘦𝘯𝘯 – – 𝘸𝘦𝘯𝘯 – – 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘕𝘌𝘐𝘕 𝘴𝘢𝘨𝘵.”
.. so endet die Mahnung an uns von Borchert.

𝗗𝗮𝘀 𝗪𝗮𝗶𝘀𝗲𝗻𝗵𝗮𝘂𝘀 𝘃𝗼𝗻 𝗟𝗮𝗵𝗼𝗿𝗲Waisenkinder gibt es viele in Pakistan. Oft sind sie zwar keine Vollwaisen, doch auf sich geste...
05/07/2022

𝗗𝗮𝘀 𝗪𝗮𝗶𝘀𝗲𝗻𝗵𝗮𝘂𝘀 𝘃𝗼𝗻 𝗟𝗮𝗵𝗼𝗿𝗲

Waisenkinder gibt es viele in Pakistan. Oft sind sie zwar keine Vollwaisen, doch auf sich gestellt sind sie dennoch. Stirbt nämlich der Vater und heiratet die Mutter erneut, so ist es keine Seltenheit, dass der neue Mann sich weigert, die Kinder aus erster Ehe aufzunehmen. Wenn die Kleinen Glück haben, kommen sie bei entfernten Verwandten unter, wenn sie Pech haben, landen sie auf der Straße. Staatlicherseits gibt es kaum Hilfeleistung. Das riesige Land mit seinen 220 Millionen Einwohnern gilt als Entwicklungsland mit sehr geringem Durchschnittseinkommen und hoher Korruptionsrate. Die islamische Religion spielt im öffentlichen Leben eine beherrschende Rolle. Ganz unten in der Sozialpyramide stehen daher mittellose Waisenkinder, die zu den zwei Prozent der christlichen Minderheit gehören. Um eben diese kümmert sich in Lahore, einer 11 Millionen Einwohner- Metropole, Sumaira Aqib mit ihrer Familie. Ihre Einrichtung finanziert sich beinahe ausschließlich aus Spenden. Leicht ist das nicht, denn es muss für Nahrung gesorgt werden, Energiekosten, Schulbücher und Schuluniformen, Arztbesuche und Medikamente. Und zum Geburtstag, zu Weihnachten oder zur Zeugnisvergabe will Sumaira ihren Schützlingen auch eine kleine Überraschung angedeihen lassen, die ihre Gesichter zum Strahlen bringt. Das Haus hätte eine Renovierung nötig. Die Wände sind grau und feucht, die Möbel abgenutzt. Doch das bleibt vorerst ein Traum. Mit Müh und Not brachte man kürzlich das Geld zusammen, um Ventilatoren zu kaufen, die dringend erforderlich sind, wenn das Thermometer regelmäßig mehr als 40 Grad im Schatten anzeigt. Es wird schwieriger mit dem Einsammeln von Spenden, denn die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sind auch hier spürbar. Im Land selber grassiert die Inflation. Dennoch schafft Sumaira es bisher, nicht nur die „eigenen“ Kinder zu bekochen, sondern sogar Menschen auf der Straße mitzuversorgen – selbstverständlich auch muslimische. Eine erstaunliche Leistung in einem Land, dessen Verhältnisse sehr weit von den unsrigen entfernt sind. Ein Zeichen von großer Empathie und ein Zeichen der Hoffnung in einem mitunter trostlosen Dasein.

Spenden kann man am einfachsten via Western Union:
www.westernunion.com/de/de/web/send-money/start
First Name : Sumaira
Last Name : Aqib
Country : Pakistan
City : Lahore
Phone # 00923048981845
Email : [email protected]

Oder via Banküberweisung:
SUMAIRA AQIB
IBAN Number: PK77ABPA0010085663880016
SWIFT CODE ABPAPKKA
Name of BANK Allied Bank Limited

Eine Spende ist Hilfe, die zu 100% ankommt!

𝗛𝗢𝗙𝗙𝗡𝗨𝗡𝗚𝗦𝗩𝗢𝗟𝗟𝗘𝗥 𝗪𝗔𝗛𝗟𝗦𝗜𝗘𝗚 𝗜𝗡 𝗞𝗢𝗟𝗨𝗠𝗕𝗜𝗘𝗡Ex-Guerillero Gustavo Petro und Francia Márquez vom Wahlbündnis ‚Historischer Pakt ...
21/06/2022

𝗛𝗢𝗙𝗙𝗡𝗨𝗡𝗚𝗦𝗩𝗢𝗟𝗟𝗘𝗥 𝗪𝗔𝗛𝗟𝗦𝗜𝗘𝗚 𝗜𝗡 𝗞𝗢𝗟𝗨𝗠𝗕𝗜𝗘𝗡

Ex-Guerillero Gustavo Petro und Francia Márquez vom Wahlbündnis ‚Historischer Pakt – Menschliches Kolumbien‘ gewinnen die Wahl in der kolumbianischen Republik, die mit 51 Millionen Einwohnern nach Brasilien der zweitgrößte Staat des Subkontinents ist.

Die südamerikanischen Republiken sind mehrheitlich geprägt durch soziale Ungleichheit. In nicht wenigen war oder ist das Leben von Polizeigewalt, organisierter Kriminalität und Korruption bestimmt. Kämpfe befeindeter paramilitärischer Gruppen gehören vielerorts zum Alltag. Und in einigen Staaten haben sich zwischenzeitlich immer wieder Militärdiktaturen etabliert.

Kolumbien machte da keine Ausnahme; im Gegenteil: Das soziale Gefälle ist besonders groß, die indigene Bevölkerung massiv benachteiligt, die Drogenkriminalität immens und die Regierungen stets straff konservativ. Bis jetzt! Denn erstmals in der Geschichte des Landes zieht jemand in den Präsidentenpalast, der sich den Kampf gegen soziale Benachteiligung und auch gegen die Klimakatastrophe auf die Fahnen geschrieben hat. Dass er mit Francia Márquez eine Afrokolumbianerin zu seiner Stellvertreterin gekürt hat, ist ein starkes Signal. Márquez hat sich sowohl als Kämpferin gegen Rassismus und soziale Verelendung als auch als Umweltaktivistin einen Namen gemacht.

Mit der Wahl von Petro wird sich Kolumbien ein Stück weit von den USA emanzipieren. Und das ist gut so, denn die milliardenschwere Militärhilfe der USA für den Kampf gegen die Guerilla hatte das Land zerrissen. Zudem wurde immer wieder der Vorwurf laut, dass von der US-amerikanischen Rohstoffausbeutung nur eine Oligarchen-Elite profitierte. Zu hoffen ist nun neben der inneren Befriedung des Landes auf eine Signalwirkung in Richtung anderer Länder Südamerikas und auf eine verstärkte Zusammenarbeit unter demokratischem Vorzeichen. Dass Kolumbien den Weg Venezuelas beschreiten könnte, steht kaum zu befürchten: Der studierte Ökonom Petro und die Juristin Márquez sind alles andere als dogmatische Kommunisten. Sie haben überzeugend deutlich gemacht, dass sie das Beste für ihr gebeuteltes Land wollen, und dabei auch die großen strukturellen Herausforderungen und globalen Gefahren im Blick haben. Und auch für die Tierwelt könnte diese Wahl positive Effekte zeitigen, war es doch eine von Petros ersten Amtshandlungen, als er 2012 Bürgermeister der Sieben-Millionen-Stadt Bogota wurde, dort den Stierkampf zu verbieten.

In einer Welt, in der es gerade Negativ-Nachrichten hagelt, ist die Wahl von Petro und Márquez ein Zeichen der Hoffnung.

MENSCHEN IM LIBANON LEIDEN UNTER DEN FOLGEN DES UKRAINE-KRIEGS Der Libanon steckt seit Jahrzehnten in einer Krise. Doch ...
28/04/2022

MENSCHEN IM LIBANON LEIDEN UNTER DEN FOLGEN DES UKRAINE-KRIEGS
Der Libanon steckt seit Jahrzehnten in einer Krise. Doch die Situation hat sich durch die Hafen-Explosion, sodann durch das Corona-Virus und nun noch einmal durch den Krieg in der Ukraine drastisch verschärft. Zusätzlich zur Wirtschafts- und Finanzkrise droht eine Hungerkatastrophe, denn das Land ist nahezu komplett von Getreide aus der Ukraine und aus Russland abhängig. Die Menschen sind verzweifelt.
Hier ein Bericht des mit uns befreundeten Libanesen Mostapha Tamr:
„Wegen des Ukraine-Kriegs ist der Libanon noch tiefer in die Verdammnis gesunken. Die Inflation ist explodiert und die Währung hat 92 % an Wert verloren. Früher hat man hier monatlich bis zu 800 $ US verdient, mehr oder weniger. Als der Virus kam, nur noch 45 $ im Monat. Jetzt 30 bis 35 $ - wie im Sudan oder in Mosambik. Das reicht nicht mal für die Fahrtkosten zur Arbeit. Viele Menschen verzweifeln. Einige mit weniger starken Nerven haben sich bereits an Tankstellen selbst angezündet. Sie nehmen sich auf der Straße das Leben, weil sie ihre Kinder nicht ernähren konnten. Banken wechseln ausländisches Geld nur, wenn man Kunde ist und eine Bankkarte besitzt. Ich war noch nie bei einer Bank, denn sonst wäre ich schon all mein Geld los. Banken sind hier ja nur aus einem Grund geöffnet: Um den Kunden alles wegzunehmen. Wer dort seine Ersparnisse hatte, dem blieben bald nur noch 0 Cent.
Auf dem Schwarzmarkt oder im Flüchtlingslager kann man Geld umtauschen. Für 100 $ bekomm man fast 1 Kilo an Lira Scheinen. Auf dem Schwarzmarkt könnte man zur Not auch Brot kaufen, doch es ist teuer.
Die meisten weinenden Männer sah ich in meinem Leben in Beirut. Ein Taxifahrer zum Beispiel fing während der Fahrt an zu weinen, als er über die Armut und über seine Kinder sprach. Und ein Mann öffnete nachts sein Fenster und schrie unter Tränen so laut er konnte: ,,Zur Hölle mit dem Elektrizitätswerk!", da es täglich nur 60 bis 100 Minuten Strom gibt.
Aber auch schon vor dem Virus gab es weinende Männer. Vor längerer Zeit, kurz nach dem Krieg von 2006, stand ich in einer unter der Erde gelegenen Zelle (vielleicht sollte man besser Kerker sagen) des berüchtigten Folter-Gefängnisses Roumieh neben einem Syrer. Sein Blick fiel auf die Mitgefangenen und er fing an zu weinen. Das reichte aus, dass er seiner Nationalität wegen von Bewaffneten durchgeprügelt wurde. So brutal, dass ich fürchtete, er würde jeden Moment das Bewusstsein verlieren. Und ein Bengale, der alles beobachtete, fing aus Angst ebenfalls an zu weinen.“

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