10/06/2026
Gut ausgebildet. Vor Ort. Aber nicht überall handlungsfähig.
Warum darf qualifiziertes Rettungsfachpersonal seine Kompetenzen nicht überall gleichermaßen nutzen?
Der aktuelle Beitrag von Report Mainz greift ein Thema auf, das den Rettungsdienst seit Jahren beschäftigt: die teilweise sehr unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in Deutschland.
Im Kern geht es um eine patientenorientierte Notfallversorgung, in der die richtigen Ressourcen zur richtigen Zeit für die Patientinnen und Patienten eingesetzt werden.
Dazu gehört auch, vorhandene Kompetenzen verantwortungsvoll und bedarfsgerecht zu nutzen.
Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter werden für zahlreiche heilkundliche Maßnahmen ausgebildet. Dennoch unterscheiden sich die tatsächlichen Befugnisse und Vorgaben regional teilweise erheblich. Die Folge: Während bestimmte Maßnahmen in einem Rettungsdienstbereich selbstverständlich durchgeführt werden können, müssen Patientinnen und Patienten andernorts auf zusätzliche ärztliche Unterstützung warten.
Im Beitrag bringt unser 1. Vorstandsvorsitzender Frank Flake die Problematik auf den Punkt:
„Wir brauchen natürlich den Notarzt noch, aber nur da, wo er tatsächlich gebraucht wird.“
Notärztinnen und Notärzte bleiben ein unverzichtbarer Bestandteil der Notfallversorgung. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, begrenzte personelle Ressourcen dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen für Patientinnen und Patienten bringen.
Für den DBRD ist klar:
✅ Hilfesuchende verdienen eine hochwertige Versorgung – unabhängig von ihrer Postleitzahl.
✅ Rettungsfachpersonal braucht verlässliche, rechtssichere und nachvollziehbare Rahmenbedingungen.
✅ Moderne Notfallversorgung bedeutet, Kompetenzen dort einzusetzen, wo sie vorhanden sind.
🎥 Den Beitrag von Report Mainz findet Ihr hier:
https://www.ardmediathek.de/video/report-mainz/warten-auf-den-notarzt-buerokratie-statt-schneller-hilfe/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMjcwODg