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01/06/2026

Wallau III: Verkehrsgutachten wird öffentlich vorgestellt

Termin vormerken

Nach den Diskussionen der vergangenen Wochen steht nun ein neuer Termin zur Vorstellung des Verkehrsgutachtens für das geplante Gewerbegebiet Wallau III fest.
Die Stadt Hofheim hat für Mittwoch, 24. Juni 2026, um 19.00 Uhr eine Sondersitzung des Wallauer Ortsbeirats angekündigt. Im Mittelpunkt der Sitzung soll die Vorstellung des Verkehrsgutachtens stehen, das die Auswirkungen des geplanten Gewerbegebiets auf die Verkehrssituation in Wallau und Diedenbergen untersucht.
Der genaue Veranstaltungsort wurde bislang noch nicht bekanntgegeben. Es wird jedoch erwartet, dass die Sitzung im Alten Rathaus in Wallau stattfindet.
Da die Entwicklung des Gewerbegebiets Wallau III viele Bürgerinnen und Bürger unmittelbar betrifft, sind interessierte Einwohner eingeladen, die öffentliche Sitzung zu besuchen und sich aus erster Hand über die Ergebnisse des Gutachtens zu informieren.
Weitere Informationen zum Veranstaltungsort und zur Tagesordnung werden nach Bekanntgabe veröffentlicht.

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Gemeinsame Pressemitteilung der Ortsvorsteher von Wallau - Jörg Ströhmann und Diedenbergen – Michael Müller

„Mangel an Wertschätzung für Ortsbeiräte und Bürger“
Ortsvorsteher kritisieren kurzfristige Terminierung zur Vorstellung des Verkehrsgutachtens

Die Ortsvorsteher von Wallau und Diedenbergen, Jörg Ströhmann und Michael Müller, haben deutliche Kritik an der kurzfristig geplanten Sondersitzung zur Vorstellung des Verkehrsgutachtens für das geplante Gewerbegebiet „Wallau III Ost“ geübt. Die für den 27. Mai vorgesehene gemeinsame Sitzung beider Ortsbeiräte wird deshalb zunächst nicht stattfinden.

Beide Ortsvorsteher betonen ausdrücklich, dass sie die grundsätzliche Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen weiterhin befürworten. „Wir brauchen zusätzliche Gewerbeflächen – für Unternehmen aus Hofheim und der Region, aber natürlich auch wegen der dringend notwendigen Gewerbesteuereinnahmen“, erklärt Jörg Ströhmann. Auch Michael Müller verweist auf die angespannte Haushaltslage der Kreisstadt: „Aufgrund der Finanzsituation der Stadt ist die Ausweisung von Gewerbeflächen aus unserer Sicht erforderlich. Gleichzeitig müssen die Auswirkungen auf Verkehr und Infrastruktur sorgfältig betrachtet und tragfähige Lösungen für beide Stadtteile gefunden werden.“

Gerade deshalb hätten beide Ortsbeiräte bereits in der vergangenen Legislaturperiode gemeinsam die Erstellung eines Verkehrsgutachtens beantragt. Dieses Gutachten sollte nun in einer gemeinsamen Sondersitzung vorgestellt werden. Nach Auffassung der beiden Ortsvorsteher wurde der Termin jedoch in einer Weise vorbereitet, die weder der Bedeutung des Themas noch der Rolle der Ortsbeiräte gerecht werde. Vor diesem Hintergrund wollten Jörg Ströhmann und Michael Müller nicht, dass die kurzfristige Einladung in ihrem Namen verschickt wird.

„Obwohl der Termin nach unseren Informationen bereits seit Wochen bekannt war, wurde der Ortsbeirat Wallau bis zum 19. Mai nicht offiziell informiert“, kritisiert Ströhmann. Erst am Tag der geplanten Veröffentlichung der Einladung seien die Ortsvorsteher telefonisch um die kurzfristige Freigabe der Tagesordnung gebeten worden. „Ein solches Verfahren wird der Tragweite des Themas nicht gerecht. Mehrere Mandatsträger hatten an diesem Termin bereits andere Verpflichtungen. Gerade bei einer Sondersitzung hätte man frühzeitig informieren und versuchen müssen, eine möglichst breite Teilnahme sicherzustellen.“

Auch Michael Müller zeigt sich irritiert über den Ablauf. „Bei unserer konstituierenden Sitzung in Diedenbergen wurde der Termin zwar erwähnt. Auf meine Nachfragen Anfang Mai, wann die Einladung verschickt werde, erhielt ich jedoch lediglich den Hinweis auf die übliche Vorlaufzeit.“ Dabei sei der Unterschied offensichtlich: Reguläre Sitzungstermine seien langfristig bekannt, eine zusätzliche Sondersitzung jedoch nicht. „Gerade deshalb wäre eine frühzeitige Kommunikation wichtig gewesen.“

Nach Ansicht der Ortsvorsteher erschwert die kurzfristige Terminierung nicht nur die Arbeit der ehrenamtlichen Mandatsträger, sondern auch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. „Je später eine öffentliche Sitzung bekannt gemacht wird, desto schwieriger wird es für interessierte Bürger, daran teilzunehmen“, so Müller. Ströhmann ergänzt: „Gerade bei einem so sensiblen und für die Entwicklung der Stadt wichtigen Thema braucht es Transparenz, eine offene Diskussion und ausreichend Zeit für Information und Beteiligung.“

„Uns geht es ausdrücklich nicht darum, die Vorstellung des Gutachtens zu verzögern“, betonen Ströhmann und Müller. „Im Gegenteil: Beide Ortsbeiräte haben das Verkehrsgutachten selbst beantragt, weil wir eine sachliche Grundlage für die weitere Diskussion schaffen wollen.“

Der Ortsbeirat Wallau habe der Stadtverwaltung deshalb bereits einen konkreten Alternativtermin vorgeschlagen. „Mit dem 11. Juni haben wir frühzeitig einen zeitnahen und realistisch planbaren Termin angeboten, an dem eine breite Teilnahme von Mandatsträgern und Bürgern möglich gewesen wäre“, erklärt Ströhmann. „Wir erwarten nun, dass die Stadtverwaltung dieses konstruktive Angebot aufgreift.“ In Diedenbergen steht das Thema bei der nächsten Sitzung am 18. Juni auf der Tagesordnung.

21/05/2026

PM an HK

Der Wallauer Ortsvorsteher Jörg Ströhmann und ich haben am Dienstag die Einladung zu der Sondersitzung erhalten, mit der Bitte um möglichst sofortige Freigabe, da die Einladung am gleichen Tag versendet werden sollte – mit neun Tagen Vorlauf. Jörg Ströhmann hatte bis Dienstag keine offizielle Info zu der Sitzung, deren Terminierung weder mit mir noch mit den Kolleginnen und Kollegen aus Wallau abgestimmt wurde. Einige Mandatsträger hätten nicht teilnehmen können, nicht zuletzt wegen der kurzen Vorlaufzeit. Die Stadt hätte zumindest versuchen können, einen Termin zu finden, an dem möglichst viele Mitglieder beider Stadtteilparlamente teilnehmen können.
Im Ortsbeirat Diedenbergen erwähnte Erster Stadtrat Philipp den Termin bei der konstituierenden Sitzung vom 23.4. Warum die Wallauer Ortsbeiratsmitglieder nicht informiert wurden, kann ich nicht nachvollziehen.
Ich habe am 6.5. per Mail bei der Stadtverwaltung nachgefragt, wann die Einladung versendet werden soll, dann noch mal am 11.05. Daraufhin bekam ich die Antwort, dass die Einladung „wie bei Ortsbeiratssitzungen üblich“ eine Woche vorher versendet werden soll. Daraufhin wies ich am 13.05. per Mail darauf hin, dass der Hinweis auf die "übliche" Einladungsfrist wohl nicht ernsthaft als Begründung für die kurzfristige Einladung zu einer Sondersitzung herangezogen werden. Die Termine für die regulären Ortsbeiratssitzungen wurden Ende letzten Jahres abgestimmt, so dass alle Ortsbeiratsmitglieder diese im Kalender haben – anders als den Termin der Sondersitzung. Warum dieser vermutlich spätestens Mitte April mit dem Vorhabenträger terminiert wurde, ohne Abstimmung mit den Ortsbeiräten, aber es die Stadt nicht für nötig erachtet, die Mandatsträger zumindest per Mail frühzeitig zu informieren, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Durch diese Vorgehensweise wird gewählten Ortsbeiräten die Ausübung ihres Mandats unnötig erschwert, und die Bürgerbeteiligung wird bei diesem für die Bevölkerung nicht uninteressanten Thema auch nicht gerade gefördert, wenn der Termin so kurzfristig bekannt gegeben wird.

Aufgrund der vorgenannten Umstände wollten Jörg Ströhmann und ich die Einladung nicht in unser beider Namen versendet wissen. Wir beide wollten diese Vorgehensweise nicht absegnen, die im Nachhinein als ordnungsgemäße Beteiligung der Ortsbeiräte und der Bürger dargestellt worden wäre.

Wir prüfen aber seit Dienstag, welche Möglichkeiten es gibt, dass wir das Thema noch vor der Sommerpause gemeinsam mit beiden Ortsbeiräten behandeln können.

Im Übrigen liegt das Gutachten dem Magistrat wohl schon geraume Zeit vor – den Ortsbeiräten wurde die Vorlage trotz meiner Nachfrage bislang nicht zugänglich gemacht.

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