03/04/2017
Unsere erste Veranstaltung 2017
Gestern war es endlich soweit: Die JU Wendelstein hat nach einer längeren Durststrecke und den darauf gefolgten Neuwahlen vor zwei Wochen ihre erste Veranstaltung, unter dem Thema „Europa, was lernen unsere Kinder?“, in Wendelstein ausgerichtet.
Im Freien, bei gelöster Stimmung und sommerlichen Wetter, stellte die CSU Ortsgemeinschaft sogleich die enge Zusammenarbeit der verschiedeneren Arbeitsgemeinschaften (FU, SenU, JU) und des Gemeinderates unter Beweis und erschien mit zahlreichen Mandatsträgern. Als Podiumsteilnehmer fungierten unser JU-Kreisvorsitzender Daniel F. Nagl, sowie der stv. Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag & ehemalige Staatssekretär im Kultusministerium, Karl Freller.
Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Ortsvorsitzenden Filip Balzert richteten Bürgermeister Werner Langhans und Volker Bauer, MdL ihre Grußworte ans Publikum und verwiesen beide sogleich auf die Bedeutung Europas für den Frieden. Dem folgte ein Impulsreferat von Daniel Nagl, in dem dieser unter anderem auf den komplexen Zusammenhang von Staat, Kultur und Nation einging.
Gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion überraschte Karl Freller das Publikum, als er ein Wörterbuch aus dem Jahre 1914 hervorzog, welches deutschen Soldaten bei der Verständigung mit Franzosen, im Ernstfall, helfen sollte. Sätze wie „Schreiben Sie meiner Mutter, dass ich Gefallen bin“, führen uns vor Augen, welches Glück uns ein Europa gebracht hat, in dem wir in einem 100 Jahre jüngeren Jugendwörterbuch hauptsächlich Worte wie „Hat das Hotel Wifi?“ finden müssen. Weiter plädierte Freller dafür, beispielsweise die Möglichkeit eines Auslandsschuljahres zu nutzen - durch eigene Erfahrungen vor Ort könne man den europäischen Gedanken selbst leben und sich mit andern europäischen Bürgern vernetzen.
Zudem wurde auch auf die neuen Pläne der bayerischen Staatsregierung, das G9 mit einer „Überholspur“ in der 11. Klasse wieder einzuführen, an denen Freller maßgeblich beteiligt ist, eingegangen. Die Möglichkeit, der politischen Bildung durch eine Stärkung der Fächerkombination Geschichte+Sozialkunde mehr Platz einzuräumen, überzeugte genauso wie der Vorschlag, mehrwöchige Projekte durchzuführen. Bei alledem soll Europa keine Nebenrolle einnehmen und ein Wachsen der gemeinsamen Identität zu einem friedlichen Europa der Regionen gefördert werden.
Wir freuen uns, dass durchweg ein reger Austausch zwischen Publikum und Podium stattfand, sodass ein Gros an verschiedenen Ansichten ausgetauscht und diskutiert werden konnte. Nur durch die aktive Beteiligung unserer Bürger kann eine Veranstaltung so erfolgreich ausgehen.
Ein spezielles Dankeschön geht hier nochmals an Karl Freller, der sich die Zeit für uns genommen und somit alles erst ermöglicht hat. Wir hoffen, dass sich seine Pläne für die Zukunft unserer Gymnasien, wie er sie heute dargelegt hat und für die ihm eine beeindruckend positive Resonanz zu Teil wurde, auch ich dieser Form verwirklichen und wünschen ihm dafür weiterhin viel Erfolg.