Jusos Trier-Saarburg

Jusos Trier-Saarburg Jusos des Kreises Trier - Saarburg.
LINKS UND GERECHT FÜR TRIER-SAARBURG

Sehr geehrter Herr Kölling,Sie sagen von sich, dass Ihnen Ehrlichkeit wichtiger ist als große Versprechen, die man am En...
21/03/2026

Sehr geehrter Herr Kölling,
Sie sagen von sich, dass Ihnen Ehrlichkeit wichtiger ist als große Versprechen, die man am Ende nicht halten kann. Umso mehr hat uns überrascht, wie locker Sie in den vergangenen Wochen mit Behauptungen zur Gesundheitsversorgung im Hochwald und zu finanziellen Entlastungen für die Kommunen umgehen. Deshalb möchten wir – ganz in Ihrem Sinne – ein paar Dinge geraderücken.

1. Regioklinik: Krankenhaus oder nicht?

Sie schreiben: „Die von der SPD-Landesregierung hochgelobte Regioklinik ist nach den Vorgaben des KHG formal kein Krankenhaus und erhält keine planmäßige
Investitionsförderung wie andere Krankenhäuser. Die dauerhafte, gesicherte Refinanzierung ist somit – Stand heute – unsicher und abhängig von zeitlich befristeten Modellprojekten oder anderen spezifischen Förderprogrammen der Landesregierung.“

Fangen wir mit dem Formalen an: Die Marienhaus Regioklinik St. Josef ist im
Landeskrankenhausplan mit 20 PlanbeZen enthalten – als ganz normales Krankenhaus mit akutstationärer Versorgung. Dass der Standort heute nicht mehr 140, sondern 20 stationäre Betten hat, ist richtig – aber es ist eben auch richtig, dass diese Betten bedarfsgerecht ausgelastet sein müssen, wenn der Standort langfris6g gesichert bleiben soll. Wer in seinen Posts so tut, als könne man BeZen einfach „auf ein vernünRiges Maß aufstocken“, ohne über Auslastung, Personal und Finanzierung zu sprechen, macht den Menschen etwas vor.

Hinzu kommt: Sektorenübergreifende Einrichtungen wie die Regioklinik sind inzwischen ausdrücklich im Krankenhausfinanzierungsrecht verankert. Sie sind gerade nicht „irgendwas zwischen Praxis und Krankenhaus“, sondern Teil eines neuen, zukunftsorientierten Versorgungskonzepts und haben damit – anders als von Ihnen suggeriert – einen Anspruch auf Investitionsförderung, wenn die landesrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Es wäre ehrlich, das auch zu sagen.

2. Notfallversorgung: Angst machen statt informieren?

Sie behaupten, schwere und zeitkritische Notfälle würden „derzeit in 40 km (!) oder mehr
entfernten Krankenhäusern“ behandelt und dies widerspreche den Anforderungen an die
Basisnotfallversorgung. Das klingt dramatisch, verkennt aber, wie Notfallversorgung in der
Praxis funktioniert.

Schon vor der Umstrukturierung wurden viele Notfälle durch den Rettungsdienst direkt in die
größeren umliegenden Häuser gebracht – genau dorthin, wo je nach Lage die passenden
Ressourcen und Fachabteilungen vorhanden sind. Genau diese Bündelung und Spezialisierung ist Kern der Krankenhausreform, die auch Ihre Partei auf Bundesebene beschlossen hat.

Zur Wahrheit gehört auch: Bereits im Januar 2025 wurde im Zusammenspiel von Marienhaus und dem Verband der Ersatzkassen die Finanzierung des Notarztstandorts Hermeskeil
gesichert, um eine 24-Stunden-Notarztversorgung zu gewährleisten. Zudem steht seit Oktober
2024 ein zusätzlicher Rettungswagen in der Region zur Verfügung, um die Notfallversorgung weiter zu verbessern. Wer das verschweigt und stattdessen den Eindruck erweckt, die Region sei im Ernstfall „abgehängt“, schürt gezielt Verunsicherung – und das hat mit ehrlicher Information wenig zu tun.

3. Finanzierungslücke kritisieren – die eigene Blockade vergessen?

Sie beklagen eine unsichere Refinanzierung und warnen vor einer Finanzierungslücke für die Krankenhauslandschaft. Was Sie nicht erwähnen: Die bundesrechtlichen Rahmenbedingungen, auf die alle warten, wurden ausgerechnet von der CDU-geführten
Bundesregierung und Gesundheitsministerin Nina Warken monatelang verzögert. Das
Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) wurde erst am 6. März 2026 vom Bundestag
beschlossen – nach sieben Monaten Streit und mehrfachen Verschiebungen.

Mit anderen Worten: Sie kritisieren eine Unsicherheit, die maßgeblich durch die von Ihrer Partei geführte Bundesregierung verursacht wurde. Nach Ihrer eigenen Logik müsste gelten: Wer die Gesundheitsversorgung im Hochwald wirklich sichern will, blockiert nicht in Berlin und macht dann in Rheinland-Pfalz Angst vor genau den Folgen dieser Blockade.

Am bittersten ist aber: Mit Ihrer Darstellung der Lage würdigen Sie an keiner Stelle die enorme
Leistung der Beschäftigten vor Ort, die sich 2024 auf den Weg gemacht haben, um den
Standort Hermeskeil mittel- und langfristig zu sichern. Gerade wer ständig von „Ehrlichkeit“
spricht, sollte diesen Menschen keinen öffentlichen Schlag ins Gesicht versetzen.

4. Kommunale Finanzen: Entlastung versprechen aber konkrete Entlastung verhindern

In Ihrem Flyer sprechen Sie von finanziellen Entlastungen für Bürgerinnen, Bürger und
Kommunen – und betonen immer wieder, wie wichtig Ihnen „klare Worte“ und Ehrlichkeit
sind. Gleichzeitig haben Sie eine konkrete Entlastung der Kommunen in der
Verbandsgemeinde Saarburg-Kell verhindert.

Das geschah, obwohl die Verbandsgemeinde in den vergangenen fünf Jahren mehr als 12
Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet hat – also Gelder, die den Ortsgemeinden ohnehin
schon über Jahre vorenthalten wurden. Mehr als 6 Millionen Euro liegen noch als Rücklage
bereit, die von der SPD vorgeschlagene Entlastung in Höhe von lediglich 825.000 Euro wäre also ohne weiteres möglich gewesen.

Wer sich plakativ als Garant für finanzielle Entlastung präsentiert und im entscheidenden
Moment selbst eine tragfähige Entlastung blockiert, sollte zumindest erklären, wie man sich auf ein solches Wort künftig noch verlassen kann.

5. Ihr eigener Maßstab: Ehrlichkeit, Fehlertoleranz, Kritikfähigkeit

In Ihren Social-Media-Videos formulieren Sie klare Maßstäbe für politische Glaubwürdigkeit:
„Ich finde es besser, realistische Ziele zu stecken als große Versprechen zu machen, die man dann nicht halten kann. Vertrauen entsteht nicht durch Perfektion sondern durch Ehrlichkeit.“ (Instagram , 06.01.2026)
Sie sagen, Sie wollten kein perfekter Politiker sein, sondern ein ehrlicher, Fehler benennen, zuhören, korrigieren und dazulernen. (Instagram , 17.02.2026)

Zu Kritik schreiben Sie: „Wer Kritik ignoriert oder blockt, verliert den Kontakt zur Realität. Ich nehme Kritik ernst, denn am Ende geht es nicht um mich, sondern um Menschen, die ich
vertreten will.“ (Instagram , 03.02.2026)
Und zu Wahlversprechen: „Wahlversprechen sind Ziele – aber nicht alles lässt sich allein durchsetzen. […] Konsequenz
gibt es also – aber dann kommt sie vom Stimmzettel.“ (Instagram, 09.12.2025)

Wir nehmen Sie an Ihren eigenen Maßstäben beim Wort. Zu Ehrlichkeit gehört, dass man die
Rolle der Regioklinik im Landeskrankenhausplan korrekt beschreibt. Zu Ehrlichkeit gehört, dass man nicht vor einer desolaten Noaallversorgung warnt, obwohl Notarztstandort und zusätzlicher Rettungswagen längst gesichert sind. Zu Ehrlichkeit gehört, dass man eine von der
CDU mitverantwortete Verzögerung in Berlin nicht der SPD-Landesregierung anlastet. Und zu Ehrlichkeit gehört, dass man kommunale Entlastung nicht verspricht, um sie dann vor Ort zu verhindern.

Sie sagen: „Politik braucht mehr Ehrlichkeit und weniger Floskeln.“ (Instagram , 13.01.2026)
Dem stimmen wir ausdrücklich zu. Genau deshalb dieser
Brief.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Jusos Trier-Saarburg

Heute Abend findet wieder ein Treffen unserer "Roten Runde" statt. Kommt gerne vorbei😊🌹
24/10/2025

Heute Abend findet wieder ein Treffen unserer "Roten Runde" statt. Kommt gerne vorbei😊🌹

🏳️‍🌈 Sichtbar. Laut. Unbeugsam. 🏳️‍⚧️Am 19.07. waren wir Jusos Trier-Saarburg gemeinsam mit den Jusos Trier und der SPD ...
24/07/2025

🏳️‍🌈 Sichtbar. Laut. Unbeugsam. 🏳️‍⚧️
Am 19.07. waren wir Jusos Trier-Saarburg gemeinsam mit den Jusos Trier und der SPD auf dem CSD Trier, weil queere Rechte nicht verhandelbar sind!
Der Rechtsruck wird lauter… wir auch! Für Selbstbestimmung, Schutz und Gleichstellung statt Hass und Hetze.🩷❤️🧡💛💚🩵💙💜
Pride ist politisch. Und wir kämpfen weiter. ✊🔥

📢 Dialog in Trier - Zeit für ehrliche Worte! 🔍Heute waren wir beim SPD-Dialog und haben nicht nur zugehört, sondern auch...
03/05/2025

📢 Dialog in Trier - Zeit für ehrliche Worte! 🔍
Heute waren wir beim SPD-Dialog und haben nicht nur zugehört, sondern auch kritisch nachgefragt! 💥 Lars Klingbeil, Alexander Schweitzer, Malu Dreyer, Verena Hubertz und Sven Teuber mussten sich unseren unbequemen Fragen stellen. 🧐
Klar, es gab große Versprechen - aber wir bohren nach: Wo bleibt die echte soziale Gerechtigkeit? Wann werden soziale Fragen wirklich zusammengedacht? 🌍🤔
Unsere Message ist klar: Wir Jusos lassen uns nicht mit Lippenbekenntnissen abspeisen! Wir wollen Veränderung - und zwar jetzt! 💪
Fazit: Dialog ist gut, aber Klartext ist besser! 🗣️

🗳️Am gestrigen Tag musste unsere Partei ein historisch schlechtes Ergebnis hinnehmen🫠. Trotz dieser Niederlage haben wir...
24/02/2025

🗳️Am gestrigen Tag musste unsere Partei ein historisch schlechtes Ergebnis hinnehmen🫠. Trotz dieser Niederlage haben wir in unserem Wahlkreis etwas zu feiern🎉. Unsere Bundestagsabgeordnete wird wieder in den Bundestag einziehen und unseren Wahlkreis dort vertreten.
🍀Liebe Verena, wir möchten dir ganz herzlich zu deinem Wiedereinzug gratulieren und wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner weiteren Arbeit im Bundestag!🍀

Heute bis 18 Uhr wählen gehen! 🗳️❤️
23/02/2025

Heute bis 18 Uhr wählen gehen! 🗳️❤️

🚪🚪 Tür-zu-Tür-Wahlkampf im Endspurt! 🚪🚪Gestern waren wir gemeinsam mit und für Verena Hubertz unterwegs, um direkt mit d...
23/02/2025

🚪🚪 Tür-zu-Tür-Wahlkampf im Endspurt! 🚪🚪
Gestern waren wir gemeinsam mit und für Verena Hubertz unterwegs, um direkt mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Von Tür zu Tür, von Herz zu Herz, wir kämpfen bis zur letzten Minute für eine starke Vertretung unserer Region! ❤️🗳️

👉 Jede Stimme zählt!

Starkes Wahlkampfwochenende mit den Jusos! 🌹Von Kneipenwahlkampf in Saarburg & Trier bis zum Wahlkampfsamstag mit  & .sc...
16/02/2025

Starkes Wahlkampfwochenende mit den Jusos! 🌹

Von Kneipenwahlkampf in Saarburg & Trier bis zum Wahlkampfsamstag mit & .schweitzer .🗳️

Danke an alle, die mitgemacht, diskutiert und sich für eine gerechte Zukunft stark gemacht haben!
Am 23. Februar SPD wählen!

Liebe kann warten – Gerechtigkeit nicht! ✊ Kommt zur Roten Runde am 14.02. und lasst uns gemeinsam für eine bessere, sol...
12/02/2025

Liebe kann warten – Gerechtigkeit nicht! ✊ Kommt zur Roten Runde am 14.02. und lasst uns gemeinsam für eine bessere, solidarische Zukunft kämpfen! ❤️🔥

🏆 Save the date: Samstag, 02.11. um 19 Uhr in Konz (Wiltinger Straße 23)🏆Wir freuen uns auf dich!                 🏁
23/10/2024

🏆 Save the date: Samstag, 02.11. um 19 Uhr in Konz (Wiltinger Straße 23)🏆

Wir freuen uns auf dich!

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Dieses Zitat stammt von der jüdischen Sozialistin Theresa Serber Malkiel, geboren 1874 auf dem heutigen Gebiet der Ukrai...
08/03/2024

Dieses Zitat stammt von der jüdischen Sozialistin Theresa Serber Malkiel, geboren 1874 auf dem heutigen Gebiet der Ukraine.

Sie floh mit ihrer Famile vor der antisemitischen Verfolgung des Kaiserreich Russlands in die USA.
Entsetzt durch die miserablen Arbeitsbedingungen um 1900 in New York setzte sie sich als Aktivistin für Gleichberechtigung aller Geschlechter ein sowie für Rechte von Arbeitnehmern und Einwanderern ein.
Auch forderte sie das längst überfällige Frauenwahlrecht.

Malkiels Einsatz für Grund- und Menschenrechte inspirierte auf internationaler Ebene Frauenbewegungen, für ihre Rechte auf die Straße zu gehen. Mit Erfolg: In Deutschland wurde 1918 endlich das Frauenwahlrecht eingeführt.

Seitdem hat sich viel getan in Deutschland und auf der Welt. Aber die Geschlechter sind auch heute noch nicht gleichberechtigt. Die bereinigte Gender Pay Gap beträgt heute immer noch 18 (!) Prozent.

Daher sollte Theresa Serber Malkiel uns und der auch heute noch eine Inspiration sein, um endlich die Gender Pay Gap endlich zu schließen!

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