28/08/2026
Unsere Kinder sind kein Experimentierfeld!
Mit ihren „Standards für Sexualaufklärung in Europa“ will die WHO einen Rahmen setzen, welche Inhalte Kinder und Jugendliche zu Sexualität, Beziehungen, Körper, Identität und sexuellen Rechten in verschiedenen Altersstufen lernen sollen.Das Dokument schlägt eine Themenmatrix für die Altersgruppen 0–4, 4–6, 6–9, 9–12, 12–15 und ab 15 Jahren vor. Die Autoren verstehen den Beginn „ab Geburt“ ausdrücklich weit.
WHO-Empfehlungen gehören aber nicht ungeprüft in Lehrerfortbildungen.
Es genügt nicht, darauf zu verweisen, die WHO-Standards seien „nur Empfehlungen“. Empfehlungen können praktische Wirkung entfalten, wenn sie über Fortbildungen, Handreichungen oder externe Anbieter in den Schulalltag gelangen.
Die WHO ist keine deutsche Bildungsbehörde. Ihre Gremien werden nicht unmittelbar von deutschen Bürgern gewählt und sind gegenüber deutschen Eltern, Lehrkräften und Wählern nicht verantwortlich. Deshalb dürfen ihre Empfehlungen niemals stillschweigend zum Maßstab für Ausbildung und Fortbildung deutscher Lehrkräfte werden.
Bevor Inhalte internationaler Organisationen in Lehrerfortbildungen einfließen, müssen die zuständigen Länder und ihre demokratisch legitimierten Stellen transparent darüber befinden. Nötig sind eine fachliche Prüfung, Offenlegung von Urhebern und Grundlagen sowie die klare Vereinbarkeit mit Landesrecht, Lehrplänen und dem Bildungsauftrag der Schule.
Die USA haben ihren Austritt aus der WHO am 22. Januar 2026 vollzogen und ihre staatliche Unterstützung beendet. Das ist keine automatische Widerlegung aller WHO-Empfehlungen. Es zeigt jedoch, dass internationale Organisationen und ihre Strukturen politisch bewertet und kritisch hinterfragt werden müssen,statt ihre Vorgaben unbesehen zu übernehmen.
Lehrerfortbildung ist keine ideologische Einfallstür. Sie liegt in der Verantwortung der Länder. In Nordrhein-Westfalen können externe Träger zwar Angebote unterbreiten, doch diese müssen den landesrechtlichen Vorgaben entsprechen; zudem muss die Schulleitung transparent prüfen , ob ein Angebot im Interesse der Lehrerfortbildung liegt.
Unsere Forderung: Keine Lehrerfortbildung auf Grundlage von WHO- oder vergleichbaren internationalen Empfehlungswerken, ohne vorherige transparente Prüfung und Befassung der zuständigen Landesstellen. Eltern, Lehrkräfte und Öffentlichkeit haben ein Recht zu wissen, welche Inhalte vermittelt werden, von wem sie stammen und auf welcher wissenschaftlichen Grundlage sie beruhen.