Regionalforstamt Soest-Sauerland

Regionalforstamt Soest-Sauerland Unser Forstamt ist zuständig für den Kreis Soest und den nördlichen Hochsauerlandkreis in NRW
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Kurz erklärt! 🧐Der Wildapfel - klein, aber wertvoll!Der Wildapfel gehört zu den ursprünglichen Bewohnern unserer heimisc...
03/09/2026

Kurz erklärt! 🧐

Der Wildapfel - klein, aber wertvoll!

Der Wildapfel gehört zu den ursprünglichen Bewohnern unserer heimischen Wälder und Feldgehölze. Seine kleinen, oft säuerlichen Früchte sind zwar nicht mit unseren süßen Gartenäpfeln zu vergleichen, dafür sind sie für die Natur umso wertvoller: Die Blüten bieten im Frühjahr Nahrung für zahlreiche Insekten, während die Früchte im Herbst von verschiedenen Tieren gerne gefressen werden. Auch als seltener und lichtliebender Baum ist der Wildapfel ein wichtiger Bestandteil unserer heimischen Artenvielfalt.

Foto: V. Seidel, vielen Dank! :)

Zecken – kleine Parasiten, große Gefahr!Auch in diesem Jahr sind wieder viele Zecken unterwegs. Nach einem Spaziergang i...
02/09/2026

Zecken – kleine Parasiten, große Gefahr!

Auch in diesem Jahr sind wieder viele Zecken unterwegs. Nach einem Spaziergang im Wald, im hohen Gras oder im Unterholz lohnt es sich deshalb, den eigenen Körper gründlich abzusuchen und natürlich auch den Hund zu kontrollieren. Denn je früher eine Zecke entdeckt und entfernt wird, desto besser. Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen. Beim Menschen gehören dazu beispielsweise Borreliose und in bestimmten Regionen auch FSME.

Aber auch für unsere Hunde können Zecken gefährlich werden. In Deutschland werden inzwischen immer häufiger sogenannte „Mittelmeerkrankheiten“ festgestellt, die durch Zecken übertragen werden. Eine davon ist die Anaplasmose.

Dieses Thema liegt mir persönlich sehr am Herzen... Ich selbst hatte zwei Hunde, die an Anaplasmose erkrankten. Einer davon hat es leider nicht geschafft, da die Krankheit zu spät erkannt wurde. Deshalb möchte ich Euch aus eigener Erfahrung ans Herz legen: Nehmt ungewöhnliche oder plötzlich auftretende Symptome bei Eurem Hund ernst!

Dazu können unter anderem gehören:
- plötzliches Fieber
- starke Müdigkeit oder Bewegungsunlust
- Lahmheit bzw. Humpeln
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit oder Durchfall
- allgemein ungewöhnliches Verhalten

Natürlich können diese Symptome auch viele andere Ursachen haben. Trotzdem sollte bei einem Hund mit möglichem Zeckenkontakt auch an eine durch Zecken übertragene Erkrankung gedacht werden. Sprecht bei entsprechenden Beschwerden möglichst schnell mit Eurer Tierärztin oder Eurem Tierarzt und lasst gegebenenfalls gezielt auf Zeckenkrankheiten bzw. Mittelmeerkrankheiten untersuchen. Je früher eine Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser können die Chancen für den Hund sein.

CSI Soest-Sauerland ermittelt wieder! 🕵️‍♀️Halb sieben -die Kaffeemaschine lief noch- als das Telefon klingelte. Es konn...
01/09/2026

CSI Soest-Sauerland ermittelt wieder! 🕵️‍♀️

Halb sieben -die Kaffeemaschine lief noch- als das Telefon klingelte. Es konnte nur eine sein: Frau Specht! Kaum hatte Ermittlerkollege Christoph den Hörer abgenommen, zeterte Frau Specht los: Riiiiiiesige Hagelkörner würden in ihrem Vorgarten liegen. Es nützte nichts, der Kaffee musste mal wieder warten. 🙄

Im Wald angekommen bot sich uns folgendes Bild: mehrere riesige weiße Kugeln lagen unter einem Baum. Weiter hinten stand Frau Specht, bekleidet mit einer hautengen Leoparden-Leggins und einem viel zu kleinen Sport-Top. Unter dem Flügel trug sie eine Tasche. Sie erzählte uns, dass sie gerade auf dem Weg zu ihrem Fitness-Studio „Mega-Muckis“ war, als sie im Vorgarten über diese riesigen Kugeln gestolpert sei. Kollege Christoph holte den Detektivkoffer aus dem Auto und wir begannen uns die Kugeln näher anzusehen. Eine merkwürdige Konsistenz hatten sie... 🤔 An einer der Kugeln saßen die Nacktschnecken Gustav Glitsch und Nacki Chan. Als wir uns ihnen näherten sahen wir, dass sie am Fressen waren. Nacki Chan erzählte schmatzend, dass diese Kugeln hervorragend schmecken würden. Daraufhin wurde Frau Specht hellhörig. -Wurde sie doch vor Monaten von ihrem Personal Trainer auf Diät gesetzt...

Plötzlich fiel uns ein, dass wir vor Jahren mal vegetarische Schnitzel aus Riesenbovisten hergestellt hatten: Riesenboviste sind Großpilze aus der Familie der Champignonverwandten. Diese bilden einen großen, kugelförmigen Fruchtkörper. Junge Riesenboviste sind innen komplett weiß und in der Zeit noch essbar und genießbar. Mit zunehmender Reife verfärbt sich das Innere gelblich bis braun und dann kann man sie auch nicht mehr essen. Jedenfalls haben wir ihn damals in Scheiben geschnitten, gewürzt und paniert und in der Pfanne von beiden Seiten goldbraun angebraten. Fertig war das Schnitzel!

Als Frau Specht das hörte, raste sie los und kam beladen mit einem Messer und unzähligen Tupper-Dosen zurück. Hektisch fing sie an, die Riesenboviste zu zerteilen. Die Sportstunde musste scheinbar warten... Wir wünschten ihr guten Appetit und verabschiedeten uns, denn der Kaffee ☕️ im Ermittlungsbüro wartete bereits auf uns! 😉

Warum werfen Bäume jetzt ihre grünen Blätter ab?Die vergangenen Wochen waren geprägt von anhaltender Trockenheit und hoh...
31/08/2026

Warum werfen Bäume jetzt ihre grünen Blätter ab?

Die vergangenen Wochen waren geprägt von anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen. Für uns Menschen bedeutet das vielleicht viel Sonne, für unsere Bäume ist diese Wetterlage jedoch eine große Belastung. Bäume benötigen Wasser, um ihre Blätter mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Ist im Boden über längere Zeit zu wenig Wasser vorhanden, geraten sie in Trockenstress. Um sich zu schützen, reduzieren sie ihren Wasserverbrauch und beginnen teilweise damit, Blätter abzuwerfen. -Und das sogar dann, wenn diese noch vollständig grün sind.

Denn jedes Blatt verdunstet über seine Oberfläche Wasser. Durch den Blattabwurf verringert der Baum diese sogenannte Transpiration und spart damit wertvolles Wasser. Vereinfacht gesagt: Der Baum schaltet auf „Sparmodus“, um möglichst lange mit den vorhandenen Wasserreserven auszukommen. Besonders junge Bäume und flach wurzelnde Arten können unter der Trockenheit leiden. Ein früher Blattabwurf bedeutet dabei nicht automatisch, dass der Baum abgestorben ist. Viele Bäume können sich nach einer ausreichenden Wasserversorgung wieder erholen und im kommenden Frühjahr neu austreiben.

Wenn also derzeit grüne Blätter auf dem Waldboden liegen, ist das nicht unbedingt ein Zeichen für den Herbst, sondern kann ein deutliches Zeichen von Trockenstress sein.

Foto: M. Eikmeier

Waldbild der Woche! 🌳🦉Vielen Dank an Jennifer Kuhn für das tolle Foto! :)Über weitere Fotos zum Thema Wald/Natur würden ...
29/08/2026

Waldbild der Woche! 🌳🦉

Vielen Dank an Jennifer Kuhn für das tolle Foto! :)

Über weitere Fotos zum Thema Wald/Natur würden wir uns freuen. Bitte per E-Mail an: [email protected]

Die Haselnuss - noch nicht ganz fertig gereift und schon fürs nächste Jahr gerüstet! 🌰Wer momentan an einem Haselstrauch...
28/08/2026

Die Haselnuss - noch nicht ganz fertig gereift und schon fürs nächste Jahr gerüstet! 🌰

Wer momentan an einem Haselstrauch vorbeikommt, kann ein interessantes Naturschauspiel entdecken: Die diesjährigen Haselnüsse sind noch nicht vollständig ausgereift, während sich am gleichen Strauch bereits die männlichen Blütenstände für das kommende Jahr bilden. Die länglichen, hängenden Kätzchen sind die männlichen Blüten der Hasel. Sie sind bereits jetzt angelegt und überdauern den Winter. Im zeitigen Frühjahr öffnen sie sich und geben große Mengen Pollen frei, sehr zur Freude der Bienen, aber weniger zur Freude vieler Allergiker. ;)

Die Haselnüsse brauchen dagegen noch etwas Zeit: Ihre braune Färbung und die harte Schale entwickeln sich erst im weiteren Verlauf der Reife. Im Herbst sind sie dann soweit: Die Nüsse fallen zu Boden und werden zu einer begehrten Mahlzeit für Eichhörnchen, Mäuse, Eichelhäher und viele andere Tiere. An einem einzigen Haselstrauch kann man damit bereits den Übergang vom aktuellen Jahr zum nächsten Frühjahr beobachten. Während die eine Generation noch reift, wird die nächste schon vorbereitet. -Die Natur arbeitet eben gerne vorausschauend! :)

Die Bergheide Wer im Sauerland unterwegs ist, entdeckt sie vielleicht an sonnigen Hängen und auf nährstoffarmen Standort...
27/08/2026

Die Bergheide

Wer im Sauerland unterwegs ist, entdeckt sie vielleicht an sonnigen Hängen und auf nährstoffarmen Standorten: die Bergheide. Auf den ersten Blick wirkt sie eher karg – doch gerade diese besonderen Lebensräume sind ökologisch äußerst wertvoll. Typisch für die Bergheide sind Heidekraut, Besenginster, Preiselbeere und verschiedene Gräser. Die offenen, sonnigen Flächen bieten zahlreichen Insekten, Reptilien und Vö**ln einen wichtigen Lebensraum.

Entstanden sind dieBergheiden, nachdem im 17. und 18. Jahrhundert die ursprünglich dort vorhandenen Buchenwälder zum Zwecke der Gewinnung von Holzkühle stark übernützt waren und sich nicht mehr verjüngen konnten. Es folgte eine Bewirtschaftung durch Beweidung, Mahd und die Nutzung als Streu. So blieben die Standorte offen und nährstoffarm. Wird diese Nutzung aufgegeben, wachsen nach und nach Gehölze und die Heide verschwindet. Damit die Bergheide erhalten bleibt, ist deshalb regelmäßige Pflege notwendig. Gehölze müssen zurückgedrängt und die offene Struktur erhalten werden. Häufig kommen dabei auch Schafe oder Ziegen zum Einsatz.

Bergheiden sind ein Stück Kulturlandschaft und zugleich wertvolle Rückzugsorte für seltene Arten. Wer durch eine solche Fläche wandert, sollte deshalb auf den Wegen bleiben und die empfindliche Vegetation nicht betreten.

Der WeidenbohrerManchmal steht man im Garten und es liegt ein Essig-Geruch in der Luft. Die Auflösung ist deutlich wenig...
26/08/2026

Der Weidenbohrer

Manchmal steht man im Garten und es liegt ein Essig-Geruch in der Luft. Die Auflösung ist deutlich weniger kulinarisch, aber dafür umso spannender: Der Verursacher kann der Weidenbohrer sein.

Die Raupe dieses Nachtfalters gehört zu den beeindruckenderen Erscheinungen unter unseren heimischen Insekten. Sie kann bis zu 10 cm lang werden und lebt nicht irgendwo zwischen Blättern – sondern mitten im Stamm von Bäumen. Besonders gern sucht sie sich Weiden, Pappeln oder auch Obstbäume aus. Dort beginnt sie mit echter Bauarbeitermentalität zu arbeiten. Die Raupe frisst etwa 2 cm dicke, ovale Gänge tief in das Stammholz. Mit der Zeit entsteht im Inneren des Baumes ein richtiges kleines Gangsystem – quasi eine unterirdische Wohnung im Holz.

In der Nähe des Stammes kann dann ein auffälliger Essiggeruch entstehen. Dieser Geruch stammt von den Ausscheidungen der Raupe und ist oft das erste Zeichen dafür, dass sich ein Weidenbohrer im Baum eingenistet hat. Geduld hat dieser Bewohner auf jeden Fall. Die Raupe überwintert bis zu viermal in ihrem selbstgebauten Gangsystem. Während draußen die Jahreszeiten wechseln, bleibt sie gemütlich in ihrem Holz-Tunnel und frisst sich langsam weiter durch den Stamm.

Erst nach mehreren Jahren ist die Entwicklung abgeschlossen. Dann verlässt die Raupe ihren Baum, verpuppt sich im Erdreich und verwandelt sich schließlich in einen Nachtfalter. Zwischen Juni und Anfang August kann man diesen Falter dann beobachten. Mit einer Flügelspannweite von etwa 6 bis 8 cm ist er durchaus stattlich und gehört zu den größeren Nachtfaltern in unserer Natur.

Die Brombeere – eine richtige Vitaminbombe!Von August bis Oktober sieht man die reifen, blauschwarzen Früchte der Brombe...
25/08/2026

Die Brombeere – eine richtige Vitaminbombe!

Von August bis Oktober sieht man die reifen, blauschwarzen Früchte der Brombeere im Wald, an Rändern von Wiesen und Feldern. Brombeeren gehören zur Familie der Rosengewächse. Botanisch gesehen handelt es sich aber nicht um Beeren, sondern um Sammelsteinfrüchte. Da sie keine feste Blütezeit haben, findet man oft unreife Beeren und reife Früchte an einem Strauch.

Brombeeren haben eine starke antioxidantische Wirkung. Indem wir sie essen, profitieren unsere Zellen vom Schutz vor Alterung und Entartung. Freie Radikale werden neutralisiert und Gewebe und Blutgefäße geschützt. Aber nicht nur die antioxidantische Wirkung ist wichtig zu erwähnen: sie helfen außerdem Blutgerinnsel zu verhindern und verbessern den Blutfluss. Die Pflanzenstoffe wirken immunstärkend, entzündungshemmend und sind nützliche Helfer gegen Allergien und Heuschnupfen. Durch den hohen Ballaststoffgehalt beugen sie Verstopfung und Hämorrhoiden-Leiden vor.

Von Frühjahr bis Herbst kann man junge Brombeer-Blätter für die Zubereitung von Tees sammeln und sie anschließend trocknen. Die Blätter enthalten Gerbstoffe, gefäßschützende Flavonoide sowie Vitamin C. Die Verwendung der Blätter als Heilmittel ist schon seit dem Altertum bekannt.

Brombeerblättertee wirkt schleimlösend und unterstützend bei Erkältungen. Durch seine blutreinigende Wirkung hat er einen positiven Einfluss auf Hautausschläge und Flechten

Adresse

Franz-Hegemann-Straße 23, Gebäude 29
Warstein
59581

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