30/10/2026
Die Wut einer Generation kommt nicht von ungefähr.
In vielen Ländern gehen junge Menschen auf die Straße. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, aber viele Sorgen sind ähnlich: steigende Lebenshaltungskosten, soziale Ungleichheit, unsichere Zukunftsperspektiven und das Gefühl, dass die Politik zu wenig zuhört.
Auch in Deutschland wächst die Frustration. Eine bezahlbare Wohnung zu finden, wird immer schwieriger. Viele junge Menschen fragen sich, wie sie sich bei der aktuellen Wirtschaftslage überhaupt noch etwas aufbauen sollen. Gleichzeitig macht ihnen der Klimawandel Sorgen. Und an vielen Schulen fehlt es weiterhin an Geld, Personal und vernünftiger Ausstattung.
Dass sich unter diesen Umständen Wut und Enttäuschung breitmachen, ist verständlich.
Friedlicher Protest gehört zu unserer Demokratie. Gewalt und Zerstörung sind dabei keine Lösung. Aber die Politik darf auch nicht nur über mögliche Ausschreitungen sprechen und dabei vergessen, warum so viele junge Menschen überhaupt unzufrieden sind.
Es muss sich etwas ändern. Wir brauchen Schulen, die gut ausgestattet sind, Wohnungen, die man sich leisten kann, und wirtschaftliche Perspektiven, die jungen Menschen wieder Sicherheit geben. Vor allem aber müssen junge Menschen bei den Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen, stärker mitreden können.
Denn am Ende reicht es nicht, die Sorgen einer ganzen Generation ernst zu nehmen. Die Politik muss auch etwas dafür tun, dass junge Menschen wieder zuversichtlicher in ihre Zukunft schauen können.