19/07/2026
"Man schützt, was man kennt." Deswegen wurde es höchste Zeit, dass die Grünen aus Wiehl einen der wertvollsten und beeindruckendsten Lebensräume im Oberbergischen kennenzulernen - quasi vor der Haustür im Naturschutzgebiet Immerkopf.
Es ging ins Hangmoor, ein feuchter und nährstoffarmer Lebensraum, eng verzahnt mit Bruchwäldern und Feuchtheiden. Im eigentlich FEUCHTGEBIET wurde wieder einmal die Klimakrise schmerzlich sichtbar. Lange Dürreperioden machen dem Moor zu schaffen.
Die rosablühende Glockenheide ist eine Charakterart der Hangmoore und Feuchtheiden.
Die Wespenspinne fühlt sich zwischen dem Pfeifengras wohl. Das auffallend gemusterte Weibchen hat eine Körperlänge von circa 2,5 cm, während das das hellbraune Männchen nur 6 mm groß wird.
Wir konnten die letzten Blüten der Moorlilie, auch Beinbrech genannt, sehen. Sie wird auf der Roten Liste NRW als gefährdet eingestuft.
Manchmal muss man ganz genau hinschauen...
Der Sonnentau ist ziemlich klein, aber dafür mit seinen klebrigen Blättern, mit denen er Insekten fängt, sehr beeindruckend.
Das Torfmoos ist an vielen Stellen blass - auch ihm macht die Trockenheit zu schaffen.
Eine solche Führung ist nur in Begleitung von Fachpersonal und mit Genehmigung der Naturschutzbehörde möglich. Wie in allen Naturschutzgebieten gilt: das Verlassen der Wege ist nicht erlaubt.