24/05/2026
𝓓𝓲𝓮 𝓛𝓮𝓰𝓮𝓷𝓭𝓮 𝓿𝓸𝓶 𝓟𝓯𝓲𝓷𝓰𝓼𝓽𝓯𝓾𝓬𝓱𝓼
entstanden in unserem "Reise in die Traumwelten" - Eine Geschichte in 2 Teilen.
Teil 1:
Man sagt, tief im Wald, wenn die Pfingstzeit beginnt und die Luft nach Blumen und Feuer riecht, erscheint ein besonderes Wesen: der Pfingstfuchs.
Vor vielen Jahrtausenden, als noch die Magie der großen Drachen in der Luft lag, Menschen diese wahrnehmen konnten, und hin und wieder die Drachen etwas dieser Magie abgaben, brach kurz nach dem Beltanefest, dem Fest des Friedens, dem heutigen Pfingstfest, eine gewaltige Feuersbrunst über das Land herein. Die Pingstflammen waren außer Kontrolle geraten und züngelten sich rasch über die Felder und an den Gebäuden hoch. Das Haus, das den Feldern am nächsten stand, gehörte der beliebten und geschätzten Familie der Affen. Ehe man es sich versah, loderte es auf und schien völlig zu verbrennen. Die Affen waren für ihre Fürsorge und ihre Pflege des Festes besonders angesehen und schienen der Feuersbrunst hoffnungslos ausgesetzt zu sein.
Da brach sich ohne zu zögern ein Fuchs seine Bahn durch die gaffende Menge, stürzte sich direkt ins Haus und versetzte Mensch und Tier in ängstliche Spannung:
ob dieser tollkühne Wagemut von Erfolg gekrönt sei oder auch der mutige Gevatter Reineke in dem Flammenmeer umkommen würde? Doch in letzter Sekunde erschien der wackere Held und führte die Affeneltern und -kinder mit Ruhe aus dem Inferno heraus.
Kaum war dies geschehen, verwandelte sich der Fuchs in ein Wesen halb Fuchs, halb Taube – mit weichem roten Fell und weißen Federn an seiner Brust. Große, leuchtende Flügel trugen ihn lautlos durch den Äther. Die Drachen hatten ihm ob seiner Heldentat Magie geschenkt.
Mit seinen Flügeln wirbelte er die Luft auf, brachte Regen und kühlte auch das restliche Feuer. Wo auch immer seine Pfoten auftraten versiegten die letzten Flammen.