09/09/2026
Heute, am 9. September, ist FASD-Tag.
Der Tag macht auf Fetale Alkoholspektrumstörungen und ihre lebenslangen Auswirkungen aufmerksam.
In unserer Arbeit als Kinder- und Jugendhilfeträger erleben wir immer wieder: Kinder mit FASD wollen häufig mitmachen – und können Anforderungen trotzdem nicht so umsetzen, wie Erwachsene es erwarten. Schwierigkeiten beim Planen, Erinnern, Übertragen von Gelerntem oder Steuern von Impulsen sind keine Frage von fehlendem Willen.
Was wie Verweigerung, Unzuverlässigkeit oder mangelnde Einsicht wirkt, kann Ausdruck einer Überforderung sein. Deshalb brauchen Kinder mit FASD klare Strukturen, Wiederholung, realistische Anforderungen und Erwachsene, die ruhig und vorhersehbar bleiben.
Für uns bedeutet gute Begleitung: Verhalten fachlich einordnen, Beschämung vermeiden und gemeinsam mit Pflegefamilie, Schule und Jugendamt Bedingungen schaffen, unter denen Entwicklung möglich wird. Wir sehen nicht nur die Diagnose. Wir sehen das Kind mit seinen Stärken, seiner Geschichte und seinem individuellen Unterstützungsbedarf.
Der FASD-Tag erinnert zugleich daran:
Kein Alkohol in der Schwangerschaft ist die sichere Entscheidung. Prävention braucht klare Information und erreichbare Hilfe – ohne Schuldzuweisungen.
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