03/10/2022
Ministerpräsident Söder Anfang September. "Für uns in Bayern liegt die Seele des Landes im ländlichen Raum. Und da hilft kein Ticket, wenn keine Linie fährt." Er setze "weiter aufs Auto" und wirbt für Entlastungen beim Sprit.
Für Jörg Lange ist genau das ein Teil des Problems. "Das Schienennetz in Bayern fällt auseinander, während Unmengen an Geld in neue Straßen investiert werden", kritisiert der Pro-Bahn-Vertreter. Er nennt das Werdenfelser Land als Beispiel, wo der Schienenverkehr seit dem tödlichen Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen im Juni weitgehend lahmliegt. Der Ausbau der eingleisigen Werdenfelsbahn war immer wieder angemahnt worden, stattdessen fließen in der Region Hunderte Millionen in den Bau neuer Autotunnel. Es musste erst ein Zug entgleisen, bis sich die Politik plötzlich wieder für das Schienennetz interessierte.
Berlin legt als erstes Bundesland einen Nachfolger für das Neun-Euro-Ticket vor, während in Bayern wieder der Tarifdschungel blüht. Warum?