30/07/2026
🏛️ Stadtratssitzung am 29. Juli: Rattenbekämpfung, Holzpreise, Kunradslust und Fragen zur Wasserversorgung
Zunächst stand das Pflichtprogramm auf der Tagesordnung: Die Jahresabschlüsse der Betriebe gewerblicher Art (BgA) Wasser und Freizeiteinrichtungen wurden genehmigt – einstimmig und ohne größere Diskussion. ✅
Deutlich spürbarer für viele Bürgerinnen und Bürger sind aber andere Themen, die der Stadtrat beraten und beschlossen hat – unter anderem die neuen Holzpreise.
🌲 Auf Vorschlag des Forstrevierleiters beschloss der Stadtrat eine Erhöhung der Preise für Holz aus dem städtischen Wald. Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird es damit jeweils sechs Euro teurer: Der Festmeter Laubholz kostet künftig 80 Euro, der Festmeter Nadelholz 65 Euro. Die neuen Preise gelten ab dem 1. August 2026. Gerade in Zeiten, in denen viele Haushalte genau rechnen müssen, ist das eine Entscheidung, die nicht leicht fällt. Gestiegene Löhne und Kosten u.a. für Sprit zwingen uns aber dazu, um am ende nicht beim Verkauf draufzulegen.
🚗🌳 Ebenfalls einstimmig beschloss der Stadtrat, die Zufahrt zur Kunradslust künftig nur noch bis zum Waldrand zu erlauben. Als Gründe wurden unter anderem Sicherheitsaspekte genannt. Außerdem soll die Regelung den Jägern sowie den Waldarbeiterinnen und Waldarbeitern ihre Arbeit erleichtern.
🐀 Ein weiteres Thema betrifft viele unmittelbar: Die Stadt hat ein zunehmendes Rattenproblem. Um dieses endlich wirksamer anzugehen, soll zunächst für ein Jahr ein externes Unternehmen übernehmen, was bisher beim Bauhof lag. Ziel ist, dass sich die Situation in den kommenden zwölf Monaten deutlich verbessert – und die Aufgabe anschließend wieder vom Bauhof übernommen werden kann. Hier zählt am Ende nicht, wer zuständig ist, sondern dass das Problem sichtbar besser wird.
💧 Besonders ärgerlich – aber am Ende zum Glück ohne finanziellen Schaden für die Stadt – war die Situation rund um einen bereits erteilten Auftrag für eine Druckerhöhungsanlage in der Triebstraße im Zusammenhang mit der Wasserversorgung. Der Stadtrat hatte sich damit bereits im Februar beschäftigt. Damals berichtete Bürgermeister Andreas Fath-Halbig, es sei festgestellt worden, dass die geplante Anlage zu groß dimensioniert sei und auch eine kleinere, günstigere Variante ausreichen würde. Auf ausdrückliche Nachfrage erklärte er außerdem, dies sei bereits mit der Feuerwehr abgesprochen. In der gestrigen Sitzung stellte sich nun heraus: Diese Auskünfte waren falsch. Fath-Halbigs Nachfolger Stephan Lehmair berichtete, dass es das angebliche Gespräch mit der Feuerwehr tatsächlich nicht gegeben hat. Dieses wurde inzwischen nachgeholt – mit dem Ergebnis, dass die ursprünglich beauftragte Druckerhöhungsanlage nicht ausreichend ist. Das ist politisch mehr als unschön, denn verlässliche Informationen sind die Grundlage jeder seriösen Entscheidung im Stadtrat.
Bei allem berechtigten Ärger über dieses zweifelhafte Vorgehen bleibt die Erleichterung: Der Stadt ist am Ende offenbar kein finanzieller Schaden entstanden. Die bestellte Anlage wurde noch nicht geliefert. Der Verkäufer, der nun auch die größere Anlage liefern wird, stornierte den ursprünglichen Auftrag und liefert stattdessen die erforderliche größere Version. Gut, dass hier noch rechtzeitig korrigiert werden konnte. 👍
Im nichtöffentlichen Teil standen weitere wichtige Themen auf der Tagesordnung. Darüber können wir selbstverständlich nicht berichten. Einiges davon wird voraussichtlich in nächster Zeit öffentlich werden, sobald die Gründe für die Geheimhaltung weggefallen sind. Transparenz bleibt hier wichtig – sobald sie rechtlich möglich ist.
☀️ Der Stadtrat geht nun in die Sommerpause. Die nächste Sitzung findet am 30. September statt. Wir bleiben dran und berichten weiter.
Fotoquelle Pixabay - Symbolbild
So schlimm ist es nicht und wird es hoffentlich auch nicht