18/10/2025
+++ Standpunkt: Bernward Schlossarek zum Scheitern des Medizinischen Versorgungszentrums als Klinikersatz in der Stadt Springe +++
》„Von der Klinik zum Lost Place – und vom MVZ zur Nebelmaschine.“《
Es ist schon erstaunlich, wie SPD und Grüne die Kunst der Nebelkerzen perfektionieren. Erst wird das Krankenhaus in Springe geschlossen – natürlich mit dem großen Versprechen, ein Medizinisches Versorgungszentrum als „modernen Ersatz“ auf die Beine zu stellen. Heute steht das alte Krankenhaus wie ein Lost Place am Deister, ein Mahnmal für politische Luftschlösser. Und das MVZ? Nun ja, da wird seit Jahren verzweifelt nach einer ärztlichen Leitung gesucht – offensichtlich ist das aber ähnlich aussichtsreich wie die Fahndung nach dem Yeti.
Was bleibt, ist ein Deister-Tower mit leerstehenden Etagen, politischen Aufsichtsräten, die zwar „nicht reinreden wollen“, aber doch ziemlich laut schweigen, und ein Bürgermeister, der schon mal vorsorglich das Scheitern eingesteht. Das nennt man dann wohl „vorausschauende Gesundheitspolitik“.
Wenn das die Blaupause der Klinikum Region Hannover GmbH für Lehrte sein soll, dann gute Nacht. Dort wurde auch ein Krankenhaus dichtgemacht und ein ambulantes Zentrum versprochen. Man darf gespannt sein, ob dort zumindest im Kommunalwahljahr 2026 ein rotgrünes Schild mit der Aufschrift „Hier entsteht irgendwann etwas ganz Tolles“ aufgestellt wird – das wäre immerhin ehrlicher als jahrelange Warterei.
Rot-Grün hat also in Springe geliefert: keine Ärzte, kein MVZ, keine Nachnutzung des Klinikums, aber jede Menge warme Worte. Man könnte fast meinen, es handele sich um ein innovatives Pilotprojekt – die Einführung der ambulanten Nebelmedizin.