Hessisches Landesarchiv

Hessisches Landesarchiv Im Hessischen Landesarchiv kann man mit Geschichte auf Tuchfühlung gehen.
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Das Hessische Landesarchiv ist die zentrale Anlaufstelle für alle, die sich ganz hautnah und umfassend mit der Geschichte des Bundeslandes und seiner Vorgängerterritorien beschäftigen wollen.

Die Rolle von psychiatrischen Anstalten als sogenannte „Zwischenanstalten“ im Nationalsozialismus wurde auf einer Tagung...
23/10/2023

Die Rolle von psychiatrischen Anstalten als sogenannte „Zwischenanstalten“ im Nationalsozialismus wurde auf einer Tagung näher beleuchtet

Am 14. und 15. September 2023 fand die vom Hessischen Institut für Landesgeschichte (HIL) ausgerichtete öffentliche Fachtagung „Zwischenanstalten. Ein besonderer Typus Anstalt im Nationalsozialismus?“ im Staatsarchiv in Marburg statt, zu der unter anderem Staatsministerin Angela Dorn die Grußworte sprach. Es wurde deutlich, dass die sog. „Zwischenanstalten“ oder „Durchgangsanstalten“ eine weitaus aktivere Rolle im massenhaften Krankenmord des NS-Regimes hatten als lange Zeit anerkannt wurde. Dabei rückten sowohl die Verhältnisse in einzelnen Einrichtungen als auch ihre Zusammenarbeit innerhalb des Tötungsnetzwerkes des „Dritten Reichs“ in den Fokus.

Näheres zu diesem Projekt findet sich im aktuellen Newsletter: https://landesarchiv.hessen.de/geschichte-erleben/publikationen/newsletterausgaben/newsletter-2023-10/tagung-zwischenanstalten

Im Rahmen eines Seminars der Medienwissenschaft an der Philipps-Universität waren im Juni vier Studierende im Staatsarch...
20/10/2023

Im Rahmen eines Seminars der Medienwissenschaft an der Philipps-Universität waren im Juni vier Studierende im Staatsarchiv Marburg zu Gast.

In ihrem sechsminütigen (nichtöffentlichen!) Clip zu den „Brüdern Grimm in Marburg“ filmten sie im Magazin am Bestand 340 Grimm und im Lesesaal, wo sie sich ausgewählte Stücke aus dem Studium in Marburg und der Kindheit der Brüder ansahen. Darunter auch detaillierte Zeichnungen von Insekten und einer Echse, die wohl um 1800 angefertigt worden sind (Signatur B 276 und B 277).

Der Bestand 340 Grimm kam als Teil des Nachlasses der berühmten Brüder in den 1950er Jahren ins Staatsarchiv Marburg. Er enthält viele Unterlagen aus dem Privatleben der Familie. Digital ist der Bestand 340 Grimm über Arcinsys und auch das Grimm-Portal abrufbar: https://www.grimm-portal.de/viewer/image/1479888529486/2/

Klima, Wetter und Unwetter - Wenig Niederschlag im Archiv?Angesichts der aktuellen Debatten rund ums Thema Klima kam die...
18/10/2023

Klima, Wetter und Unwetter - Wenig Niederschlag im Archiv?

Angesichts der aktuellen Debatten rund ums Thema Klima kam die Frage auf, ob in den Abteilungen des Hessischen Landesarchivs (HLA) Unterlagen dazu, zum Wetter bzw. zu Unwettern überliefert sind oder ob solche Unterlagen tatsächlich eher wenig Niederschlag im Archiv finden.
Eine ganze Serie fotografischer Dokumentationen von Naturkatastrophen finden sich im Nachlass des Fotografen Herbst im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden. Darunter sind auch zahlreiche Fotografien der Folgen des starken Unwetters, welches im Juni 1966 über Rüdesheim hereinbrach. Der starke Regen führte zu Überschwemmungen. Straßen und Keller mussten anschließend von Wasser, Geröll und Schlamm befreit werden. Diese Arbeiten begleitete Fotograf Herbst und zeigt mit dem hier ausgewählten Bild eindrücklich, welche Kraft ein solches Hochwasser haben kann, denn mit den Wassermassen wurde ein Auto teilweise im Schlamm begraben und musste von mehreren Männern mühsam befreit werden (HHStAW, 3008/47, 13201).

Weitere Hinweise zum Wetter im Archiv findet sich im aktuellen Newsletter: https://landesarchiv.hessen.de/geschichte-erleben/publikationen/newsletterausgaben/newsletter-2023-10/mixed-pixels-2023-10

Dieser beeindruckende Entwurf für ein Pumpwerk im Schloß zu Waldeck entstand im 17. Jahrhundert.
16/10/2023

Dieser beeindruckende Entwurf für ein Pumpwerk im Schloß zu Waldeck entstand im 17. Jahrhundert.

Die Referendar*innen erkundeten als krönenden Abschluss ihrer Exkursionen während der Praxisphase ihrer Ausbildung das A...
11/10/2023

Die Referendar*innen erkundeten als krönenden Abschluss ihrer Exkursionen während der Praxisphase ihrer Ausbildung das Archiv der deutschen Jugendbewegung in Witzenhausen - eine Außenstelle des HLA, die malerisch auf einer Burg untergebracht ist. Neben den altbekannten Akten stießen sie dort auch auf viele spannende 3D-Objekte, die viel über die Geschichte des Wandervogels und anderen Jugendbewegungen erzählen können.

Wer kennt sie nicht: Thonet Stühle waren bereits im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Der Druck entstand um 1880 in Wien.
09/10/2023

Wer kennt sie nicht: Thonet Stühle waren bereits im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Der Druck entstand um 1880 in Wien.

...zum Ende seiner Reise kehrte Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt in Lauterbach (Hessen) ein, von wo aus er s...
06/10/2023

...zum Ende seiner Reise kehrte Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt in Lauterbach (Hessen) ein, von wo aus er seiner Tochter Elisabeth erneut schrieb!

Die Postkarte ist im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt unter der Signatur HStAD, D24, Nr. 39/5 einsehbar.

Ganz beflügelt wirkt der Eckhart G. Franz-Saal im Haus der Geschichte mit dieser schönen Neuerwerbung.
04/10/2023

Ganz beflügelt wirkt der Eckhart G. Franz-Saal im Haus der Geschichte mit dieser schönen Neuerwerbung.

...von Marseille, Port Said, Suez, Aden, Bombay, Delhi, Ducknow, Benares, Agra, Calcutta, Jaipur, Kairo, Assuan, Luxor, ...
02/10/2023

...von Marseille, Port Said, Suez, Aden, Bombay, Delhi, Ducknow, Benares, Agra, Calcutta, Jaipur, Kairo, Assuan, Luxor, Karnak, Philae, Ismailia und Genua führte die Reise von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt zurück in heimische Gefilde. Hier zu sehen eine Postkarte an seine Tochter Elisabeth aus Grebenhain, wo ihm offenbar ein schöner Empfang bereitet worden war!

Zu finden ist diese Postkarte im Staatsarchiv Darmstadt unter der Signatur HStAD, D 24, Nr. 39/5

Am 4. Oktober 2023  (18 Uhr) startet die neue Vortragsreihe „NS-Verfolgung und Neuanfänge in Hessen nach 1945“ im Haupts...
01/10/2023

Am 4. Oktober 2023 (18 Uhr) startet die neue Vortragsreihe „NS-Verfolgung und Neuanfänge in Hessen nach 1945“ im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Dr. Volker Eichler referiert zum Thema: „Sonderbehandlung KZ Auschwitz“. Der in Vergessenheit geratene Sozialist und Jude Dr. Ernst Strauß aus Frankfurt am Main

Über den Frankfurter Juristen Dr. Ernst Strauß, der unter dem Nazi-Regime als Sozialist und als Jude verfolgt wurde, ist bislang kaum etwas bekannt. Er musste im März 1933 Hals über Kopf nach Frankreich emigrieren, wurde dort verhaftet und 1944 von der Frankfurter Gestapo in das KZ Auschwitz deportiert, das er – als gebrochener Mann – überlebt hat. Zu ihm ist im Hessischen Hauptstaatsarchiv eine Akte der Frankfurter Gestapo überliefert: die einzige von schätzungsweise 100.000 Gestapo-Akten, die aufgrund eines puren Zufalls der Vernichtung entgangen ist, dann in Vergessenheit geriet und jetzt erstmals hier ausgewertet wird. In dem Vortrag zeichnet Volker Eichler, Leitender Archivdirektor a.D. am Hessischen Hauptstaatsarchiv, das von dramatischen Brüchen gekennzeichnete Leben von Dr. Strauß nach bis zu dessen Tod in den USA und liefert neue Einblicke in die Funktionsweise der Frankfurter Gestapo.

(Abbildung: https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v6066252)

Am 4. Oktober startet eine neue Vortragsreihe im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden zum Thema: „NS-Verfolgung und Neuanfänge in...
29/09/2023

Am 4. Oktober startet eine neue Vortragsreihe im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden zum Thema: „NS-Verfolgung und Neuanfänge in Hessen nach 1945“

Im Dritten Reich wurden Millionen Menschen entrechtet, schikaniert und ermordet: Neben Juden sowie Sinti und Roma litten u.a. auch Homosexuelle und politische Gegner unter der systematischen Verfolgung durch die Nationalsozialisten. In den Vorträgen dieser Reihe analysieren Experten das Schicksal der Verfolgten, weiten aber zugleich den Blick auf die Zeit nach 1945: Wie gestaltete sich die Lebenssituation der Betroffenen in der jungen Bundesrepublik? Wie ging man in Hessen mit den Opfern des Unrechtsregimes um?
Dabei wird der Versuch der Aufarbeitung beleuchtet, es werden Neuanfänge und Perspektiven aufgezeigt, aber auch Kontinuitäten und eine fortgesetzte Diskriminierung. Den Abschluss der Vortragsreihe bildet eine Vorführung des Films „Menschliches Versagen“, in dem Regisseur Michael Verhoeven die Enteignung von Juden in der NS-Zeit dokumentiert und aufzeigt, in welchem Ausmaß die Zivilbevölkerung von der sogenannten „Arisierung“ profitierte.

Termine:
4. Oktober 2023 I 18 Uhr, Dr. Volker Eichler: „Sonderbehandlung KZ Auschwitz“. Der in Vergessenheit geratene Sozialist und Jude Dr. Ernst Strauß aus Frankfurt am Main
18. Oktober 2023 I 18 Uhr, Dr. Tobias Freimüller: Frankfurt und die Juden. Neuanfänge und Fremdheitserfahrungen nach 1945
26. Oktober 2023 I 18 Uhr, Dr. Udo Engbring-Romang: Vom Umgang mit der NS-Verfolgung von Sinti und Roma in Hessen nach 1945
2. November 2023 I 18 Uhr, Dr. Alexander Zinn: „Maintöchter“ – Homosexuelle in Frankfurt am Main 1933–1969.
15. November 2023 I 18 Uhr, Armin H. Flesch: Die Erben der Arisierung. Wir wissen, was wir haben. Wissen Wir auch, woher es stammt?
30. November 2023 I 18 Uhr, Filmvorführung „Menschliches Versagen“ von Regisseur Michael Verhoeven, anschließend Diskussion mit Armin H. Flesch

(Abb.: https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v6066244)

29. September: Tag des deutschen ButterbrotesDie erste Bestätigung einer Bäckerinnung für Hessen stammt aus dem Jahr 132...
27/09/2023

29. September: Tag des deutschen Butterbrotes
Die erste Bestätigung einer Bäckerinnung für Hessen stammt aus dem Jahr 1324. Darin Bestätigt der Rat der Stadt Kassel die Innung der Bäcker („pistores“), hält die Aufnahmebedingungen, die Höhe des Lehrgeldes und der Bäckersteuer fest und erteilt die Erlaubnis, dass die Mitglieder der Innung „jeden, der Brot stiehlt oder gestohlenes Brot annimmt, ein wenig verprügeln, die Haare ausraufen und schlagen dürfen.“

Um 1975 zeigt die nächste Aufnahme die Prüfung der Bäckergesellen festgehalten durch den Fotografen Herbst aus Wiesbaden.

Näheres dazu im aktuellen Newsletter: https://landesarchiv.hessen.de/mixed-pixels-2023-09

Verschlungene Wege! Bisweilen hat auch öffentliches Schriftgut eine lange Reise mit mehreren Stationen hinter sich, ehe ...
25/09/2023

Verschlungene Wege! Bisweilen hat auch öffentliches Schriftgut eine lange Reise mit mehreren Stationen hinter sich, ehe es seinen Zielhafen im Archiv findet. So erging es auch fünf Amtsbüchern des kleinen Dorfes Born aus dem 19. Jahrhundert. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein am Ort ihrer Entstehung ruhend, wurden sie bei der Räumung des Bürgermeisterhauses achtlos auf die Straße geworfen.
Ihrem Schicksal, nass und zerfleddert – bestenfalls als Altpapier – zu enden, entkamen sie durch das Erbarmen einer Bürgerin, die ihnen für die nächsten Jahrzehnte Obdach gewährte. Als schließlich im Mai 2023 auch diese Unterkunft wegzufallen drohte, erkannten wiederum Angehörige den historischen Wert und wandten sich an das Hauptstaatsarchiv.
Gereinigt und in säurefreien Schachteln verpackt, haben die Bücher nun eine ewige Heimat im Bestand 244 (Amt Wehen) gefunden.
Wir bedanken uns herzlich bei den umsichtigen Personen, denen der Erhalt zu verdanken ist und rufen dazu auf, an uns zu denken, wenn die Vernichtung möglichen Archivgutes droht!

...natürlich dürfen auch klassische Motive auf der Reise nicht fehlen. Hier verschickte Großherzog Ernst Ludwig von Hess...
22/09/2023

...natürlich dürfen auch klassische Motive auf der Reise nicht fehlen. Hier verschickte Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt erneut eine Postkarte aus Kairo an seine Tochter Elisabeth

Zu finden ist diese Postkarte im Staatsarchiv Darmstadt unter der Signatur HStAD, D 24, Nr. 39/5

Tanzen, trinken, tötenZu Besuch auf Hessischen Jahrmärkten in der Frühen NeuzeitIn der Frühen Neuzeit gab es vielfältige...
20/09/2023

Tanzen, trinken, töten
Zu Besuch auf Hessischen Jahrmärkten in der Frühen Neuzeit

In der Frühen Neuzeit gab es vielfältige Brauchtümer und eine ausgeprägte Festkultur, die ebenso wichtig war wie das Arbeitsleben. Feiern bedeutete aber nicht nur Abstand vom harten Alltag zu nehmen, sondern auch neue Kontakte zu knüpfen, sei es beruflich oder privat. Auf den Jahrmärkten fanden die Warengeschäfte statt, es wurden regionale wie überregionale Nachrichten ausgetauscht und es gab verschiedenste Formen der Volksbelustigung.

Dabei wurde das bunte Treiben der Menschen sowohl seitens der Kirche als auch der Stadtobrigkeiten und Fürsten mit Argwohn beobachtet, galten Jahrmärkte doch als wahrlicher Sündenpfuhl – denn wo viele Menschen zusammenkommen, sind Probleme oftmals vorprogrammiert. Daher bedurfte es strenger Verordnungen, die dafür sorgen sollten, dass sich die Untertanen im Zaume hielten.

Näheres hierzu und speziell zum Gießener Jahrmarktstreiben findet sich im aktuellen Newsletter: https://landesarchiv.hessen.de/jahrmaerkte-fruehe-neuzeit

Von Engeln getragen wird der Titel dieses Gemarkungsplans der Stadt Diez und ihrer Umgebung: "Plan von der fürstlichen O...
18/09/2023

Von Engeln getragen wird der Titel dieses Gemarkungsplans der Stadt Diez und ihrer Umgebung: "Plan von der fürstlichen Oranien Nassauischen [Stadt] Dietz und in derselben Gemarckung liegende Äcker Wiesen und Gährten alle die Gewannen und die darinnen liegende Güther eines jechlichen Possessori besonders eingezeichnet"
Die Karte stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde aufgenommen von Johann Wilhelm Wahnschafften.

...und wieder begleiten wir Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt auf seiner Reise, die uns heute (bereits auf de...
15/09/2023

...und wieder begleiten wir Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt auf seiner Reise, die uns heute (bereits auf der Rückreise von Indien) nach Kairo bzw. ins luxuriöseste Hotel Ägyptens, das Shepheard Hotel führt! Auch hier berichtet er wieder an seine kleine Tochter Elisabeth.
Zu finden ist diese Postkarte im Staatsarchiv Darmstadt unter der Signatur HStAD, D 24, Nr. 39/5

Vortrag: Tapferstes Herz und edelster Geist. Die Herrschaft Adolfs von Nassau (1292–1298)19. September 2023, 18 UhrProf....
15/09/2023

Vortrag: Tapferstes Herz und edelster Geist. Die Herrschaft Adolfs von Nassau (1292–1298)
19. September 2023, 18 Uhr
Prof. Dr. Nina Gallion, Historisches Seminar der Universität Mainz referiert zum Thema: Tapferstes Herz und edelster Geist. Die Herrschaft Adolfs von Nassau (1292–1298)

Im Anschluss an den Vortrag sind Sie herzlich zum Austausch mit den Teilnehmenden und zur Besichtigung der Ausstellung "Zwischen Expansion und Absetzung – Die Herrschaft König Adolfs von Nassau 1292–1298" eingeladen.

Näheres dazu unter: https://landesarchiv.hessen.de/geschichte-erleben/veranstaltungen/vortrag-gallion-hhstaw_2023-09-19

Am 15. September wird im Kulturmuseum St. Gallen die Ausstellung Jost Bürgi (1552 – 1632) – Schlüssel zum Kosmos als Hau...
14/09/2023

Am 15. September wird im Kulturmuseum St. Gallen die Ausstellung Jost Bürgi (1552 – 1632) – Schlüssel zum Kosmos als Hauptausstellung 2023/24 eröffnet. Das Staatarchiv Marburg hat als Leihgaben die Bestallungsurkunde Bürgis am Hof von Wilhelm IV., aus dem Jahr 1579 (HStAM Best. Urk. 7 Nr. 700) sowie den Bittbrief von Kaiser Rudolph II. an den Landgrafen um Übersendung Bürgis nach Prag aus dem Jahr 1592 (HStAM Best. Urk. 7 Nr. 1514) bereitgestellt.
Am Hof des gelehrten Landgrafen Wilhelm IV. (Beiname: der Weise), der um 1560 in Kassel die erste fest eingerichtete neuzeitliche Sternwarte Europas errichten ließ, war der herausragende Messinstrumenten- und Globenbauer, Mathematiker und Astronom Jost Bürgi, 1552 im Toggenburg geboren, ein Vierteljahrhundert lang als Hofuhrmacher angestellt. Hier schuf er seine bedeutenden Werke, u.a. eine Uhr mit Stunden-, Minuten- und – erstmalig! – einem Sekundenzeiger. Im Astronomisch-Physikalischen Kabinett in Kassel können die von ihm gebauten uhrwerkgetriebenen Himmelsgloben, Präzisionsuhren und Vermessungsinstrumente bewundert werden. 1604 wechselte Bürgi an den kaiserlichen Hof, wo er mit Johannes Kepler zusammenarbeitete. 1632 starb er in Kassel.

Staatsarchiv Marburg erhält Fördermittel des Bundes und des Landes zur Restaurierung seiner ältesten Katasterkarten Sie ...
13/09/2023

Staatsarchiv Marburg erhält Fördermittel des Bundes und des Landes zur Restaurierung seiner ältesten Katasterkarten

Sie liegen in langen Regalreihen in der Außenstelle Neustadt des Staatsarchivs Marburg: 800 in dünnes Papier eingeschlagene, teils voluminöse Pakete mit rund 3.800 Karten der frühesten Katasteraufnahme und damit der ersten systematisch-geographischen Erfassung überhaupt in Kurhessen und dem preußischen Regierungsbezirk Kassel aus dem 19. Jahrhundert. Abgegeben wurden sie von der Regierung Kassel an das Staatsarchiv größtenteils zwischen 1880 und 1904.

Näheres zu diesem Bestandserhaltungsprojekt und warum die Karten im Staatsarchiv Marburg den Spitznamen "Sackkarten" tragen erfährt man im aktuellen Newsletter: https://landesarchiv.hessen.de/bestandserhaltung-sackkarten

Diese sehr schöne Unterschrift Ludwigs IX. entdeckten wir in einem Brief vom 29.11.1768 an seine Ehefrau Karoline Henrie...
11/09/2023

Diese sehr schöne Unterschrift Ludwigs IX. entdeckten wir in einem Brief vom 29.11.1768 an seine Ehefrau Karoline Henriette (HStAD D4, Nr. 547/4). In dem Brief zeigt zeigt sich Landgraf Ludwig IX von seiner leidenschatlichen und romantischen Seite, auch wenn die Ehe durch die Verschiedenheit der Eheleute von Auseinandersetzungen geprägt war.

...Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt setzte seine große Reise fort: von Marseille über Port Said, Suez, Aden ...
08/09/2023

...Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt setzte seine große Reise fort: von Marseille über Port Said, Suez, Aden nach Bombay. Heute begleiten wir ihn nach Delhi (Indien), von wo aus er seiner Tochter am 1. Januar 1903 die liebsten Wünsche übermittelte!

Zu finden ist die Postkarte im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt unter der Signatur HStAD, D 24, Nr. 39/5

Alte ObstsortenGenaue Sortenangaben finden sich in einer Akte aus dem Familienarchiv von Savigny, von dem ein Teil im He...
06/09/2023

Alte Obstsorten

Genaue Sortenangaben finden sich in einer Akte aus dem Familienarchiv von Savigny, von dem ein Teil im Hessischen Hauptstaatsarchiv aufbewahrt wird (HHStAW, 127, 297). Die Akte enthält ausschließlich Baumlisten des Hofs Trages die zwischen 1787 und 1799 akribisch niedergeschrieben wurden. Auf Hof Trages wurden am häufigsten Äpfel und Birnen angebaut, aber auch Zwetschgen und Kirschen, Mirabellen und sogar Aprikosen und „Pfirsching“ – Pfirsiche. Auch Nussbäume und „zahme Kastanien“ (Esskastanien oder Edelkastanien) sind in den Listen aufgeführt, allerdings keine Zitrusfrüchte, da diese zur Überwinterung eine Orangerie oder ähnliches benötigt hätten.

Weitere Informationen hierzu finden sich im aktuellen Newsletter: https://landesarchiv.hessen.de/alte-obstsorten

Die Karte aus dem Jahr 1563 über Niederelsunger Holzfrevel im Stromberg. Zu sehen ist Niederelsungen, der Bergfried der ...
04/09/2023

Die Karte aus dem Jahr 1563 über Niederelsunger Holzfrevel im Stromberg. Zu sehen ist Niederelsungen, der Bergfried der Burg Rodersen, Rhöda bzw. der Hof zu Röde und andeutungsweise die Kugelsburg in Volkmarsen.

Noch ist Sommer und das bedeutet für viele Reisezeit! So auch für Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein (1868...
01/09/2023

Noch ist Sommer und das bedeutet für viele Reisezeit! So auch für Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein (1868-1937), der zwischen 1902 u. 1903 seiner zu diesem Zeitpunkt siebenjährigen Tochter Elisabeth (beide zu sehen auf dem zweiten Bild) via Postkarten von seiner Indienreise berichtete. In den kommenden Wochen nehmen Wir Euch mit auf diese Reise. Erste Station: Marseille!
Die Postkarten sind im Hessischen Staatsarchiv einsehbar unter der Signatur HStAD, D 24, Nr. 39/5
Die Postkarte von Grohßerzog Ernst Ludwig und Prinzessin Elisabeth ist zu finden Unter der Signatur HStAD, R 4, Nr. 32091, Urheber: (Heinrich) Ensslinger, Hoffotograf Darmstadt

Am 30. August findet eine Themenführung im Staatsarchiv Darmstadt statt: Wasser im Archiv? Mühlen, Schleusen und Brunnen...
28/08/2023

Am 30. August findet eine Themenführung im Staatsarchiv Darmstadt statt: Wasser im Archiv?

Mühlen, Schleusen und Brunnen: Das Hessische Staatsarchiv Darmstadt verfügt über umfangreiches Quellenmaterial zur langen Geschichte des Wasserbaus in der Region von der Frühen Neuzeit bis heute. Hinzu kommen optisch ansprechende Flusskarten und Pläne für Deichbauten, die von den Maßnahmen Zeugnis ablegen, die bis heute das Landschaftsbild maßgeblich prägen. Im Zusammenhang mit den Tagen der Industriekultur werden in der ca. einstündigen Führung unikale Dokumente zur Umwelt- und Technikgeschichte zu sehen sein.

Ort: Haus der Geschichte Darmstadt, Startpunkt: Vestibül
Teilnahme kostenlos
https://landesarchiv.hessen.de/geschichte-erleben/veranstaltungen/fuehrung-hstad_2023-08-30

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Lageplan der Mühlen zwischen Affolterbach, Hartenrod, Aschbach und dem Eisenhammer zu Wald-Michelbach, 1720 (HStAD, P 1, 1101)

“Wasser im Archiv?” - Themenführung am 30. August im Zusammenhang mit den Tagen der IndustriekulturMühlen, Schleusen und...
25/08/2023

“Wasser im Archiv?” - Themenführung am 30. August im Zusammenhang mit den Tagen der Industriekultur
Mühlen, Schleusen und Brunnen:

Das Hessische Staatsarchiv Darmstadt verfügt über umfangreiches Quellenmaterial zur langen Geschichte des Wasserbaus in der Region von der Frühen Neuzeit bis heute. Hinzu kommen optisch ansprechende Flusskarten und Pläne für Deichbauten, die von den Maßnahmen Zeugnis ablegen, die bis heute das Landschaftsbild maßgeblich prägen. Im Zusammenhang mit den Tagen der Industriekultur werden in der ca. einstündigen Führung unikale Dokumente zur Umwelt- und Technikgeschichte zu sehen sein.

Die Abbildung zeigt eine Karte der Wassergräben und der Mahlmühle bei Hausen, 1752 (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4592848)

Anfang August wurden die Vorbereitungen zur Abholung der Spruchkammern Gießen (Best. 520/16) und Kassel (Best. 520/22) i...
23/08/2023

Anfang August wurden die Vorbereitungen zur Abholung der Spruchkammern Gießen (Best. 520/16) und Kassel (Best. 520/22) im Hauptstaatsarchiv getroffen. Die Kollegin prüfte dazu vorab wie viele Archivkartons auf eine Palette passen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen 😀
Die Unterlagen sollen durch eine externe Firma gereinigt und neu verpackt werden.

Die Überlieferung aller hessischen Spruchkammern befindet sich zentral im Hessischen Hauptstaatsarchiv. Diese umfasst ca. 3,3 Millionen Akten und Meldebögen und bildet den Bestand Abt. 520, der in 41 Unterbestände (Abt. 520/01–520/41) gegliedert und in Teilen in Arcinsys verzeichnet ist.
Mit dem Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus vom 5. März 1946 (BefrG, GVBl. S. 57) begann die ‚Entnazifizierung‘ der erwachsenen Bevölkerung in Hessen unter Verantwortung der deutschen Zivilverwaltung. Zunächst musste jede Person über 18 Jahre einen Meldebogen ausfüllen, ein Formular, in dem u.a. abgefragt wurde, ob der Betreffende Mitglied der NSDAP, ihrer Gliederungen (SA, SS, NSKK, HJ etc.) und angeschlossenen Verbände (z.B. DAF) gewesen war. Zur Durchführung der Entnazifizierungsverfahren wurden im Frühjahr 1946 in allen hessischen Stadt- und Landkreisen erstinstanzliche Spruchkammern und acht Berufungskammern eingerichtet, letztere zeichneten jeweils für mehrere Landkreise bzw. Städte verantwortlich. (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=s147464)

Ab und an wird Archivgut für besondere Anlässe auch nach außen hin verliehen. In diesem Fall fand eine Urkunde aus dem B...
21/08/2023

Ab und an wird Archivgut für besondere Anlässe auch nach außen hin verliehen. In diesem Fall fand eine Urkunde aus dem Bestand des Staatsarchivs Marburg (Sign. HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 4422) ihren Weg auf die Wewelsburg, wo die Sonderausstellung "1123: Die Wewelsburg im Mittelalter" noch bis zum 17.09.2023 im dortigen Burgsaal zu bestaunen ist.

Der Aufenthalt des Kaisers von Österreich 1863 in DarmstadtIm August 1863 hielt sich Kaiser Franz Joseph von Österreich ...
18/08/2023

Der Aufenthalt des Kaisers von Österreich 1863 in Darmstadt

Im August 1863 hielt sich Kaiser Franz Joseph von Österreich beim Frankfurter Fürstentag auf, der den letzten Versuch unternahm, durch den Ausbau föderaler Institutionen und der Steigerung von Partizipationsmöglichkeiten der Mitgliedstaaten den Deutschen Bund zu retten. Der Kongress tagte vom 16./17. August bis zum 1. September, und damit fiel auch Franz Joseph 33. Geburtstag in die Zeit dieses Aufenthalts. Großherzog Ludwig III. von Hessen hatte ihn deshalb, als getreuer Parteigänger Österreichs, eingeladen, dieses Fest in Darmstadt zu begehen, was der Kaiser annahm.

Die „Darmstädter Zeitung“ (20. August 1863) und das Tagebuch des Prinzen Karl von Hessen, einem Bruder des Großherzogs, geben über die Ereignisse dieses 18. August 1863 in Darmstadt Aufschluss. Wie nicht anders zu erwarten, war die ganze Stadt auf den Beinen, um den Gast zu sehen.

Näheres dazu im aktuellen Newsletter: https://landesarchiv.hessen.de/franz-joseph-geburtstag-darmstadt

Die „Richtlinie über die Führung der Vornamen“ vom 18. August 1938 – Die nationalsozialistische Aufteilung in „deutsche“...
16/08/2023

Die „Richtlinie über die Führung der Vornamen“ vom 18. August 1938 – Die nationalsozialistische Aufteilung in „deutsche“ und „jüdische“ Namen

Vor 85 Jahren erließ das NS-Regime die „Richtlinie über die Führung der Vornamen“. Die vielleicht bekannteste Auswirkung dieser Richtlinie war, dass jüdische Menschen schon aufgrund ihres Vornamens herausstechen sollten – ein weiterer Schritt zur Ausgrenzung und ultimativen Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland.

Die Liste zeigt deutlich, wie willkürlich die Zuschreibung jüdischer Namen war. Sie war im Vorfeld mehrfach geändert worden und enthielt, laut Siegfried Maruhn, „fast ausschließlich in Deutschland ungebräuchliche, jiddische oder ostjüdische Namen“. Alttestamentarische Namen wie Abraham, Benjamin oder Emanuel wurden wieder von der Liste gestrichen, weil prominente Deutsche diese Vornamen getragen hatten. Menschen jüdischen Glaubens, die nicht bereits einen auf der Liste geführten Namen trugen, wurden nun gezwungen, die zusätzlichen Vornamen Israel (für Männer) und Sara (für Frauen) zu führen.

Näheres dazu im aktuellen Newsletter: https://landesarchiv.hessen.de/zwangsnamen-juden

Stage der Anwärter und Referendare beim Digitalen Archiv in Wiesbaden Ende Juni machten sich die sieben Auszubildenden (...
14/08/2023

Stage der Anwärter und Referendare beim Digitalen Archiv in Wiesbaden

Ende Juni machten sich die sieben Auszubildenden (drei Anwärter:innen, vier Referendar:innen) des Hessischen Landesarchivs von Marburg aus auf den Weg in die Landeshauptstadt, um dort nicht nur einen weiteren Standort des Hessischen Landesarchivs zu erkunden, sondern auch (fast) alles über die Archivierung digitaler Aufzeichnungen zu lernen.

Näheres dazu im aktuellen Newsletter: https://landesarchiv.hessen.de/stage-auszubildende-2023

Rätsel um ein Bild?Heute mal ein kleiner Aufruf an alle: Wer kann uns sagen was Vater und Sohn an dem Tisch mit dem selt...
11/08/2023

Rätsel um ein Bild?

Heute mal ein kleiner Aufruf an alle: Wer kann uns sagen was Vater und Sohn an dem Tisch mit dem seltsamen Gerät machen?
Das Bild zeigt Familie Klipstein: v. l. n. r.: N. N.; Philipp Engel (1747-1808); Sohn Christian Wilhelm (1778-1845); Ehefrau Friederike geb. Schenk (1752-1806) und Tochter Theodore Klipstein geb. Klipstein (* 1777)

*Neuzugang* Mitarbeiter*innen des Personenstandsarchivs Hessen waren unterwegs zum Landratsamt Erbach. Dort holten Sie n...
07/08/2023

*Neuzugang* Mitarbeiter*innen des Personenstandsarchivs Hessen waren unterwegs zum Landratsamt Erbach. Dort holten Sie neue Personenstandsnebenregister ab. Die Jahrgänge der Sterberegister bis 1988, der Heiratsregister bis 1937 und die Geburtenregister bis 1908 werden nun bearbeitet, gereinigt und signiert.

YouTube Videos informieren über die Ausbildungsmöglichkeiten im Hessischen LandesarchivUm die vielfältigen Kernaufgaben ...
05/08/2023

YouTube Videos informieren über die Ausbildungsmöglichkeiten im Hessischen Landesarchiv

Um die vielfältigen Kernaufgaben des Archivs, die Ausbildungsmöglichkeiten sowie die beruflichen Chancen einer breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen, bestreitet das Hessische Landesarchiv neue Wege. In Eigenregie produzierte Videos auf dem Youtube Kanal des Hessischen Landesarchiv stellen nicht nur das Berufsfeld Archiv und das HLA vor, sondern rücken vor allem auch unsere aktuellen Auszubildenden in den Fokus, indem wir sie selbst zu Wort kommen lassen.

Wie werde ich Archivar*in?
https://youtu.be/cTqGjTFPhv4

Unsere Ausbildung im gehobenen Dienst
https://youtu.be/Z5OVaeCq_zQ

Unsere Ausbildung im höheren Dienst
https://youtu.be/sinr9_BbaoE

Unsere Ausbildung im Buchbinderhandwerk
https://youtu.be/NXI1WufIACk

Weitere Informationen zur Ausbildung im Hessischen Landesarchiv finden Sie hier: https://landesarchiv.hessen.de/ueber-uns/ausbildung-karriere/ausbildung

Tätigkeitsbericht des Hessischen LandesarchivsDie drei hessischen Staatsarchive informieren seit 2006 in einem Tätigkeit...
04/08/2023

Tätigkeitsbericht des Hessischen Landesarchivs

Die drei hessischen Staatsarchive informieren seit 2006 in einem Tätigkeitsbericht über ihre Aktivitäten und Aufgaben. Seit 2013 gibt das Hessisches Landesarchiv mit seinen drei Abteilungen einen gemeinsamen Überblick über aktuelle Entwicklungen, bewältigte Aufgaben und neue Vorhaben.

Das aktuelle Heft kann hier heruntergeladen werden:https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2023-06/159457_brosch_taetigkeitsbericht_2022_ba.pdf

Seit Juni sind im Kartenmodul Urkataster+ (https://www.lagis-hessen.de/maps/urkataster-plus/city/2246?x=534732.146130210...
31/07/2023

Seit Juni sind im Kartenmodul Urkataster+ (https://www.lagis-hessen.de/maps/urkataster-plus/city/2246?x=534732.1461302106&y=5684655.890913161&z=14) innerhalb des landesgeschichtlichen Informationssystems LAGIS (https://www.lagis-hessen.de/) Karten von Kassel als neu hinzugekommener Stadt recherchierbar.
In diesem Modul sind Katasterkarten, die u.a. im Hessischen Landesarchiv verwahrt werden, georeferenziert und vektorisiert verfügbar. Sie werden aktuellen Karten gegenübergestellt. Besonders für die im Zweiten Weltkrieg massiv zerstörte Stadt Kassel ist die Entdeckungsreise in die Vergangenheit und der Vergleich der historischen Pläne mit der aktuellen Situation besonders spannend.

Was ist eigentlich…ein Vorwerk?Wer jetzt an Staubsauger oder Küchenmaschinen denkt, kommt im Archiv kaum weiter. Findet ...
28/07/2023

Was ist eigentlich…ein Vorwerk?

Wer jetzt an Staubsauger oder Küchenmaschinen denkt, kommt im Archiv kaum weiter. Findet man Karten oder Akten, in denen es um die Lage oder die Verwaltung von „Vorwerken“ geht, kann damit zweierlei gemeint sein: Zum einen ist es ein Begriff aus dem Festungswesen. Mit „Vorwerk“ werden wehrhafte Anlagen bezeichnet, die dem eigentlichen Festungsbau vorgelagert waren. Als Vorwerke bezeichnet man ab dem 18. Jahrhundert zum anderen „besondere Wirthschaftshöfe [großer Landgüter], von denen die Bewirthschaftung eines bestimmten Theiles der Landesfläche erfolgt […]."
Näheres dazu im aktuellen Newsletter: https://landesarchiv.hessen.de/nutzen-forschen/hilfsmittel-links/begriffe-vorwerk

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Bemerkungen

Anlässlich des gestrigen 200. Jahrestags der Verkündung der Verfassung des Großherzogtums Hessen veröffentlichte Craig Weiser, Doktorand an der TU Darmstadt, einen anschaulichen Film über ihre Entstehung.
Eine neue Veröffentlichung betrifft die hessische Landesgeschichte auf mehrfache Weise: Erforscht wurde die Geschichte der Familie Sinold gen. Schütz, deren bekanntester Vertreter Justus Sinold gen. Schütz (1592 - 1657) Kanzler der Universität Gießen war. Dessen Enkel Maximilian von Schütz (1692 - 1773) aus Butzbach wanderte über Hannover und Celle nach Mecklenburg aus und wurde Finanzdirektor der kaiserlichen Reichsexekution gegen Herzog Carl Leopold von Mecklenburg-Schwerin. Er ließ in Warlitz eine Gruftkapelle erbauen, die nicht nur ihm, seiner Frau und seinen Kindern, sondern der gesamten Familie Sinold gen. Schütz zum Gedächtnis dienen sollte. Die bis heute nahezu vollständig original erhaltene spätbarocke Kapelle ist auch ein Stück Hessen in Mecklenburg:
Ich verstehe nicht, wieso zunehmend nur noch Microfiche ausgegeben werden.

Das Arbeiten mit diesen Mikrofilmen ist sehr mühsam. Haben Sie schon mal mehrere Stunden am diesem Lesegerät gesessen? Ich glaube wohl kaum, sonst wüssten Sie, wie strapaziös das ist.

Dass im Lesesaal viele ältere Leute sitzen, für die sich das noch schwieriger gestaltet ist als für jüngere Personen, müsste Ihnen auch schon aufgefallen sein.

Das Ausdrucken von Seiten mit dem angeschlossenen Drucker ist mit 30 Cent pro Seite recht teuer. Steckt da Gewinnerzielungsabsicht dahinter? Selbst die privatwirtschaftlich betriebenen Copyshops nehmen nur 10 Cent oder weniger für eine Kopie.

Hinzu kommt, dass die Qualität dieser Ausdrucke auch schwer beherrschbar ist.

Ich müsste auf die auf die von Ihnen als Reproarbeiten angefertigten Kopien ausweichen, die bei Texten auch aus nichts anderem bestehen als dem Abfotografieren oder Scannen einer normalen Seite, und die sogar 50 Cent pro Seite kosten. Wieviel Geld soll ich ausgeben, bis ich eine für eine wissenschaftliche Arbeit ausreichende Quellenbasis habe?

Das größte Problem ist jedoch die Lesbarkeit der Archivalien, die ohnehin in vielen Fällen schon schwierig ist und über die Nutzung von Microfiche nicht eben leichter wird.

Ich muss Sie darauf hinweisen, dass die Archivalien und ihre Aufbewahrung kein Selbstzweck sind. Das Archivgut dient der Nutzung durch die Bürger und insbesondere der Forschung, also der Arbeit damit. Deshalb sollten sie nicht unnötig unter Verschluss gehalten werden.

Nur aus dem Grund der konservatorischen Bestandserhaltung lässt sich aus meiner Sicht die alleinige oder überwiegende Ausgabe als Mikrofilm rechtfertigen.

Wenn ich aber sehe, dass mir auch Dokumente aus der Geschichte der Gemeinde Hölzenhausen fast nur noch als Microfiche ausgegeben werden sollen (heute z. B. schon bei der Bestellung vermerkt: 3 von 4), kann ich nicht nachvollziehen, was man da vor übermäßiger Nutzung bewahren will. Ich kann Ihnen garantieren, dass nach mir kein Mensch mehr bei Ihnen erscheinen wird und die Archivalien von diesem Dorf sehen will. Und selbst wenn in 50 Jahren vielleicht doch noch mal einer kommt, werden die Akten davon nicht auseinanderfallen.

Das ist nur ein Beispiel.

Ebenso verhält es sich mit meiner Dissertation über Johann Georg Baldus (1789-1855), für mich eine bedeutende Persönlichkeit, dennoch ist nicht zu erwarten, dass jemals in der Zukunft ein Sturm auf die entsprechenden Schriftstücke einsetzen würde, die man deshalb vor der Nutzung beschützen müsste.

Ich protestiere deshalb gegen Ihre neuen Richtlinien, die meine Arbeit erschweren, und bitte Sie eindringlich, mir wieder Originale zum Lesen und Fotografieren zur Verfügung zu stellen. Auch die dürfen ja nur unter Aufsicht eingesehen werden.

Peter Eisenburger, 56459 Hölzenhausen
Tolle Seite