04/08/2026
Neues aus dem Gemeinderat
Zu Beginn der Sitzung am 20.07.2026 bedankte sich die Bürgermeisterin bei allen Helferinnen und Helfern rund um das Unwettergeschehen vom 01.07.2026. Dies wurde mittlerweile als ein sogenanntes 100-jähriges Starkregenereignis eingestuft. Dementsprechend groß waren auch die Schäden und Auswirkungen in der Gemeinde. Es soll nun nach den Ursachen geforscht und entsprechende Verbesserungen erwirkt werden. Auch die Bürgerinnen und Bürger sollen ihrer Eigenverantwortung nachkommen (beispielsweise Rückstauklappen, etc.), um sich zukünftig vor derartigen Ereignissen bessern schützen zu können. Ein entsprechender Bericht wird in einem der nächsten Mitteilungsblätter erscheinen.
Außerdem berichtete die Bürgermeisterin über den aktuellen Stand des Wasserschadens im Vierether Kindergarten. Hier läuft die Suche weiter nach den Ursachen.
Ebenfalls wurde über die Antwort des Amtes für ländliche Entwicklung zur Breitbandförderung informiert. Hiernach hätte die Gemeinde eine Versorgung von 92% und deswegen keinen Anspruch auf Förderung des Glasfaserausbaus.
Als nächster TOP stand die geplante Verschmelzung des ÖPNV mit dem Schulbusverkehr an. Nachdem seit der letzten Sitzung nicht nur im Gemeinderat sondern auch in der Bevölkerung und bei den Schulen erhebliche Zweifel an der Umsetzbarkeit der Planungen entstand, wurde das Vorhaben des Landkreises auch mit einstimmigem Beschluss im Gemeinderat abgelehnt.
Im Anschluss wurde über zwei Bauanträgen beraten. Während der erste bewilligt wurde, musste über den zweiten negativ beschlossen werden. Bei Letzteren sollte eine Halle in der Neuen Mainstraße gebaut werden. Hierbei sollte jedoch eine Wasserleitung und ein großer Kanal überbaut werden. Dies ist grundsätzlich nach dem Bebauungsplan nicht zulässig. Eine Ausnahme könnte nur gemacht werden, wenn die baulichen Gegebenheiten so wären, dass es gewährleistet ist, dass bei möglichen Leckagen die Rohre jederzeit erreichbar wären und mögliche Gebäudeschäden nicht zu Lasten der Gemeinde gingen. Nachdem jedoch noch keine derartigen Lösungsmöglichkeiten gefunden wurden, wurde der Bauantrag zurückgewiesen. Es bedarf hier noch weitere Anpassungen des Bauantrags.
Als Nächstes konnte wieder ein weiterer Schritt Richtung Feuerwehrhaus Trunstadt gemacht werden. Die Gewerke Außentüren, Fenster und Sonnenschutz wurde einstimmig an die ansässige Schreinerei Waldemar Then aus Viereth mit einem Angebot von 49.706,30 Euro (brutto) vergeben.
Danach stand die Digitalisierung der Wasseruhren auf dem Programm. Demnach sollen die bislang analogen Wasseruhren sukzessive durch digitale Wasseruhren ausgetauscht werden. Der Vorteil liegt darin, dass das Ablesen der Wasseruhren entfällt, da diese per Funk abgelesen werden und darüber hinaus langlebiger sind. Hierdurch kann die Gemeinde mittelfristig Geld einsparen. Innerhalb einer Diskussion, ob diese digitalen Wasseruhren wirklich funktionieren und eine Entlastung darstellen, konnte aus unserer Fraktion heraus von positiven Erfahrungen aus anderen Kommunen berichtet werden, die bereits damit arbeiten. Letztlich wurde daher mit vier Gegenstimmen der sukzessive Austausch der Wasseruhren auf digitale beschlossen.
Ebenso Thema war die Renovierung einer Sozialwohnung in der Hauptstraße 54 in Viereth. Diese ist aktuell frei und muss dringend modernisiert werden. Diesem Vorhaben stimmte der Gemeinderat einstimmig zu, um sie entsprechend wieder vermieten zu können.
Einstimmig wurden auch Sanierungsmaßnahmen im Bereich Abwasser beschlossen. Zum einen ist dies das Pumpwerk „Mainwiesen“ (bei der Fa. Basel) und zum anderen die Ablaufleitung des Nachklärbeckens bei der Kläranlage.
Die nächsten beiden TOPs führten zu den größten Diskussionen. Hier ging es um die Gestaltung der Fläche hinter dem neuen Feuerwehrhaus. Die Bürgermeisterin berichtete, dass es von ihrer Seite bereits Vorgespräche mit der Regierung von Oberfranken gab, in denen es um eine Bezuschussung der Neuanlage dieses Bereichs ging. Demnach würde ein Zuschuss von 60 % möglich sein, wenn die Gestaltung den Voraussetzungen einer Mehrgenerationenanlage entspricht. Dagegen sprachen sich mehrere Gemeinderäte aus, da sie eher eine Minimallösung favorisieren. Diese würde lediglich das Versetzen der derzeitigen Spielgeräte nach hinten beinhalten und keine weitere Entwicklung der Fläche. Weitere Spielgeräte oder Einrichtungen sollten nach ihrer Meinung erst entstehen, wenn die Gemeinde wieder entsprechende Gelder hat. Daher würden sie auch auf die Fördergelder verzichten.
Für die UW-Fraktion war diese Meinung zu kurz gedacht. Denn ein bloßes Umsetzen der Spielgeräte ohne zu wissen, wie das Gelände zukünftig genutzt werden könnte, würde wahrscheinlich nur zu weiteren Kosten führen. Daher sprechen wir uns aus, dass man zumindest einen Plan für die Entwicklung der Fläche aufstellen sollte. Hier wäre es natürlich wichtig, inwieweit welche Kosten auf die Gemeinde zu kommen, um die verschiedenen Optionen miteinander abwägen zu können. Da hier noch keinerlei Kostenschätzungen vorhanden sind, wurde dieser Punkt auf die nächste Sitzung mit nur einer Gegenstimme vertagt.
Ebenso vertagt wurde auch die Entscheidung, ob man den Erdaushub der Feuerwehrhalle zum Auffüllen des Geländes hinter dem Feuerwehr nutzen sollte. Der Abtransport würde etwa 30.000 Euro kosten. Das Einbringen in das Gelände würde der Gemeinde etwa 4.000 Euro günstiger kommen. Da jedoch in der Sitzung nicht klar wurde, wie das Areal gestaltet werden könnte, konnte darüber auch keine Entscheidung getroffen werden. Auch diese Thematik wurde daher vertagt. In der Zwischenzeit soll auch geprüft werden, ob es für das Ausbringen des Aushubs hinter der Feuerwehrhalle nicht kostengünstigere Alternativen gibt.
Die CSU-Fraktion stellte den Antrag, dass zum einen auf der Kläranlage eine Photovoltaikanlage errichtet wird und zum anderen, dass die Gemeinde zukünftig die Bürgersolardächer übernehmen sollte. Die Bürgermeisterin führte hier aus, dass eine entsprechende Anlage auf der Kläranlage bereits in Planung sei. Über den zweiten Punkt berichtete sie, dass sich die Gesellschaft der Bürgersolardächer bei der Gemeinde melden müsste, wenn sie eine Änderung des bestehenden Vertrags möchte. Dieser gilt grundsätzlich noch bis Ende 2034. Die Gesellschaft soll bei einem entsprechenden, internen Beschluss auf die Gemeinde eigenständig zugehen Dieser Punkt wurde daher entsprechend einstimmig beschlossen.
Ansonsten informierte die Bürgermeisterin, dass ein Pflegestützpunkt von Manus Pflegedienst im Gemeindebereich entstehen soll.
Der 2. Bürgermeister berichtete von der Bürgermeisterdienstversammlung. Ein Thema war der Sandkerwa-Express. Diesen wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Hierdurch entstand letztes Jahr ein Defizit von 22.000 Euro. Daher entschloss der Landkreis diesen Service einzustellen.