18/08/2026
Im Interview von Petra Pinzler, DIE ZEIT, mit Felix Banaszak (Bündnis 90/Die Grünen) Thomas Heilmann (CDU Kimaforum) und mir zu den Auswirkungen des Klimawandels und daraus folgender Konsequenzen, betonte ich:
Die Energiewende ist keine Belastung, die wir uns leisten müssen – sie ist eine Investition in Klimaschutz, Sicherheit, Unabhängigkeit und langfristig niedrigere Kosten.
Wir müssen dort ansetzen, wo die Ursache liegt: beim schnellen Umstieg von fossilen Energien auf Erneuerbare. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat den Boom von Solar- und Windenergie erst möglich gemacht. Und dieser Erfolg macht es zum Gegenstand der Auseinandersetzung, angetrieben von jenen, die an konventionellen Energien festhalten wollen.
Heute erleben wir einen Kulturkampf um die Energiewende. Mit verzerrten Kostenrechnungen werden Erneuerbare als kostenineffizient gebrandmarkt.
Unterschiedliche Einschätzungen wurden über die Bedeutung des Emissionshandels offenbar. Nach meiner Überzeugung müssen wir uns stärker um den Beginn der Verursachungskette kümmern, nicht erst, wenn das CO2 entsteht. Zur Kostendebatte zählt auch die Finanzierung der Netze: ich plädiere dafür, sie aus den Netzentgelten herauszunehmen und sie aus öffentlichen Geldern zu finanzieren, wie auch Autobahnen aus Steuern finanziert werden. In Bezug auf die aktuell anstehenden Energiegesetzte stellte ich klar: Es muss um Ermöglichen statt Bremsen gehen.
Dazu gehört für mich, den Ausbau der Stromnetze über den Staatshaushalt statt über die Netzentgelte zu finanzieren. Das kann Strom verbilligen und zugleich Investitionen in Erneuerbare, Wasserstoff, Elektromobilität und Wärmepumpen erleichtern. Ressourcenwende, Klimaschutz und Klimafolgenbewältigung sind längst eine Frage der Sicherheit. Hier muss gelten: Whatever it takes.
Der gesamte Artikel ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-08/hitzeschutz-politik-klimawandel-felix-banaszak-thomas-heilmann-nina-scheer