05/05/2024
Liebe Freunde des Freihafens!
Herrentag steht vor der Tür und die Anfragen häufen sich, ob wir dieses Jahr unsere Tore wieder aufmachen.
Ich wünschte, ich könnte JA sagen, aber das kann ich nicht.
Die Wahrheit ist: Wir werden nie mehr aufmachen…
Es gab zu viele Kräfte, die uns das Leben schwer gemacht und gegen den Freihafen gearbeitet haben.
Nachdem wir am Anfang von allen Seiten mit offenen Armen empfangen wurden, haben wir schon nach der ersten erfolgreichen Saison heftigen und existenzbedrohenden Gegenwind bekommen und von da an, wurde es immer schlimmer.
Am Ende war es ein Spießrutenlauf, nur dass sich die Heckenschützen nicht zu erkennen gegeben haben.
Ihr merkt schon, mir blutet das Herz.
Ich habe Zehdenick und Mildenberg geliebt und es gab so viele schöne Begegnungen und Unterstützung und Freundschaft, die schon jetzt schmerzlich fehlen.
Ich wollte in Zehdenick bleiben und ankommen.
Ich wollte Teil dieser Gemeinschaft sein und meinen Teil zur Entwicklung und Belebung beitragen.
Vor allem wollte ich für Zehdenick und seine Menschen, die mir unendlich ans Herz gewachsen sind, diesen Ort, mit dem so viele von Euch gute Erinnerungen verbinden, als öffentlichen Ort für alle erhalten.
Wir haben uns unheimliche Mühe gegeben, damit der Freihafen nicht nur eine weitere Außenstelle Berlins wird, sondern sich alle dort wohlfühlen.
Und viele haben es hoffentlich gespürt: Mir war jeder Gast aus der Umgebung und seine Meinung und Wünsche wichtiger, als jeder einzelne Berliner.
Ich wollte einen Platz, an dem sich alle wohlfühlen, die Feuerwehr, der Fußballverein, der Junggesellinenabschied, die Kinder vom Waisenhaus (tolle Gäste!), die Biker und die Berliner.
Ich wollte einen Platz der Begegnung für alle.
Das hat unfassbar gut geklappt. Dank jedem einzelnen von Euch.
Was für schöne Tage und Abende wir hatten!
Wie schön war unser kleines Festival rund um Dominic Merten, Andreas Domke und den Bands, die alle aus der direkten Umgebung kamen.
Für all die, die diesen Platz mochten und kleine Auszeiten bei uns genossen haben, für die/für euch tut es mir unheimlich leid.
Für all die, die diesen Platz und mich nicht wollten: Zehdenick wird ärmer.
Für Zehdenick, diesen wunderschönen Ort, an dem die eine Hälfte sich Weiterentwicklung wünscht und die andere Hälfte verständliche Angst vor Veränderung hat: Ich hätte so gerne meinen Beitrag zur Stadt- und touristischen Entwicklung geleistet. Ich mochte es hier. Sehr.
Jedes einzelne leere Schaufenster in der Berliner Straße schmerzt mich und ich hoffe, dass die neuen Initiativen, wie die Havellandgrundschule und alle anderen, die mit viel Enthusiasmus starten, nicht auch zerrieben werden.
Die letzten 5 Jahre haben mich unendlich Kraft und Mut gekostet, aber ich gehe mit vielen schönen Erinnerungen und ganz viel Dankbarkeit 🙏🏼
Und wenn ich jetzt auch ganz viele vergesse (bitte entschuldigt ja), ich möchte und muss noch ganz viel DANKE sagen.
Danke an
Dietmar Wolter, der mir in den letzten Jahren vor Ort den Rücken freigehalten, mit den Wildschweinen (und vielem anderem) gekämpft und meine „seltsamen" Ideen kopfschüttelnd, aber geduldig zur Kenntnis genommen hat 😂 🙏🏼 Ich habe ja alles zum ersten Mal gemacht und ich verdanke Dir viel.
Danke an Grit und Elisabeth von der Touristeninfo, die mir zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben (ich musste durch Corona ja Gastronomie im Schnellkurs lernen) und mir viel beigebracht haben.
Danke an Christiane Erdmann vom Campingplatz Wentowsee und Heike Thomas vom Thomashof in Kleinmutz für Ihre kollegiale Unterstützung, die uns keine Sekunde (wie andere) als Konkurrenz, sondern als Bereicherung empfunden und solidarisch unterstützt haben.
Danke an Steve, den tollsten Lehmexperten weit und breit für seine selbstlosen Tipps, auch wenn es jetzt nicht zum großen Auftrag gekommen ist 🙏🏼
Danke an Dirk Wendland, der mich ganz am Anfang mit einem wichtigen Tipp gerettet hat, als wir beim ersten Herrentag fast gestürmt wurden 😂
Danke an die wunderbare Frau Wegner und Frau Kupsch im Rathaus, die immer ein offenes Ohr und einen Tipp für mich hatten.
Danke auch an ganz viele Menschen im Landkreis, die unsere Ideen streng, aber wohlwollend begleitet haben und ermöglicht hätten, ganz vorne Herr Reimann und Frau Gaschler, aber es waren viele mehr, die uns getragen und gestützt haben. Danke 🙏🏼
Danke an Manni unseren Lieblingsgast, der jede Woche ein bis 2 Tage bei uns saß und uns allen sehr ans Herz gewachsen ist und an alle Gäste für freundliche Verbesserungsvorschläge, lächelnde Gesichter, Begeisterung und berechtigtes Lob für unsere nette Crew und Besuche auch im Winter nur um nachzusehen, ob es uns auch gut geht.
Und zu guter Letzt, dabei ist es eigentlich der Anfang: Danke an Siegrid und Thomas Kaftan, die Gründer des Wallapoint, die mir immer mit Rat und Tat geholfen haben und nach anfänglichen Reibereien zu unfassbar tollen Freunden und Weggefährten wurden, die ich keine Sekunde missen möchte. Es tut mir leid, dass ich euer Lebenswerk nicht weiterführen kann und es ist eine große Erleichterung, dass ihr das verstehen könnt und mich auch bei diesem Schritt unterstützt. Bedeutet mir die Welt ❤️🔥
Kein Dank geht an:
Dennis Kühn der, nachdem wir ihn nicht anstellen konnten und später auch nicht wollten, viele Geschichten über uns in Umlauf gebracht hat, die uns sehr geschadet haben, kein Dank auch an Herrn Reschke und Frau Hase von der UnB Oberhavel für die Menschen in der Natur einfach nur stören (verrückt dass die Eu und andere Naturschutzrichtlinien behaupten wir Menschen wären ein Teil der Natur, irgendjemand muss da ja falsch liegen….. hm), die von mir anfangs sehr geschätzten Andre und Omme Witzlau, die leider irgendwann die Interessen von Mildenberg nicht mehr so wichtig fanden, sondern ganz eigene Pläne hatten, in denen der Freihsfen nur gestört hat, einen Keindsnk auch an die Herren Jens Schulze (HLS), Waldemar Schulz und einen Journalisten, der mit nicht immer wahrheitsgemäßen Artikeln nicht nur uns in Bedrängnis gebracht hat, sondern immer wieder Unfrieden in und um Zehdenick herum gestiftet hat.
Und jetzt wünsche ich Euch von Herzen einen schönen Herrentag, auch wenn es ohne Conny und den Freihafen, immer weniger Stationen auf der Tour gibt.
Ich werde euch alle brutal vermissen und hoffe auf eure Unterstützung für alle Initiativen, die Zehdenick jetzt und in Zukunft bereichern.
Danke für ALLES
Claudia