21/02/2020
Und der Bericht zur Kandidatenvorstellung in voller Länge - mit Bild ...
Gelungene Informationsveranstaltung über die Kandidaten und Ziele
Am vergangenen Sonntag durfte sich die SPD/Freie Wähler-Gruppe Wörth über eine sehr gut besuchte Veranstaltung im Schloss Wörth freuen. Als besondere Gäste konnte die Landratskandidatin MdL Ruth Müller, die Bürgermeister der Gemeinde Stefan Scheibenzuber und Ludwig Thoma, Kreistagskandidat Arno Wolf, sowie viele Listenkandidaten der Mitbewerber begrüßt werden. Besonderer Dank gilt den Kuchenbäckerinnen, den fleißigen Helfern und unserem Schlossherren und Gastgeber Herwig Beitler, der auch einige Worte zur positiven Entwicklung des Schlosses sprach.
Neben der persönlichen Vorstellung der Gemeinderatskandidaten nutzte Armin Reiseck die Möglichkeit, den Gästen die Ziele für die kommende Legislaturperiode 2020 - 2026 vorzustellen. Gemeinderat Reiseck ging in seinem Vortrag auf die Projekte ein, deren Realisierung der Liste besonders am Herzen liegen. Hierzu zählen die zügige Umsetzung der Bürgerideen am Schlosspark mit gastronomischer Nutzung der alten Gärtnerei und eine neue Nutzung des alten Bauhofs als Bürgersaal. Ein weiterer Schwerpunkt für die Arbeit im Gemeinderat wird die Ortskerngestaltung entlang der Landshuter Straße zwischen Schloss und Kirche sein. Hier sei wünschenswert, dass die Gemeinde ihre Planungshoheit nutzt und die Gestaltung unter Einbeziehung des Bürgerwillens erfolgt, wobei eine Bedarfsplanung für betreute und soziale Wohnformen neu gedacht werden soll. Ein wichtiges Thema ist der Kandidatenliste auch die Förderung und der weitere Ausbau von erneuerbaren Energien in Form von Photovoltaik Anlagen auf öffentlichen Gebäuden und Freiflächen, damit sich auch ein relativ kleiner Ort wie Wörth zukünftig möglichst unabhängig von fossilen Brennstoffen machen kann. Ein erster Schritt hierzu wäre der Bau einer zentralen Heizungsversorgung durch ein Hackschnitzelheizkraftwerk und die Errichtung einer Ladestation für Elektrofahrzeuge.
Zu diesem Thema wurde von einem Fachmann die Möglichkeit der Wärmeversorgung mittels einer zentralen Hackschnitzelheizung vorgestellt. Dies könnte ein zukunftweisendes Projekt für alternative Energieformen in der Gemeinde sein.
Passend zu den Schwerpunkten der Gemeinderatskandidaten von SPD und FWG setzte die Landratskandidatin und Landtagsabgeordnete Ruth Müller ihre Schwerpunkte auch auf die Themen Energieversorgung und Verkehr. „In Eurer Nachbargemeinde Essenbach soll das neue Landratsamt entstehen“, so Müller. Doch dabei dürfe nicht nur ein neues Gebäude errichtet werden, auch die Verkehrsanbindungen müssen neu gedacht werden. Als SPD-Kreistagsfraktion haben wir uns schon im Jahr 2015 für die Errichtung von Bahnhaltepunkten in Essenbach stark gemacht. „Hier lassen wir nicht locker“, so Müller. Denn wenn man den Individualverkehr reduzieren möchte, müssen die ÖPNV-Angebote verbessert werden. Dazu passe auch die Initiative der SPD für ein 365-Euro-Ticket in der Region Landshut für Auszubildende, Schüler und Studierende.Leider habe es dafür im Kreistag keine Mehrheit gegeben. Als Landrätin wolle sie sich auch dafür einsetzen, den E-Mobilität und Car-Sharing-Projekte auf der Ebene des Landkreises zu organisieren, damit am Ende ein Konzept aus einem Guss entstehe und E-Mobilität und Car-Sharing-Angebote unabhängig vom Wohnort und der Finanzkraft der jeweiligen Kommune zu gleichen Konditionen in der gesamten Region genutzt werden können. „Nachhaltigkeit muss man auch vorleben“, so Müller. Deshalb sollte der Landkreis beim Neuerwerb von Fahrzeugen mit gutem Beispiel vorangehen und seinen Fuhrpark entsprechend umrüsten und darüber nachdenken, das neue Landratsamt aus heimischem Holz zu errichten. Die Forderung der Gemeinderatskandidaten nach einem öffentlichen Badesee in Wörth unterstützte Müller mit einem Zitat aus der Bayerischen Verfassung, die, wie Müller erinnerte, der Sozialdemokrat Wilhelm Hoegner geschrieben hat. Dort stehe seit 1946 in Artikel 141: „Staat und Gemeinde sind berechtigt und verpflichtet, der Allgemeinheit die Zugänge zu Bergen, Seen, Flüssen und sonstigen landschaftlichen Schönheiten freizuhalten und allenfalls durch Einschränkungen des Eigentumsrechtes freizumachen sowie Wanderwege und Erholungsparks anzulegen“.
Herzlichen Dank an alle interessierten Bürger und den Gästen für ihren Besuch.