23/08/2026
🌲🪓 Bei der vergangenen Ratssitzung (27.07.2026) standen 5 auf der Tagesordnung. Die Gemeinderäte der Bürgerliste stimmten aus 2 Gründen dagegen:
1️⃣ Zum einen soll der noch bestehende Wald sowie die gewachsene Kultur- und Naturlandschaft erhalten und geschützt werden.
2️⃣ Zum anderen sind die Vorgehensweisen und Begründungen des Gemeindeausschusses teilweise kurios, intransparent und nicht nachvollziehbar.
👉 In allen 5 Fällen steht das privatwirtschaftliche Interesse der Antragsteller (z.B. Ausbau Obstanlage) im Vordergrund, das öffentliche Interesse (z.B. gesunde Wälder) wird vernachlässigt. In 2 Situationen war sogar kein mehr vorhanden, da bereits im Vorfeld des Antrages gerodet wurde – somit sollte 2-mal im Nachhinein die unerlaubte Rodung legalisiert werden.
👀 Außerdem suspekt: Nur von einem Antragsteller wurde zur Sicherstellung einer Ausgleichsmaßnahme eine Kaution von 5.000 Euro verlangt, von den anderen allerdings nicht.
➡️ Ebenfalls kurios: Einem Antragsteller wird die ermöglicht, da dieser Flächen für öffentliche Strukturen abgetreten hat – wofür er allerdings auch finanziell entschädigt wird. Somit wird der Antragsteller mit der Entschädigung für abgetretene Flächen und einer großflächige Waldrodung 2-mal belohnt‼️
🔎 Bei der Durchsicht aller vorhanden Dokumente ist die Bestandsaufnahme und Informationsgrundlage in den meisten Fällen , mangelhaft und widersprüchlich (z.B. Fotos im Vergleich zu GeoBrowser-Bilder). So geht aus den verfügbaren Daten z.B. nicht hervor, warum betroffene Flächen bis ca. 2015 (laut GeoBrowser, Luftbilder) noch bewaldet waren und wann/warum die Situation verändert wurde.
🟡 Außerdem ist kritisch festzustellen, dass die der Techniker (der Antragssteller) lediglich oberflächliche Situationsbeschreibungen enthalten und dass der Ausschuss häufig die einseitigen Feststellungen der Antragsteller (aus deren technischen Berichten) einfach übernimmt.
⚫️ Der Erhalt der Kultur- und Naturlandschaft, differenzierte Perspektiven, Klima- und Naturschutz sowie chemische Belastungen für die benachbarten Waldflächen (z.B. Abdrift neuer Obstanlagen) wurden unzureichend berücksichtigt.
✅ Fazit: Die privaten Interessen der Antragsteller (darunter u.a. ein langjähriger Gemeindereferent❗️) haben sich gegenüber dem öffentlichen Interesse in allen 5 Fällen durchgesetzt. Waldrodungen sind immer ein umstrittenes Thema in – vor allem dann, wenn diese bereits im Vorfeld durchgeführt werden.
👉 Mit Blick auf die wachsende intensive Monokultur, die sowohl von Einheimischen als auch von Touristen sehr skeptisch betrachtet wird, sind die 5 aktuellen Rodungen kein Glanzpunkt für die sogenannte Natz-Schabs.