11/06/2026
Tankrabatt-Aus pünktlich zum Ferienstart –
Bundesregierung muss verlässliche Anschlussmaßnahmen darlegen
Zum angekündigten Ende des Tankrabatts nach Juni und den Absichten der Bundesregierung, bei erneuten Preissprüngen zu handeln, erklärt die energiepolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Elke-Annette Schmidt:
"Das bevorstehende Ende des Tankrabatts sorgt für große Unsicherheit bei den Menschen und Unternehmen. Die vage Ankündigung der Bundesregierung, bei künftigen Preissteigerungen handeln zu wollen, reicht als verlässliche Perspektive nicht aus. Die Menschen in unserem Land benötigen jetzt Klarheit und dürfen ab Juli nicht mit den unkalkulierbaren Risiken an den Zapfsäulen allein gelassen werden.
Hinzu kommt, dass die geopolitische Situation im und um den Iran weiterhin angespannt ist. Es ist derzeit völlig unvorhersehbar, wie lange diese Krise noch anhält und wie lange wir die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen auf dem globalen Energiemarkt zu spüren bekommen werden.
Das Ende des Tankrabatts kommt für unser Bundesland zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Im Juli starten in Mecklenburg-Vorpommern die Sommerferien. Höhere Kraftstoffpreise würden somit mitten in der Urlaubszeit zu einer zusätzlichen Belastung für viele Familien im Land werden, die ohnehin schon mit gestiegenen Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben.
Wir fordern von der Bundesregierung, ihre Maßnahmen transparent offen zu legen und diese rechtzeitig umzusetzen. Es darf nicht erneut zu lange gewartet werden, bis die Preise an den Zapfsäulen eskalieren. Krisenbedingte Zusatzgewinne der Mineralölwirtschaft müssen konsequent herangezogen werden, um gezielte und dauerhafte Entlastungen zu finanzieren."