Die Initiatoren Rino Castellazzi, Alois Schrott, Guido Carli, Roberto Zanon und Johann Detomaso senior erkannten schon früh, wie wichtig es ist, gerade in einer Kurstadt und Hochburg des Tourismus einen gut funktionierenden Rettungsdienst aufzubauen. Anfänglich war die Sektion Meran in einer kleinen Behausung an der Meraner Meinhardstraße untergebracht. Notdürftig versuchte man sich damals auf eng
stem Raum zu organisieren. Telefonzentrale, Schlafmöglichkeiten und Aufenthaltsraum waren in einem einzigen Lokal untergebracht. Damals reichte das Einzugsgebiet des Weißen Kreuzes Meran von Gargazon im Etschtal bis nach Kastelbell/Tschars im Vinschgau und umfasste auch das Passeiertal, Ultental und Schnalstal sowie alle umliegenden Gemeinden. Somit kam es oftmals zu sehr langen Anfahrtszeiten und die Einsätze dauerten oft mehrere Stunden. Im Sommer 1979 zog die aus allen Nähten platzende Sektion in die Meraner Gampenstraße um. Dies sollte zum damaligen Zeitpunkt nur eine vorübergehende Lösung sein, da sich die neuen Räumlichkeiten in einem Wohngebäude befanden. Diese Notlösung dient der Sektion Meran auch im großen Jubiläumsjahr 2015 immer noch als Hauptsitz und wurde um eine Außenstelle in den alten Räumlichkeiten der Blutbank am Meraner Krankenhaus ergänzt, in welcher der Notarztdienst untergebracht ist. Dadurch wurden die Nachtdienstgruppen
geteilt und der Dienst musste auf zwei getrennte Strukturen aufgeteilt werden. Nachdem im Passeiertal, im Ultental sowie in Lana und Naturns eigene Sektionen entstanden waren, wurde Meran zum Zentrum für Logistik und Kommunikation. Nach der Vereinheitlichung der Notrufnummern beherbergte der Sektionssitz auch die Bezirkszentrale für Krankentransporte, in der alle Transporte im Bezirk Burggrafenamt-Vinschgau koordiniert wurden. Vieles hat sich in all den Jahren verändert: Fuhrpark und technische Ausrüstung wurden immer wieder ausgetauscht und den neuesten Bedürfnissen angepasst. Dies war nur dank der zahlreichen Spenden aus der Bevölkerung sowie mit Beiträgen der Gemeindeverwaltungen und Raiffeisenkassen möglich. Dezember 2016 war es endlich soweit: Nach über 30 Jahren Wartezeit in einer Notunterkunft konnte der neue Sektionssitz am Krankenhaus Franz Tappeiner in Betrieb genommen werden. Somit hat die zweitgrößte Sektion des Landes ihr zukünftiges zu Hause im neu gebauten Zivilschutzzentrum in der Göthestraße bekommen.