17/07/2026
**** Vielen Dank für die eingegangenen Hinweise. Der Beitrag wurde diese berücksichtigend noch einmal überarbeitet.****
Bürgerversammlung zur Trinkwasserversorgung: Transparenz, Aufklärung und ein Dank an alle Beteiligten
🏛️ Am vergangenen Donnerstag luden die Stadtwerke Zehdenick GmbH in Abstimmung mit Bürgermeister René Stadtkewitz zu einer Bürgerversammlung in den Stadtgarten ein. Rund 90 interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Ereignisse rund um die vorübergehende Trinkwasserwarnung zu informieren und ihre Fragen direkt an die verantwortlichen Fachleute zu richten.
✅ Nachdem feststand, dass die zunächst gemessene Überschreitung des Bromat-Grenzwertes auf einen Analysefehler im beauftragten Labor zurückzuführen war, konnte die Warnung aufgehoben werden. Dennoch blieben verständlicherweise Fragen und Unsicherheiten bestehen. Ziel der Veranstaltung war es daher, den Ablauf transparent darzustellen und die Hintergründe verständlich zu erläutern.
👥 Die Fragen der Anwesenden beantworteten Bürgermeister René Stadtkewitz, der Geschäftsführer der Stadtwerke Zehdenick, Steffen Carls, Dr. Simone Daiber, Amtsärztin und Leiterin des Gesundheitsamtes des Landkreises Oberhavel, sowie Dr. Falk Bednorz, Diplom-Geologe. Sie erläuterten den Ablauf von der ersten Meldung bis zur Entwarnung und erklärten die jeweiligen Zuständigkeiten von Stadtwerken, Gesundheitsamt und Fachlabor.
⚠️ Dabei wurde deutlich, warum die vorsorglichen Einschränkungen trotz des später festgestellten Laborfehlers notwendig waren: Sobald der Grenzwert einer potenziell gesundheitsgefährdenden Substanz überschritten wird, sind die zuständigen Behörden verpflichtet, unverzüglich Schutzmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einzuleiten.
💧 Ein weiterer Schwerpunkt war die Trinkwasserüberwachung. Erläutert wurden die Probenentnahme, die Laboranalytik und die Meldewege zwischen Labor, Gesundheitsamt und Stadtwerken. Wie es zu dem falsch positiven Messergebnis kommen konnte, ist weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Unabhängig davon bestätigten zahlreiche Kontrolluntersuchungen – zuletzt auch durch das Landeslabor Brandenburg in Potsdam –, dass das Zehdenicker Trinkwasser kein Bromat enthält und uneingeschränkt genutzt werden kann. Hinweise auf frühere erhöhte Bromatwerte gibt es nicht.
🪨 Dr. Falk Bednorz erklärte zudem aus geologischer Sicht, warum das Vorkommen von Bromat im Zehdenicker Grundwasser äußerst unwahrscheinlich ist.
🚚 Neben der Ursachenforschung stand auch die kurzfristige Organisation der mobilen Trinkwasserversorgung im Mittelpunkt. Dabei erhielten die Besucher einen Einblick in den erheblichen organisatorischen Aufwand, der innerhalb kürzester Zeit bewältigt werden musste.
🙏 Zum Abschluss der rund eineinhalbstündigen Veranstaltung bedankten sich Bürgermeister René Stadtkewitz und Stadtwerke-Geschäftsführer Steffen Carls ausdrücklich bei allen, die während der Warnphase zum Schutz der Bevölkerung beigetragen haben. Ihr besonderer Dank galt den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, den Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, des Bauhofes und der Stadtwerke Zehdenick. Durch ihren engagierten Einsatz konnte die provisorische Trinkwasserversorgung schnell und zuverlässig sichergestellt werden.
Fazit: 📌 Die Bürgerversammlung hat gezeigt, wie wichtig eine offene und transparente Kommunikation in außergewöhnlichen Situationen ist. Auch wenn sich die Warnung letztlich als Folge eines Laborfehlers herausstellte, waren die eingeleiteten Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung richtig und erforderlich. Gleichzeitig konnten wertvolle Erfahrungen für das zukünftige Krisenmanagement gewonnen werden. Die umfangreichen Untersuchungen bestätigen, dass das Zehdenicker Trinkwasser von einwandfreier Qualität ist.