24/01/2026
Frost, Schnee und Glätte: Nicht gerade ideale Bedingungen, um 12.000 Menschen zu evakuieren. Genau das musste am Sonntag, den 11.01.2026, in Wedel stattfinden. Grund dafür war die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg, die bei Bodenarbeiten auf einem Grundstück in der Industriestraße entdeckt worden war.
Am frühen Sonntagmorgen hatte sich ein Lagestab, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Stadtverwaltung und Hilfsorganisationen, in der Wedeler Feuerwache an der Schulauer Straße eingefunden, um von dort aus die Entschärfung und alle dafür erforderlichen Maßnahmen zu koordinieren. Für die neue Ordnungsamtsleiterin Henrike Paramin-Priefert war es die erste Großlage. Gemeinsam mit Wedels Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto trug sie souverän die Gesamtverantwortung.
Den Einsatz leitete, wie bei Bombenentschärfungen üblich, die Polizei. Die Feuerwehr Wedel unterstützte den Einsatz mit zahlreichen Kräften. Bereits am Donnerstag hatten wir das Ordnungsamt beim Verteilen der Informationsblätter an alle Haushalte im Evakuierungsgebiet unterstützt. Unser Aufgabenspektrum am Sonntag war breit gefächert: Wir machten Lautsprecherdurchsagen, übernahmen Absperr- und Sicherungsaufgaben und stellten eine Wachbereitschaft am Rande der Sperrzone sowie an der Feuerwache. Die Wachbereitschaft rückte zu einer Türöffnung und einem Feuer aus. Wieder einmal konnten wir auf die Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr Holm zählen – dafür vielen Dank!
Die erfolgreiche Entschärfung der Bombe erfolgte am späten Mittag, der Einsatz zog sich bis in den Nachmittag hinein.
Ein großer Dank gilt der Polizei als verantwortliche Einsatzleitung, allen eingesetzten Kameradinnen und Kameraden, unseren Gerätewarten sowie allen beteiligten Organisationen für die sehr gute Zusammenarbeit. Den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt danken wir für ihre Disziplin und ihr Verständnis.