05/03/2026
Pressemitteilung der Lauterbacher Linksfraktion:
Den von einer Tier-Adoptivfamilie ausgerichteten Glühweinbasar im Lauterbacher Tierheim nahm die Linken-Jugendgruppe Solid zum Anlass, sich die besagte Institution anzusehen. „Wir besuchen reihum alle Tierheime im Landkreis“, erklären Mitglieder von Solid. „Im vergangenen Jahr haben wir immer wieder den Tierschutzverein in Alsfeld besucht, unterstützt und auch für das Heim gespendet“, erläutert Katharina Niehage, die kürzlich erst drei Haustieren in Not ein Zuhause schenkte und Mitglied der Arbeitsgruppe Tier- und Artenschutz der Linken Vogelsberg ist. “Wir würden uns auch immer über neue Mitglieder in der AG oder der Linksjugend freuen, die mit uns gemeinsam zeigen: Politik soll Probleme anpacken und nicht nur über sie sprechen.”
Mit von der Partie war Katharina Jacob, Kandidatin der Linken für das Amt der Bürgermeisterin sowie Magistratsmitglied Silvius Theumer.
„Sir Lancelots Untertützung habe ich ja schon mal“, lächelt Jacob, als der rote Ritter ihr um den Hals fällt, woraufhin sie förmlich dahinschmilzt. Der freundliche rote Kater (sogar die Farbe stimmt!) lebt derzeit im Lauterbacher Tierheim, wo er auf eine liebe Adoptivfamilie wartet. „Er hat leider Katzen-Aids“, erklärt Tierpflegerin Lena Wiedner, „das bedeutet, dass er nur im Zimmer gehalten werden darf. Er würde sonst andere Katzen damit anstecken.“. Womit wir beim Thema wären: Lancelot und seine Geschwister sind mit der Immunschwächekrankheit infiziert, die sich durch Geschlechtsverkehr und Beißen überträgt. „Hätten wir eine Katzenschutzverordnung, wäre das Problem nicht ganz so schlimm und verbreitet“, so Christina Scheer, die Leiterin des Tierheims. „Immerhin haben wir im vergangenen Jahr jede Menge Katzen kastrieren können, in etwa so viele wie 2023“, weiß sie zu berichten. Ein Jahr zuvor habe der Tierschutzverein 80 Katzen und Kater sterilisieren bzw. kastrieren können, davon 35 Wildfänge, von denen 25 nicht mehr in geschlossenen Räumen gehalten werden könnten. „Wir mussten sie freilassen, aber jetzt vermehren diese Katzen sich wenigstens nicht mehr“, so Scheer. Schon dies habe die Katzenschwemme, die das Tierheim allsommerlich heimsucht, erheblich vermindert. Kastrationen kosten den Verein viel Geld, für einen Katzenhalter oder eine Katzenhalterin hingegen sind die Kosten zu verkraften – mit etwa 60 Euro muss gerechnet werden, wobei aber Narkose und Nachsorge noch mit einberechnet werden müssen. Selbstverständlich kann das Tierheim auch Geldspenden immer gut gebrauchen.
Soviel zu den Halter*innen von Hauskatzen, was aber macht ein Landwirt, der nicht umhin kann, auf seinem Hof neben den eigenen Miezen auch Streuner zu füttern? Hier weiß Jacob Rat: „Man schnappe sich einen möglichst starken Kater, lasse ihn sterilisieren, sodass er noch Spaß haben kann, erkläre ihn zur eigenen Katze und lasse ihn wieder frei. Schließlich kann man nicht für alle Tiere in der Umgebung gerade stehen“, betont sie. Ein sterilisierter Kater betreue die Katzen in der Umgebung, ohne jedoch Nachwuchs zu zeugen. Damit sei viel gewonnen, da sind alle Anwesenden sich einig. Jacob versprach, sich weiterhin für eine Katzenschutzverordnung einzusetzen, allerdings kann das Tierheim auch Geldspenden stets gebrauchen, weshalb auch ein rotes Sparschwein kurzzeitig die Besitzerin wechselt. „Das Schwein füttere ich seit Jahren“, meint Jacob, „Die Unterstützung des Tierschutzvereines und des Tierheims gehören für mich einfach dazu. Früher habe ich hier auch mal geputzt oder Tierfutter gekocht.“ Jacob verweist auf die LAG Tier- und Artenschutz, aber auch auf die Linksjugend im Allgemeinen, die sich immer über neue Mitglieder freuen.